Kindersicherheit

Kindersicherheit

Die Welt zu erkunden ist das Recht der Kinder. Ihnen das sicher zu ermöglichen, liegt in der Verantwortung der Erwachsenen. Der ÖAMTC informiert, wie Sie mit Kindern sicher ans Ziel gelangen.

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  • Kindersicherung im Auto
  • Der ÖAMTC Kindersitz-Test
  • Keine Fahrt ohne Kindersitz!
  • Kindersitze beim ÖAMTC
  • Kinder nie allein im Auto lassen
  • Video
  • Fragen und Antworten rund um den Kindersitz
  • Was soll ich tun, wenn sich mein Kind gegen das Anschnallen wehrt?
  • Wie kann ich herausfinden, ob ein Kindersitz auch wirklich richtig montiert ist?
  • Kann ich den Kindersitz auch mit einem Beckengurt befestigen?
  • Was muss ich beachten, wenn ich fremde Kinder mitnehme?
  • Wann muss mein Kind in die nächsthöhere Kindersitz-Gewichtsklasse wechseln?
  • Muss ich im Taxi einen Kindersitz mitführen?
  • Das ÖAMTC Kinderbuch
  • Was Skater, Scooter & Radfahrer dürfen
  • Kinder unterwegs
  • Sehen und gesehen werden
  • Verkehrserziehung für Kinder beim ÖAMTC
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Kindersicherheit:
Sicherheit im Auto

Kindersicherung im Auto

Laut Verkehrsunfallstatistik kommen die meisten Kinder als Mitfahrer im Pkw zu Schaden, weil sie gar nicht oder falsch gesichert werden. Ein geeignetes Kinderrückhaltesystem bewahrt das Kind schon bei leichten Unfällen vor Verletzungen. Wichtig ist, dass Kinder entsprechend Gewicht und Größe gesichert sind.

Die gesetzlichen Bestimmungen

Kinder bis 14 Jahre und kleiner als 1,50 Meter benötigen eine dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechende Rückhaltevorrichtung, die nur auf Fahrzeugsitzen, die mit einem passenden Sicherheitsgurt ausgestattet sind, verwendet werden darf.

Kinder über 1,50 Meter müssen einen üblichen Sicherheitsgurt benützen (bei Beförderung auf Sitzen, die mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind).

Als geeignete und vorschriftsmäßige Rückhalteeinrichtungen sind all jene Baby- bzw. Kindersitze, Sitzpölster und Fangkörper zu verstehen, die nach der ECE Regelung Nr. 44/03, 44/04 oder 129 genehmigt wurden und die in Verbindung mit dem Sicherheitsgurt des Fahrzeuges anzuwenden sind. Lesen Sie hier die Vorschriften im Detail.

Vormerksystem

Das Führerschein-Vormerksystem sieht vor, dass bei Verstößen gegen die Kindersicherungsbestimmungen neben einer Verwaltungsstrafe (Strafrahmen bis € 5.000,–) auch eine Vormerkung im Führerscheinregister vorgenommen wird. Bei der zweiten Vormerkung innerhalb von zwei Jahren wird der Besuch eines Kurses angeordnet, der die Wichtigkeit der richtigen Kindersicherung bewusst machen soll. Bei weiteren Verstößen kommt es sogar zur Entziehung der Lenkberechtigung. 

Richtige Montage von Babyschalen

Der ÖAMTC empfiehlt, die Babyschale auf der Rückbank zu montieren, auch wenn dadurch der unmittelbare Sichtkontakt mit dem Baby erschwert wird. Sollte es unbedingt notwendig sein, die Babyschale auf dem Beifahrersitz zu befestigen, muss ein allenfalls vorhandener Airbag deaktiviert werden. 

Kindersitztest

Der ÖAMTC Kindersitz-Test

Bei der Fülle an Modellen, die der Markt bietet, ist es schwierig, den passenden Sitz zu finden. Umso wichtiger ist es, sich vor dem Kauf gründlich zu informieren.

Kindersicherung im Auto © ÖAMTC Kindersicherung im Auto

Die Qual der Kindersitz-Wahl: Tipps von Bekannten oder der Familie sind zwar gut, aber keine Garantie. Der ÖAMTC und seine Schwesterclubs nehmen beim jährlichen Kindersitztest gängige Modelle auf dem europäischen Markt in Hinblick auf Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit unter die Lupe.

Informieren Sie sich hier über die aktuellen Kindersitztests

Montage

Keine Fahrt ohne Kindersitz!

