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März 2020

Zeit der Krise

Die Mitglieder des ÖAMTC können sich auch in schwierigen Zeiten stets auf ihren Club verlassen. Mitarbeiter erzählen, wie für sie der neue Arbeitsalltag aussieht – und dass ihre Arbeit im Zeichen der Nothilfe trotz Corona nicht still steht.

Wir vom ÖAMTC sind uns der Verantwortung bewusst, die wir jetzt zu tragen haben. Es ist eine doppelte: der Gesellschaft und unseren Clubmitgliedern gegenüber. Um das Risiko von Ansteckungen zu minimieren, halten wir uns strikt an die Vorgabe, Sozialkontakte massiv zu reduzieren. Deshalb sind viele unserer Stützpunkte zur Zeit geschlossen.

Beratung gibt es nun ausschließlich online oder am Telefon. Denn nur so können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das, was den ÖAMTC ausmacht, auch in dieser schwierigen Zeit sicherstellen: Pannen- und Nothilfe vor Ort – dort, wo sie benötigt wird. Alle Mitglieder, die jetzt mobil sein müssen und Hilfe brauchen, sollen sich auf ihren Club verlassen können.

Diese doppelte Verantwortung wahrzunehmen ist ein Spagat, der Tag für Tag, Stunde für Stunde neue und oft auch kreative Lösungen erfordert. Auch bei den Kolleginnen und Kollegen, die ihre Arbeit daheim im Home Office verrichten, zeigt sich dabei das, was auch alle aus der ÖAMTC-Familie auszeichnet, die auf der Straße oder in der Luft tätig sind: ein ausgeprägtes Helfer-Syndrom. Aber machen Sie sich selbst ein Bild. 

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Ihr Club: trotz Notbetrieb im grünen Bereich

Wenn uns jemand vor einem Monat gefragt hätte, ob das innerhalb weniger Tage möglich ist, hätten wir das wohl anders eingeschätzt. Wir sind dankbar und stolz, das gesamte Nothilfe- und Informationsservice des ÖAMTC mit mehr als 250 Home-Office-Plätzen vollwertig weiterführen zu können.

Arjan Buurman, Leiter ÖAMTC Nothilfe & Informationsservice

Im Hintergrund: ÖAMTC-Mitarbeiter erzählen

Dass sich mehr als zwei Millionen Clubmitglieder auch in Krisenzeiten rund um die Uhr auf den ÖAMTC verlassen können, dafür sorgen in erster Linie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hintergrund: also jene am anderen Ende des Telefons oder Mail-Accounts, die geduldig und professionell jedem Anliegen zuhören und versuchen, das Problem in Windeseile zu lösen. Jene "auf der Straße", die selbst bei noch so schwierigen Fahrzeugpannen regelmäßig "ums Eck" denken und damit in rund 80 Prozent aller Fälle für Ihr Weiterkommen sorgen. Und nicht zuletzt jene, die in ihrem Berufsalltag vielleicht gar nie mit einem "ihrer" Clubmitglieder persönlich ins Gespräch kommen – und doch dafür sorgen, dass die ÖAMTC-Maschine läuft wie geschmiert.

Kurzum: ein großes Team, das reibungslos zusammenarbeitet und auf das wir – gerade jetzt – stolz sein dürfen.

Stellvertretend für alle "Gelben Engel" möchten wir Ihnen einige dieser Menschen vorstellen: Wie gehen sie mit der Corona-Krise um? Was beschäftigt sie im neuen Arbeitsalltag? Wo liegen die Schwierigkeiten im Home Office? Gibt es auch Positives zu berichten? Und natürlich ganz wichtig: Wie steht's eigentlich um die Haustiere?

Wir lassen die Kolleginnen und Kollegen im O-Ton zu Wort kommen…

Markus Novsak, Pannenfahrer

"Keine Frage, die momentane Situation ist für uns alle schwierig. Viele Mitglieder sind derzeit verunsichert und wollen einfach nur mobil bleiben. Und das werden wir, wie von uns gewohnt, auch weiterhin ermöglichen. 

