GP2222_CMS.jpg Motorsport Images/Aston Martin F1 Team
© Motorsport Images/Aston Martin F1 Team
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Februar 2023

Fit für die Formel 1

Wer bekommt wieviele Punkte? Was bedeuten die unterschiedlichen Farben an den Reifen? Wir erklären die Basics zum Saisonstart. Plus: Formel-1-Quiz und die Motorsport-Highlights in Österreich 2024. 
 

Wenn fünf rote Ampellichter ausgehen, starten zwanzig Formel-1-Fahrer ins Rennen. Ab 2. März sitzen Fans wieder viele Wochen­enden lang vor dem Bildschirm, eine Faszina­tion, die Partner:innen oder Familie oft schwer nachvollziehen können. Damit diese trotzdem wissen, was denn da gera­de während eines Trainings bzw. Rennens passiert, geben wir einen Einblick in das Regelwerk der Königsklasse des Motorsports.

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Ein klassisches Formel-1-Wochenende besteht aus 3 freien Trainings, dem Qualifying am Samstag und dem Grand Prix am Sonntag. Das Ergebnis des Qualifyings bestimmt die Position, an der die Fahrer beim Grand Prix an den Start gehen. Dieses Jahr gibt es allerdings zwei Wochenenden, an denen der Grand Prix am Samstag stattfinden wird – am 2. März in Bahrain und am 9. März in Saudi-Arabien. Das Rennwochenende startet dann jeweils schon am Donnerstag.

An sechs Wochenenden 2024 gibt es allerdings zusätzlich ein Sprint-Rennen, das am Samstag stattfindet – nämlich vor dem Qualifying für den Grand Prix am Sonntag. Ein weiteres kürzeres Qualifying, "Sprint Shootout" genannt, für die Startpositionen des Sprint-Rennens wird am Freitag gefahren.

Der Unterschied zwischen Sprint-Rennen und einem Grand Prix ist hauptsächlich die Länge: Der Sprint geht nur über etwa 100 Kilometer, ungefähr ein Drittel der Distanz eines Grand Prix. Außerdem gibt es weniger Punkte und auch nur bis zum 8. Platz.

F Tabelle.jpg auto touring © auto touring

Das Rennen am Sonntag ist nicht nur länger, es gibt auch Reifenregeln: Bei jedem Grand Prix ist ein Boxenstopp Pflicht und es müssen zumindest zwei verschiedene Reifenmischungen zum Einsatz kommen. Insgesamt werden immer drei Trocken-Reifenmischungen angeboten: Hard (weiß), Medium (gelb) und Soft (rot). Diese werden aus insgesamt sechs Reifen (C0 bis C5) von Pirelli bei jedem Grand Prix neu ausgewählt. Es variiert also je nach Strecke, welcher Reifen in einem Rennen als Soft oder Hard bezeichnet wird. Die weichsten Reifen (C5) haben den besten Halt, nützen sich aber am schnellsten ab. Handelt es sich um ein Regenrennen, gelten diese Vorschriften allerdings nicht.

Unfälle im Rennen

Kommt’s zum Crash, fährt das Safety-Car auf die Rennstrecke, sammelt die Fahrzeuge ein und hält diese hinter sich, bis die Ge­fahrensituation gelöst ist. Das Fahrerfeld wird dadurch zusammengeschoben.

Bei kleineren Unfällen wird das Virtual Safety Car (VSC) eingesetzt: Die Fahrzeuge werden von keinem realen Auto gesammelt, sondern die Piloten müssen durch vorgegebene Zeiten für einzelne Streckenabschnitte dafür sorgen, dass die Abstände zwischen ihnen gleich bleiben.

Ein Rennen darf inklusive Unterbrechungen maximal 3 Stunden dauern, innerhalb dieser Zeit darf aber nur maximal 2 Stunden gefahren werden. Die hinter dem Safety-Car absolvierten Runden zählen trotz der Einschränkungen zur Fahrzeit.

Am Ende des Saison ist jener Fahrer, der in den Sprint-Rennen und Grands Prix die meisten Punkte verdienen konnte, Weltmeister.

