Flussreisen sind eine ausgesprochen bequeme Art, um eine Region zu erkunden. Nur einmal einchecken und dann geht es gemächlich von Stadt zu Stadt. Wenn die Sehenswürdigkeiten einmal nicht direkt am Ufer liegen, warten Busse samt sachkundiger Reiseleitung. Doch auch während der Fahrt gibt es immer etwas zu sehen.
Besonders viel gibt es auf der rund 200 Kilometer lange Strecke zwischen Paris und dem Ärmelkanal zu entdecken. Zunächst führt sie durch die Ausläufer der Metropole und die grüne Region Île‑de‑France, ehe der größere Teil der Route durch die Normandie verläuft. Sie verbindet spektakuläre Küstenlandschaften mit historischen Städten, Abteien und malerischen Flusstälern. Kulinarisch begegnen einem Camembert, Cidre, Calvados sowie vorzüglicher Fisch. Vieh- und Milchwirtschaft aber auch Apfelanbau prägen Landschaft und Küche, was sich in butterreichen Saucen, Apfelgerichten und herzhaften Spezialitäten niederschlägt. Doch die Normandie lädt nicht nur zum Schlemmen ein. Sie erzählt auch von Wikingern, den endlosen Kriegen gegen den Erzfeind England sowie von der Französischen Revolution und den Kämpfen des Zweiten Weltkriegs. So wird die Fahrt auch zu einer Zeitreise durch viele Jahrhunderte, deren Geschichte anhand von Bauwerken und Traditionen lebendig wird. Egal in welcher Region, egal in welcher Stadt: Was einen erwartet, sind Kultur und Genuss. Eine Mischung, die kaum charmanter sein könnte. Chapeau und Leinen los!
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