Neu an der Situation ist aber zum Beispiel, dass jetzt natürlich viele Werkstätten geschlossen sind. Für uns Pannenfahrer bedeutet das, beim Beheben von technischen Defekten noch erfinderischer sein zu müssen als das bisher schon der Fall war.

Was Corona betrifft: Da versuchen meine Kollegen und ich, unsere Arbeit ausnahmslos so auszuführen, damit sowohl wir als auch unser Club-Mitglied bestens geschützt sind. Ich verwende Desinfektionsmittel und Einweg-Handschuhe, wie man auf dem Foto unten sieht. Da musste ich im Innenraum etwas zerlegen, weil das Hauptrelais im Auto plötzlich keine Lust mehr hatte. 

Was mir übrigens auffällt: Die große Mehrheit der Mitglieder ist schon auf die neue Situation eingestellt und hält körperlichen Abstand. Eine Bitte hätte ich nur: Im Pannenfall klingt eine bereits geöffnete Motorhaube vielleicht nach einer Kleinigkeit, hilft uns momentan aber enorm, eine möglichst gefahrlose Arbeit zu gewährleisten."

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Markus Novsak, Pannenfahrer: "Bitte öffnen Sie für uns vorher die Motorhaube."

Donika Gjura, Callcenter Nothilfe

"Die aktuelle Situation ist natürlich für uns alle neu, aber der ÖAMTC hat hier unglaublich schnell gehandelt und uns sofort Home Office ermöglicht. Am Anfang hat es sich zwar ungewohnt angefühlt, den Arbeitstag von zu Hause aus zu starten – aber alles kein Thema mehr. Ich mache es mir auf meinem Arbeitsplatz einfach gemütlich und kann somit entspannt in den Tag starten. 

Aber klar: Egal, ob ich im Büro oder daheim sitze, die oberste Priorität für mich ist nach wie vor, für unsere Mitglieder da zu sein. Da die Technik heutzutage vieles ermöglicht, können wir die Qualität unserer Arbeit nahtlos fortsetzen. Dadurch hat sich mein Arbeitsalltag auch nicht wirklich geändert, da ich die Gespräche mit unseren Mitgliedern wie bisher durchführen kann. 

Mir persönlich ist es wichtig, dass sich die Menschen auch in Ausnahmesituationen wie jetzt gerade jederzeit zwecks Hilfe oder Informationen an mich wenden können."

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Donika Gjura, Callcenter Nothilfe: "Ich mach's mir daheim gemütlich, bin aber wie gewohnt für unsere Mitglieder da."

Victoria Rödleithner, Disponentin Nothilfe

"Was mir auffällt: Home Office erspart Zeit. Ich muss jetzt nicht mit dem Auto pendeln, sondern nur ein paar Schritte zu meinem Arbeitsplatz gehen, zu dem mich mein Hündchen Sunny begleitet, das neben mir brav die Stellung hält, bis mein Dienst vorbei ist. 

Die Kommunikation mit unseren fleißigen Kollegen auf der Straße funktioniert auch jetzt einwandfrei, und innerhalb des Disponenten-Teams unterstützen wir uns gegenseitig, wo es nur geht. Man hat das Gefühl, dass jeder für jeden rund um die Uhr da ist – ganz gleich, ob unsere Abteilungsleiterin, unsere beiden Teamleiterinnen und natürlich auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen. 

Die Ruhe rundherum im Home Office empfinde ich persönlich als angenehm. Es gibt einfach weniger Nebengeräusche, die mich ablenken. Abgesehen davon ist es dank unseres einzigartigen Teams so, als hätte sich nie etwas geändert!"

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Victoria Rödleithner, Disponentin: "Mein Hündchen Sunny (schläft hier unterm Tisch, Anm. d. Red.) hält gemeinsam mit mir die Stellung."