Three and a Half Rookies

Rennen wurden zwar keine gefahren, so richtig ruhig war’s während der F1-Winterpause trotzdem nicht. Die wichtigsten News hier im Überblick:

Neu an der Spitze von Ferrari ist Frédéric Vasseur, der zuvor bei Sauber war. Die dort frei gewordene Stelle übernimmt Alessandro Alunni Bravi – und zwar unter dem neuen Geschäftsführer Andreas Seidl. Dessen ehemalige Stelle bei McLaren übernimmt wiederum Andrea Stella. Außerdem: Der langjährige Mercedes-Chefstratege James Vowles verlässt die Silberpfeile, um Teammanager bei Williams zu werden.

Im Fahrerfeld tut sich mit 3 Rookies und einem halben auch einiges: Erstmals ein fixes Cockpit in der Königsklasse haben Logan Sargeant (Williams), Nyck de Vries (Alpha Tauri) und Oscar Piastri (McLaren). Der halbe Rookie ist Nico Hülkenberg, er kehrt nach drei­jähriger Abstinenz zurück: zu Haas.

McLaren-Pilot Oscar Piastri über...

Aufmacher_2726_CMS.jpg McLaren Racing © McLaren Racing
Oscar Piastri, Formel-1-Fahrer für McLaren.

… die Winterpause:

oscar piastri:Ich war ein Monat zuhause (Australien, Anm. d. Red.), hatte dort eine schöne Zeit mit Familie und Freunden. Aber natürlich auch viel physisches Training. Zurück in Großbritannien habe ich viel mit dem Team und im Simulator gearbeitet und viele neue Leute kennen gelernt.

… seine Fahrer-Vorbilder:

oscar piastri:Einen einzigen, speziellen Fahrer gibt es da nicht. Die Arbeit letztes Jahr mit Fernando (Alonso, Anm. d. Red.) war eine "eye-opening Experience". Natürlich habe ich vielen Fahrern im Feld zugesehen, als ich aufwuchs. Lewis, zum Beispiel. Ich habe seine Erfolge während meiner Junioren-Karriere verfolgt. Es wird besonders sein, gegen solche Typen zu fahren.

… seinen Teamkollegen Lando Norris:

oscar piastri: Ich komme gut mit ihm klar. Wir haben allerdings noch nicht so viel Zeit miteinander verbracht.

… seine Erwartungen in der Rookie-Season:

oscar piastri:Punkto Ergebnisse habe ich keine fixen Ziele gesetzt. Ich versuche so viel wie möglich zu lernen. Und wenn daraus gute Ergebnisse entstehen, ist das ein Bonus.

… die Bedeutung, McLaren-Fahrer zu sein:

oscar piastri:Das ist ein echtes Privileg, Teil eines so historischen Teams zu sein.

… die meiste Vorfreude:

oscar piastri:Das ist einfach: Endlich wieder Rennen zu fahren.

Formel 1-Quiz

Testen Sie mit unserem Formel 1-Quiz Ihr Know-How und lernen Sie ein paar Gesichter hinter den Namen kennen!

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What else?

Auch in anderen Rennserien bietet das neue Jahr Veränderungen. Und: Die Motorsport-Highlights in Österreich 2023.

Rallye-Rückkehr

Nach dem Auftakt der Hybrid-Ära 2022 bringt die Rallye-WM 2023 zwar wenig Neues beim Reglement mit sich, umso lässiger sind die Änderungen im Kalender: Erstmals in der Geschichte der World Rallye Championship (WRC) wird bei der Rallye Zentraleuropa (26.–29.10.) ein Lauf in gleich drei Ländern ge­fahren – neben Deutschland und Tschechien auch in Österreich.

DTM unter ADAC-Dach

Nach dem Verkauf der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) von Gerhard Berger an den ADAC, startet die Rennserie im Mai in ihre erste Saison unter dem Dach des deutschen ÖAMTC-Partnerclubs. Auch am Red Bull Ring (22.–24.09.) werden – wie gehabt – zwei Rennen an einem Wochenende zu sehen sein.

Motorsport-Highlights 2023 in Österreich

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