Bereits bei geringer Fahrtgeschwindigkeit besteht durch plötzliche Bremsmanöver hohe Verletzungsgefahr: Ein Aufprall bei 50 km/h kommt zum Beispiel einem Sturz aus dem dritten Stockwerk eines Hauses gleich.

So wird der Kindersitz richtig verwendet

  • Der Kindersitz muss sich fest auf dem Fahrzeugsitz befestigen lassen. Er soll kippsicher sein und darf nicht verrutschen.
  • Rückwärts gerichtete Systeme nicht bei aktiven Front-Airbags auf dem Beifahrersitz verwenden.
  • Auf den richtigen Gurtverlauf beim Kind achten. Der Schultergurt soll über die Schultermitte, der Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge gehen.
  • Gurtlose vermeiden. Das Kind soll immer straff angegurtet sein.
  • Gurtverlauf und Kopfabstützung dem wachsenden Kind anpassen.
  • Die Bedienungsanleitung genau befolgen, um Fehlbedienung zu vermeiden.
  • Wenn sich Kinder bereits selbstständig anschnallen, ist es sinnvoll, die Gurtführung vor der Fahrt zu überprüfen. Der Gurt darf nicht verdreht sein.
     

Der ÖAMTC-Techniker erklärt im Video, worauf man bei der richtigen Kindersicherung im Auto achten muss.
 

ÖAMTC Angebot

Kindersitze beim ÖAMTC

Kindersitze beim ÖAMTC © ÖAMTC Kindersitze beim ÖAMTC

Entdecken Sie alle Kindersitz-Modelle, die in den ÖAMTC-Shops lagernd sind. Alle Modelle sind garantiert getestet und geprüft. Lassen Sie sich vor Ort beraten, welcher Sitz der richtige für Sie ist.

Unser Angebot im Juli / August:  MAXI COSI Rodifix AP statt EUR 169,- EUR 145,-

Finden Sie hier alle bei den ÖAMTC-Shops lagernden Modelle
(nach Klassen, System und Marken aufrufbar).

Babyschale Cybex Aton © ÖAMTC

Babyschalen-Verleih vom ÖAMTC

Die Babyschale kann bis zu 14 Monate an allen ÖAMTC-Stützpunkten gegen eine geringe Leihgebühr ausgeborgt werden. Bei der Übernahme der Babyschale wird eine Kaution hinterlegt. Bei der Rückgabe des gereinigten, unbeschädigten Sitzes (mit Original-Kassabeleg) erhält man die Kaution abzüglich Leihgebühr zurück.
Informationen zum Babyschalen-Verleih.

 

Sichern Sie sich Ihre Vorteile 

  • z.B. 10 % Rabatt auf Ihren nächsten Kindersitz
  • kostenloser Austausch nach Unfall
  • auf Wunsch ein Erinnerungsmail für den Umstieg auf die nächste Kindersitz-Größe
Hitzefalle Auto

Kinder nie allein im Auto lassen

Kinder sollten grundsätzlich nie allein im Auto gelassen werden - auch nicht für kurze Zeit.  

Das Innere eines Autos wird bei Hitze rasch zu einer Sauna. "Der Kreislauf eines Kleinkindes ist sensibel, Flüssigkeitsverlust ist extrem belastend", sagte ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Ein Seitenfenster einen Spalt offenzulassen ist zu wenig. "Auch wenn es mühsam ist, die Babyschale herauszunehmen und den Kinderwagen auszuklappen - die Bequemlichkeit der Eltern darf nie im Vordergrund stehen", mahnte die Psychologin. Selbst wenn Mutter oder Vater nur einen kurzen Weg erledigen wollen, sollten sie das Kind mitnehmen, denn es kann ungeplant zu einer Verzögerung kommen.

An Passanten richtet die Verkehrspsychologin den Appell, allein in einem heißen Auto zurückgelassene Kinder nicht zu ignorieren. Sie rät, in einem solchen Fall nach Angehörigen in der Umgebung Ausschau zu halten und nötigenfalls die Polizei zu rufen. Die Beamten sind imstande, ein Auto professionell zu öffnen. Nicht ratsam sei es, eine Scheibe einzuschlagen - wegen Verletzungsgefahr und der Möglichkeit, die Situation falsch eingeschätzt zu haben.