Claudia Jannke-Fankhauser, Mitgliederservice

"Die Herausforderung war in den ersten Tagen, den Alltag umzustellen. Angefangen mit 'Wo richte ich mir meinen Home-Office-Platz ein?'. Da auch mein Mann von zu Hause aus arbeitet, war das gar nicht so einfach. 

Anfangs habe ich mich noch so benommen, als würde ich außer Haus gehen. Da gehörte auch dazu, mir zu überlegen, was ich anziehe. Nach dem dritten Tag war die Jogginghose aber schon Standard. Trotzdem verabschiede ich mich morgens von meinem Mann mit den Worten 'Ich gehe jetzt ins Büro'. Unsere Hündin Luna sieht das Ganze jedenfalls positiv: Sie hat einen festen Platz in meinem Home Office und auch einen im Büro meines Mannes.
 
Was mir sehr fehlt, ist die direkte Kommunikation mit den Kolleginnen und Kollegen. Auf einmal ist das Selbstverständliche nicht mehr selbstverständlich und der Stellenwert vieler Dinge ändert sich rapide.
 
Ich bin aber froh, dass wir in Zeiten der Digitalisierung leben. So können wir wenigstens über Programme wie Skype gut in Verbindung bleiben und unsere arbeitstechnischen Herausforderungen stemmen. Jeder ist bemüht, positiv zu bleiben und hofft, dass die ganze Situation schnell vorbei ist. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass alle zusammenrücken, auch wenn wir räumlich getrennt sind."

 

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Claudia Jannke-Fankhauser, Mitgliederservice: "Auf einmal ist das Selbstverständliche nicht mehr selbstverständlich."

Marijo Marjanovic, medizinische Dienstleistungen

"Es ist ungewöhnlich, ohne Kolleginnen und Kollegen in meinem neuen 'Büro' zu sitzen, und irgendwie fühle ich mich schon auch ein wenig einsam momentan. Bei uns im Ambulanzdienst erfordert schließlich jeder Fall absolute Teamarbeit und ständige Kommunikation mit allen Gliedern unserer Hilfe-Kette. 

Home Office war für uns alle eine riesige Umstellung, aber schon am Ende des ersten Tages hatten wir alles im Griff. Dank der massiven Unterstützung aller Abteilungen des ÖAMTC und unserer Führungskräfte ging der Wechsel unglaublich rasch. 

Die Arbeit läuft jetzt genau so wie im Büro – und wie immer tun wir unser Bestes, unseren Mitgliedern zu helfen. Trotzdem: Die Kolleginnen und Kollegen fehlen mir. Ich glaube, dass wir uns alle auf den Tag freuen, wenn wir wieder in unser gemeinsames Büro zurück dürfen."

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Marijo Marjanovic, medizinische Dienstleistungen: "Einen Tag nach der Umstellung hatten wir schon wieder alles im Griff."

Wolfgang Öttl, Geländetechniker Fahrtechnikzentrum Marchtrenk

"Wir haben in unserem Fahrtechnikzentrum in Marchtrenk zum Glück sehr schnell wieder ein Set-up gefunden, mit dem alles für den 'Restart' vorbereitet werden kann.

Wir machen das Beste aus der Situation. Ich kann die Zeit aktuell gut nutzen, um dringend notwendige Wartungsarbeiten am Gelände und unseren Fahrzeugen durchzuführen, die während des Betriebes nur bedingt möglich sind. Derzeit servicieren Fachbetriebe unsere Schleuderplatte, ich erneuere unsere Gleitbeläge auf den Pisten und ziehe die Rand- und Leitlinien neu. Damit gewährleistet das ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Marchtrenk einen sicheren, qualitativ hochwertigen Trainingsbetrieb, wenn es wieder losgeht.

Selbstverständlich achte ich penibel auf die nötigen Abstände zwischen den Arbeitern und nötigen Sicherheitsmaßnahmen. Die Gesundheit aller Beteiligten steht an erster Stelle."

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Wolfgang Öttl, Geländetechniker im Fahrtechnikzentrum Marchtrenk: "Wir machen das Beste aus der Situation."

