Kia Sportage_HH_1465_4c_CMS.jpg  © Heinz Henninger

Kia Sportage, 2,0 CRDi GT-Line 4WD, Preis: € 41.790,–

© Heinz Henninger

Kia Sportage, 2,0 CRDi GT-Line 4WD, Preis: € 41.790,–

© Heinz Henninger
Juni 2017

Dauertest-Ende: Kia Sportage

Wie viele Liter Diesel wir durchschnittlich tankten, wie sich der kompakte koreanische SUV im Verlauf der 4 Jahreszeiten schlug. Gleich vorweg: viel Positives, wenig Negatives.

Könnten uns Autos über sich selbst bereits mehr mitteilen als akute technische Probleme, unser Dauertest-Sportage (ein 2,0 CRDi GT-Line 4WD, Preis rund 42.000,– Euro) hätte eines mit Sicherheit nicht gemacht: sich über mangelnden Auslauf oder mangelnde Abwechslung beschwert. Er war in den ­Alpen unterwegs, sah das Meer vom Strand aus, durfte als Linkslenker in den Linksverkehr. Hitze, Kälte, Regen, Sonne, Stadt und Land, Solo- und Anhängerbetrieb – wir haben alles gegeben und dem Sportage quasi alles geboten. Umfassender kann ein Dauertest nicht sein, höchstens noch länger.

Zeit für das Fazit, wie gewohnt in Bewegtbild mit Ton – oder Schwarz auf Weiß: 

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Kia Sportage_HH_1376_4c_CMS.jpg  Heinz Henninger © Heinz Henninger
Die Front: Subjektiv beurteilt ist das nicht die Schokoladenseite des Sportage. Außerdem taten wir uns bis zuletzt schwer, im "Tiger Nose"-Kühlergrill das Näschen eben jener Raubkatze wiederzufinden.
Kia Sportage_HH_1971_4c_CMS.jpg  Helmut Eckler © Helmut Eckler
Der Innenraum: großzügiges Platzabgebot, tadellose Verarbeitung und hell – dank des Panorama-Glasdachs. Für Langstrecken-Fahrten hätten sich einige von uns längere Sitzflächen gewünscht. 
Kia Sportage_HH_1481_4c_CMS.jpg  Heinz Henninger © Heinz Henninger
Selten so etwas, aber das Heck kann tatsächlich das bessere (Design-)Ende für sich beanspruchen (Subjektivitäts-Alarm). Der angedeutete Unterfahrschutz ist eher ein optisches Gimmick.

Die positiven Dinge

Trotz der höchst unterschiedlichen Strapazen konnte beim Abschluss-Check kein Mangel festgestellt werden. Der 136 PS starke 2-l-Diesel wirkte im gesamten Testzeitraum souverän, lediglich der etwas zu hohe Verbrauch (7 l/100 km auf der auto touring-Normrunde; 7,6 l/100 km im gesamten Dauertest-Teitraum) fällt auf.

Was den Innenraum betrifft: Ausreichend kräftige Klimaanlage mit logisch arrangierter analoger Regelung, sehr helle Beleuchtung, perfekte Anordnung und Erreichbarkeit der Lenkradtasten (für Telefon, Radio, Tempomat etc.), logisch strukturiertes Multimediasystem. In allen Belangen (Kopf-, Knie- und Beinfreiheit) und auf allen Plätzen absolut ­tadellose Platzverhältnisse, ausreichend großer Kofferraum (491 bis 1.480 Liter), viele brauchbare Ablagen.

Top: die Querverkehrs-Warnung bei Rückwärtsfahrt sowie der gleichmäßig starke Lichtkegel der Frontscheinwerfer.

So eine ordentliche und helle Innenraum-Beleuchtung wünsche ich mir bei jedem Auto.

Günter Rauecker, Redakteur

Die negativen Dinge

Weil vorhin gerade die Güte der Scheinwerfer besprochen wurde: Die Abblendautomatik funktionierte eher träge, die Reaktivierung des Fernlichts haben wir öfters ­manuell eingeleitet. Wenig zufrieden waren wir mit einem weiteren Assistenten, jenem für die Überwachung des toten Winkels. Der warnt so oft, dass man dazu neigt, ihn zu ­ignorieren (und das ist wahrlich nicht Sinn der Sache).

Gegen Ende der Testdauer schien dann auch noch das Radio eine Art Eigenleben zu beginnen, startete trotz astreinen Empfangs plötzlich den Sendersuchlauf. Und: Der Gurtrückzug des Fahrersitzes funktionierte nicht mehr einwandfrei. 

Dieser Totwinkel-Assistent nervt. Er warnt auch vor Autos, die soeben überholt haben bzw. überholt wurden.

Helmut Eckler, Chef vom Dienst

Der finale Check

Abschluss-Check am neuen ÖAMTC-Stützpunkt in Wien-Erdberg. Techniker Daniel Bakosch untersucht unseren Sportage gründlich, Mängel findet er keine.

Kia sportage_EndCheck_april17_HE_042_4c_CMS.jpg Helmut Eckler © Helmut Eckler

Crashtest-Ergebnis & Datenblatt

Kia Sportage_Crash_CMS.jpg Helmut Eckler © Helmut Eckler
Kia Sportage_Kasten_CMS.jpg grafik © grafik

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