Für Autofahrten bei Hitze mit Kindern empfiehlt die ÖAMTC-Psychologin, ausreichend Getränke und Essen mitzunehmen, die Klimaanlage einzuschalten, für Beschattung zu sorgen und das Kind dort zu platzieren, wo es nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Wenn möglich, sollte man überhaupt zu einer kühleren Zeit fahren.

Video

FAQs

Fragen und Antworten rund um den Kindersitz

Gratis Kinderbuch

Das ÖAMTC Kinderbuch

Der umfassende ÖAMTC Ratgeber zum Thema Kindersicherheit im Straßenverkehr

Sicherheit und Spaß für Groß und Klein

ÖAMTC Kinderbuch  © ÖAMTC ÖAMTC Kinderbuch
Das ÖAMTC Kinderbuch vermittelt den jüngsten VerkehrsteilnehmerInnen und deren Eltern auf anschauliche und spielerische Art die wichtigsten Verhaltensregeln im Straßenverkehr. Für ÖAMTC-Mitglieder ist es kostenlos an allen Stützpunkten des Clubs erhältlich (solange der Vorrat reicht).

Auf 2 Rädern

Was Skater, Scooter & Radfahrer dürfen

Die Freiheit auf flotten Rollen ist nicht immer grenzenlos. Nicht alle Kinder-Fahrzeuge sind auch Spielzeuge. Wer auf der Straße fährt, muss Alterlimits, Ausrüstungsbestimmungen und Verkehrsregeln beachten.

Skateboard, Scooter, Dreirad, Roller, Tretautos

Diese Geräte gelten als Kinderspielzeug und dürfen auf Gehsteigen, in Fußgängerzonen, in Wohn- oder Spielstraßen nur verwendet werden, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden. Fahren auf der Fahrbahn, am Radweg und auf Radfahrstreifen ist verboten.

Inlineskaten

… ist auf Gehsteigen, Radwegen im Ortsgebiet, in Wohn- und Spielstraßen und Fußgängerzonen erlaubt - auch kombinierte Geh- und Radwege dürfen benutzt werden. Fahrbahn, Mehrzweckstreifen oder markierte Fahrstreifen, in denen der Radverkehr gegen die Einbahn erlaubt ist, sind für Skater tabu.

Mit dem Fahrrad unterwegs

Kinder unter zwölf Jahren dürfen nur unter Aufsicht einer Begleitperson (Mindestalter 16 Jahre) auf öffentlichen Straßen Radfahren. Haben Sie erfolgreich die Radfahrprüfung abgelegt, können sie aber bereits ab 10 Jahren alleine fahren.

Beförderung von Kindern am Fahrrad

Radfahrer, die Kinder (oder andere Personen) auf dem Rad mitnehmen wollen, müssen zumindest 16 Jahre alt sein. Ist das mitgeführte Kind unter acht Jahre alt, benötigt es einen eigenen passenden Kindersitz. Der Kindersitz muss hinter dem Fahrer angebracht werden. Mehr Infos.

Im Straßenverkehr

Kinder unterwegs

Kinder zählen zu den am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Zunächst haben sie es aufgrund ihrer Körpergröße schwer, auf der Straße auf sich aufmerksam zu machen. Hinzu kommt, dass sie leicht abzulenken und schneller überfordert sind.

Kinder auf dem Schulweg © Heinz Henninger Kinder auf dem Schulweg

Wichtig! Eltern sollten sich ihrer Vorbildwirkung auf Kinder immer bewusst sein, denn Kinder übernehmen schnell sowohl gute als auch schlechte Verhaltensmuster. Und schon im Kindergartenalter ist es an der Zeit, sie erstmals mit den grundlegenden Regeln auf der Straße vertraut zu machen.

Auf Augenhöhe mit dem Kind üben

Worauf Kinder am Schulweg achten und was Eltern mit ihnen üben sollen.