Sebastian Seeböck, Qualitäts- und Prozessmanager

"Flexibilität ist in unserem Beruf immer schon gefragt gewesen, in dieser Ausnahmesituation ist es das noch einmal ein bisschen mehr. Ich habe mich deshalb relativ schnell mit meinem neuen Arbeitsplatz in der Wohnung meiner Großmutter angefreundet. Es ist ein unglaublich tolles Gefühl mitzuerleben, wie professionell alle Kollegen mit dieser extremen Herausforderung umgehen und jeder seinen Teil dazu beiträgt, dass die Schutzbrief-Nothilfe gerade jetzt für unsere Mitglieder da ist und hilft, wo es notwendig ist. 

Interessant ist, dass uns derzeit viele Spezialanfragen erreichen, die weit über die üblichen Schutzbriefleistungen hinaus gehen. Mit viel Einsatz und Engagement schafft unser Team das natürlich aber auch. Ich vermisse zwar den persönlichen Kontakt mit den Kollegen, die Kommunikation über unsere Team-Chats läuft aber hervorragend und reibungslos. 

Trotzdem freue auch ich mich darauf, wieder in unser Büro in der Baumgasse in Wien-Erdberg zurückkehren zu dürfen. Einstweilen bin ich mir aber sicher, dass wir diese schwierige Zeit gemeinsam gut überstehen werden."

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Sebastian Seeböck, Qualitäts- und Prozessmanager: "Auch die Spezial-Anfragen momentan sind kein Problem."

Klaus Rainer, Captain ITH (Intensivtransport-Hubschrauber)

"Ich arbeite mit dem Intensivtransport-Hubschrauber, bin also Rettungspilot der ÖAMTC Flugrettung. Das Fliegen mit FFP3-Mundschutzmasken ist unter diesen neuen Umständen als Hygiene-Maßnahme und Eigenschutz für uns jetzt zum Standard geworden. 

Dank unseres Christophorus-Krisenstabs sind wir über die aktuelle Situation jederzeit bestens informiert. Wir bekommen von dort – beziehungsweise auch von Seiten der anderen Crews – täglich Lagemeldungen, um uns best- und schnellstmöglich auf die geänderten Bedingungen vorzubereiten. 

Unser Flugbetrieb ist also auch in solch schwierigen Zeiten gewährleistet. Never quit!"

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1 Das Arbeitsgerät ist für Capt. Klaus Rainer noch immer das selbe: ein Eurocopter EC 135. © Privat

2 Das Gesicht unterm Helm hat sich auch nicht geändert. Es bleibt weiterhin nicht nur beim Beruf, sondern auch bei der Berufung. © Privat

3 Was allerdings sehr wohl neu ist: dass Klaus mit einer FFP3-Schutzmaske über dem Mund fliegt. © Privat

Andrea Riener, Telefon- und Infoservice

"Es ging alles schnell: Dienstag Nachmittag der Auftrag vom Chef, den Arbeitsplatz quasi mit nach Hause zu nehmen und dort einzurichten. Mittwoch früh dann schon wieder mein geplanter Dienstbeginn um 5 Uhr 30 morgens. Zum ersten Mal aus dem Home Office.
 
Das war wirklich ungewohnt, denn ganz alleine bin ich normalerweise nie im Büro. Dort ist ja immer irgendjemand da, es ist immer was los, und man hat jeden Tag nette Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen. Zu Hause hatte ich plötzlich nur mehr Gesellschaft von meiner Hündin Luna. Die ist gewissermaßen aber Nutznießerin der Situation, denn sie liebt es, dass ich jetzt immer daheim bin und die Mittagspausen mit ihr kurz draußen verbringen kann. Meine Kollegin und ich haben aber dennoch über Telefon und Video unseren gemeinsamen Kaffee in der Früh getrunken, wenn auch räumlich ein paar Kilometer getrennt.
 
