OSK_F1-GP_A_Red Bull-Ring_2015-06_HE_2072_CMS.jpg  © Helmut Eckler
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Juni 2016

Formel 1: Kontroll-Einsatz am Red Bull Ring

Ohne die 58 Männer und Frauen der OSK läuft gar nichts beim Formel 1-Grand Prix von Österreich.

Sie agieren fast unbemerkt im Hintergrund, während Kameras und die Augen der Welt auf die Stars gerichtet sind, auf Rosberg, Vettel, Hamilton: Die Funktionäre der OSK (Motorsportkommis­sion des ÖAMTC) sind die Controller, quasi die C.S.I.-Einheit der Formel 1. Die FIA als Weltverband schreibt alle automobilen Weltmeisterschaften aus, somit auch die der Formel 1. Und der ÖAMTC, vertreten durch die OSK, ist heimischer Repräsentant des Weltverbands. 

Der Einsatzgebiet der OSK während des Rennwochenendes ist vielfältig: an der Strecke, in den Boxen, der Rennleitung, oft auch zwischen Reifenstapeln und in der Adminis­tration. OSK-Präsident Harald Hertz wird auch heuer wieder 58 Funktionäre und Technische Kommissare entsenden, um einen reibungslosen, fairen Ablauf des bedeutendsten heimischen Motorsport-Events zu garantieren: des Grand Prix von Österreich von 1. bis 3. Juli auf dem Red Bull Ring in Spielberg.

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Harald Hertz erklärt: "Unsere Cheftechniker Max Lang und Franz Zehethofer leiten die Delegation, die gewährleistet, dass in punkto Sicherheit und Technik alles korrekt abläuft. Max Lang berichtet direkt an Jo Bauer, den Technischen Formel-1-Leiter der FIA."

Die Haupt-Aufgaben der Scruntineers, der Technischen Kommissare, sind die Überprüfung der Reifen-Barcodes, der aerodynamischen Abmessungen wie etwa die Abstände der Flügel, der Bodenfreiheit und – als wichtiger Sicherheitsaspekt – die Durchmesser-Messung des Tunnels zu den Pedalen. Ein entscheidender Faktor für einen schnellen Notausstieg des Piloten. Hierfür werden Schablonen verwendet, die auch den Mechanikern der Teams beim Zusammenbauen der Autos zur Verfügung stehen. Penibel die Kontrolle des Gesamtgewichts: Fahrer, Helm, Auto.

Cheftechniker Lang weiß: "Das ist das Feld, auf dem am öftesten versucht wird zu schummeln." Daher werden die Piloten, noch im Auto sitzend, unbemerkt von den Fernsehzuschauern, auch zwischen den Qualifikations-Sessions im Parc Ferme gewogen.

Mit Eva Nebenmayer stellt die OSK auch die Rennsekretärin. Eine Schlüsselperson, denn sie ist die Verbindung zwischen der OSK und dem Veranstalter.

Walter Jobst ist einer der drei Stewards – die Schiedsrichter des Rennens, die letztendlich über Strafen zu entscheiden haben. Und Martin Suchý wird auch heuer wieder mit Charlie Whiting in der Race Control sitzen. Last but not least, quasi als Höhepunkt, wird ÖAMTC-Präsident Werner Kraus den Siegerpokal überreichen, um dann eiligst vor der Champagnerdusche zu flüchten.

So funktioniert das Netzwerk ÖAMTC, FIA und OSK

Die FIA als Motorsport-Weltverband schreibt die Autosport-Weltmeisterschaften aus, allen voran die Formel-1-WM. Der ÖAMTC ist österreichischer Vertreter der FIA und vertritt somit über seine Sportkommission OSK den Autosport in Österreich.

Wie bei allen Autosportveranstaltungen muss das Ansuchen um einen WM-Lauf vom nationalen Sportverband an die FIA erfolgen.

Falls ein WM-Lauf zugesprochen wird, trägt der nationale Sportverband die sportrechtliche Verantwortung gegenüber der FIA, wie etwa die Einhaltung der Reglements und der Sicherheitsauflagen. Dies wird durch umfangreiche Organisations-Manuals, Reglements und Verträge zwischen FIA und nationalem Sportverband (ÖAMTC/OSK Motorsport) sichergestellt. ÖAMTC/OSK Motorsport trifft im Gegenzug entsprechende Vereinbarungen und Verträge mit dem Veranstalter.

ÖAMTC/OSK Motorsport stellt auch die notwendigen Funktionäre – wie Technische Kommissare, Sportkommissare – und haftet für deren Arbeit, womit auch deren Know-how sicher gestellt sein muss.

Weiters nominiert die Sportkommission auch einen der 3 Stewards; auch für die Rahmenserien wie GP2, GP3 und Porsche Supercup, und verantwortet damit die Entscheidungen des Rennwochenendes mit.

http://www.osk.or.at

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