  • Schulweg gemeinsam auswählen
    Gemeinsam mit dem Kind den sichersten Schulweg auswählen. Mit möglichst wenigen Straßenüberquerungen - und am besten bei Schutzwegen, Ampeln, Unterführungen, Überführungen. Oft ist der kürzeste Weg nicht der sicherste!
  • Verhalten vorzeigen und kommentieren
    Kinder lernen durch Beobachtung und Nachahmung. Daher aktiv und deutlich erkennbar die richtigen Verhaltensweisen vorzeigen und durch lautes Vorsprechen dabei auch erklären.
  • Wiederholt gemeinsam abgehen
    Regeln müssen oft wiederholt werden – daher besser kurz aber oft üben. So prägt sich Ihr Kind das richtige Verhalten gut ein. Für richtige Verhaltensweisen viel Lob und Anerkennung geben.
  • Keine Angst machen – und nicht überfordern
    Kinder sollen lernen, Gefahren zu erkennen - aber dabei auch nicht überängstlich und damit unsicher werden. Kinder nicht überfordern, sondern immer ihren Entwicklungsstand berücksichtigen.
  • Zeit einteilen – Zeit geben
    Genug Zeit für den Schulweg einplanen. In der Früh rechtzeitig weggehen und für den Nachhauseweg keine starren Zeitlimits setzen.
  • Üben im „Echtbetrieb“
    Beim Üben des Schulweges soll das Verkehrsaufkommen etwa so sein, wie es Ihr Kind dann auch beim wirklichen Schulweg erlebt. Also z.B. nicht nur am Sonntag üben.
  • Detektive auf dem Schulweg
    „Schulwegdetektiv“: Das Kind soll selbst Gefahrenquellen benennen, darauf aufmerksam machen und erklären, wie es sich gerade dort richtig verhält. Seien Sie aber auch selbst „Detektiv“: Beobachten Sie Ihr Kind unbemerkt am Schulweg, v.a. auch wenn es mit anderen Kindern unterwegs ist.
  • Achtung bei ungewohnten Wegen!
    Auch wenn der Schulweg schon erkennbar gut bewältigt wird: Vorsicht bei anderen, ungewohnten Wegen, die noch nicht so gut bekannt sind.

Sicher auf dem Schulweg

Tipps für Eltern und Kinder: Sicherheit am Schulweg lernen und üben. Worauf Kinder am Schulweg achten und was Eltern mit ihnen üben sollen.

Sichtbarkeit im Dunkeln Sehen Gesehen werden © ÖAMTC / Postl

Sehen und gesehen werden

Die ÖAMTC Initiative Sehen und gesehen werden zeigt deutlich, wer auffällt wird im Straßenverkehr früher gesehen und ist sicherer unterwegs. Das gilt besonders für Fußgänger, wenn es zu dämmern beginnt, regnet oder schon finster ist. Helle Kleidung und reflektierende Aufnäher erhöhen die Sicherheit des Kindes enorm.

Verkehrserziehung

Verkehrserziehung für Kinder beim ÖAMTC

Ihr Club bietet in Kooperation mit der AUVA viele ÖAMTC Verkehrserziehungsprogramme an. Diese entsprechen der jeweiligen Altersstufe. Den Kindern werden spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger die Gefahren des Straßenverkehrs vor Augen geführt. Kinder werden dort angesprochen, wo sicherheitsorientierte Verhaltens- und Einstellungsbildung am effizientesten ist: direkt im Kindergarten und in der Schule.

Programme für Kinder

"Das kleine Straßen 1 x1" zeigt Kindern im Vorschulalter, wie sie sich am Gehsteig, beim Überqueren der Fahrbahn und als Mitfahrer richtig verhalten sollen. Bei "Blick & Klick" lernen Erstklässler verstärkt Gefahren sehen und selbst gesehen zu werden, z.B. beim Überqueren der Fahrbahn auf ein abbiegendes Fahrzeug zu achten. Auch im Alter von 8 bis 9 Jahren kann sich kaum ein Kind vorstellen, wie lange es dauert, bis ein Auto zum Stillstand kommt. Diesem gefährlichen Unwissen begegnet die Aktion "Hallo Auto" auf spielerische Weise.

Programme für Jugendliche

"Top Rider" wendet sich an 10- bis 14-Jährige. Dabei werden die Gefahren des Straßenverkehrs als Radfahrer, Fahrzeuginsasse und Fußgänger vor Augen geführt. Für Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren gibt es Club PS mit Physik auf der Straße. 

ÖAMTC Fahrtechnik Club PS © ÖAMTC Fahrtechnik / https://www.oeamtc.at/fahrtechnik

Club PS

Für Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 …

ÖAMTC Fahrtechnik_Top Rider.jpg © ÖAMTC Fahrtechnik

Top Rider

Für Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 14 …

News

News aus den Bundesländern

ÖAMTC Kindersitze

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Gruppe 2/3 15-36 kg bzw. ca. 4-12 Jahre

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Cybex Solution M-Fix

Gruppe 2/3 15-36 kg bzw. ca. 4-12 Jahre

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Römer Kidfix XP

Gruppe 2/3 15-36 kg bzw. ca. 4-12 Jahre

€ 199,-
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