Inzwischen habe ich mich aber schon an die Arbeit von zu Hause aus gewöhnt. Es hat ja auch Vorteile: Der Wecker klingelt nicht wie sonst um 3:45 Uhr, sondern erst um 5 Uhr, der Benzinverbrauch hat sich drastisch verringert (man muss ja schließlich auch ökologisch denken), und nach Feierabend bin ich sprichwörtlich im Handumdrehen wieder zu Hause.
            
Die Gespräche mit unseren Mitgliedern haben sich im Großen und Ganzen momentan nicht viel verändert: Manche sind sehr verständnisvoll, was die Stützpunkt-Schließungen oder auch längere Wartezeiten am Telefon betrifft, andere wiederum gar nicht. Aber das ist menschlich und gehört halt dazu.

So schlimm die Situation derzeit auch sein mag, der Zusammenhalt innerhalb unserer Abteilung ist meiner Meinung nach noch größer und stärker geworden. Wir machen uns gegenseitig Mut und jeder freut sich schon darauf, die Kolleginnen und Kollegen im Büro wieder zu treffen."

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Andrea Riener, Telefon- und Infoservice: "Den gemeinsamen Morgen-Kaffee mit der Kollegin trinken wir jetzt halt online. Und meine Hündin Luna darf auch dabei sein."

Barbara Flechl, Projektmanagerin

"Ich arbeite in der Abteilung Mobilitätsinformationen und bin nun schon die zweite Woche im Home Office. Von der technischen Seite war alles schnell eingerichtet: Ich habe meinen Schreibtisch freigeräumt und in einen temporären Arbeitsplatz umgewandelt. Da auch mein Mann Home Office macht, die Kinder keine Schule haben und ihre Aufgaben von zu Hause aus erledigen müssen, benötigt es natürlich auch Einiges an Koordination.

Die laufenden Abstimmungen mit den Kolleginnen und Kollegen klappen ebenfalls gut, aber es ist halt eine andere Art der Kommunikation. Man tauscht sich nun über Videokonferenzen aus oder schreibt E-Mails, anstatt kurz den Kollegen am Platz aufzusuchen und Fragen zu klären. Das bedeutet einfach viel mehr 'Tipparbeit' am PC. Das war in den ersten Tagen schon eine gewisse Umstellung.

Das Tolle am Home Office ist aber, dass man sich den Weg mit den Öffis in die Arbeit und wieder zurück erspart und sofort zu Hause ist. Was mir aber sehr abgeht, ist unter Leuten zu sein und einfach mal raus aus den eigenen vier Wänden zu kommen. Da freue ich mich schon wieder richtig aufs Büro."

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Barbara Flechl, Projektmanagerin: "Mit den Kindern daheim erfordert die Situation Einiges an Koordination."

Herbert Breitenfellner, Technische Beratung

"Die Einrichtung meines Home-Office-Arbeitsplatzes war schnell erledigt, ich konnte mich von daheim dann auch sofort in das interne ÖAMTC-Netz einloggen und hatte Zugriff auf alle notwendigen Daten. Ein großer Dank an die wirklich gute IT-Vorbereitung meines Arbeitgebers!

Was meinen Job betrifft, war es anfangs schon eine gewisse Umstellung, ohne persönlichen Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen alles zu organisieren und die Anfragen unserer Mitglieder zu erledigen. Eine zusätzliche Herausforderung ist mitunter auch die Überlastung der Netzverbindungen zu Hause. Da kann der Download einer Datei schon mal etwas länger dauern. 

Was ich spüre: Die Clubmitglieder freuen sich, wenn wir auch in dieser herausfordernden Zeit all ihre Anfragen erledigen. Viele davon betreffen momentan die Pickerlüberprüfung – insbesondere dann, wenn die Überziehungsfrist schon fast abgelaufen ist. Aber auch technische Fragen und Beratungen zum Fahrzeugkauf gibt es derzeit oft, speziell was die Vorbereitung zum Sommerreifen-Kauf betrifft. Man merkt, dass viele jetzt die Zeit für Vorbereitungen nützen und Informationen einholen."

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Herbert Breitenfellner, Technische Beratung: "Ich merke, dass viele Mitglieder diese Zeit nützen, um sich über Auto- oder Reifenkauf zu informieren."

Andreas Wagner, Disponent Nothilfe

"Ich wohne im Bezirk Freistadt/OÖ, im 'normalen Leben' 22 Kilometer von meinem Arbeitsplatz in Linz entfernt. Mein neues Home Office befindet sich im ersten Stock meines Hauses, der Laptop und alle anderen Utensilien sind ins Gästezimmer übersiedelt. Kein Problem, weil Gäste dürfen jetzt ja eh keine kommen.

Die größte Herausforderung momentan ist, daheim Privates und Arbeit zu trennen – meine Gattin und unser Sohn leben ja auch mit mir da. Ich finde aber, dass uns das ziemlich gut gelingt. Hervorragend ist vor allem die neue 'Kantine', da meine liebe Frau jeden Tag frisch kocht. Schade, dass die 30 Minuten Mittagspause genau so kurz sind wie im 'echten' Büro, obwohl ich nur einen Stock tiefer gehen muss zum Essen.

Spaß beiseite: Eigentlich ist es toll, daheim zu arbeiten. Ich brauche kein Auto – und vor allem stehe ich nicht täglich in der Früh bis zu 45 Minuten im Stau wie sonst. 
 
Nur der Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen fehlt mir. Wir können aber miteinander telefonieren und wir wissen: Es wird sicher wieder die Zeit der Begegnung kommen. Somit kann ich nur abschließen mit den Worten, die ich immer sage, wenn mich jemand fragt, ob mir mein Job noch gefällt: Es ist ein gutes Gefühl, beim Club zu sein!"

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Andreas Wagner, Disponent Nothilfe: "Mein Home Office ist jetzt im Gästezimmer. Weil Gäste dürfen jetzt eh keine kommen."

Thomas Nemeth, Leiter ÖAMTC-Videoteam

"Auch wir produzieren trotz Corona natürlich weiterhin aktuelle und interessante Videos. Momentan entsteht wöchentlich mit einer Rumpfmannschaft ein Video, das zeigt, wie der Club auch während der Krise handlungsfähig bleibt und hilft. Begleitet wurden bisher die Kolleginnen und Kollegen der Mobiliätsinformationen sowie Pannenfahrer in Niederösterreich und dem Burgenland. 

Im hauseigenen Videostudio des ÖAMTC-Mobilitätszentrum in Wien-Erdberg haben wir außerdem ein fixes Setting für aktuelle Moderationen in Ausnahmefällen aufgebaut. Zusätzlich bin ich gerade dabei, einen Teil der Küche in meinem Haus in Ofenbach/NÖ (siehe Foto) in ein Skype-Studio umzuwandeln, um von dort Experten-Interviews zu machen."

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Thomas Nemeth, Leiter ÖAMTC-Videoteam: "Ich sende demnächst erstmals aus meiner Küche."

Auch Redaktion und Verlag des auto touring sind rechtzeitig ins Home Office übergewechselt. Die April-Ausgabe, die gerade von der Post versendet wird, entstand also zu einem großen Teil abseits der gewohnten Arbeitsplätze mit Hilfe von Teleworking, Videokonferenzen und unzähligen Telefonaten. Die Redaktion konnte dabei noch auf Recherchen und Fotoproduktionen zurückgreifen, die vor dem Beginn der Beschränkungen vorgenommen worden waren.

Der Dank der dabei beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtet sich vor allem an alle, die in den letzten Tagen in der Druckerei mit dem Entstehen des Hefts beschäftigt waren und an alle, die jetzt dafür sorgen, dass es die Clubmitglieder erreicht.

Auch wenn die Redaktion (Foto unten) zur Zeit verwaist ist, arbeiten wir dennoch weiter – an spannenden Inhalten für das digitale Magazin des auto touring. Öfters auf www.oeamtc.at/autotouring reinzuschauen lohnt sich also.

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© Helmut Eckler

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