Du bist in Wien geboren und im Burgenland aufgewachsen. Wie bist du ausgerechnet in der US-amerikanischen Football-Profiliga NFL gelandet?
Wie so viele Burschen in Österreich habe ich zuerst mit Fußball und Skifahren begonnen. American Football war für mich als Kind überhaupt noch kein Thema. Als mein Vater aber ins Burgenland umgezogen ist, habe ich dort ein paar Jungs auf der Straße beim Football-Spielen beobachtet, spontan mitgemacht und gemerkt, wie viel Spaß es macht, den Ball einfach hin- und herzuschupfen. 2011, da war ich 14, haben wir dann das "Tryout" (eine Talentsuche, Anm.) der Vienna Vikings entdeckt, und mein Vater ist mit mir dorthin gefahren. Das war der Anfang.
2018 bist du dann in die USA gezogen, hast in Michigan studiert und College-Football gespielt. 2022 holten dich die Indianapolis Colts in die NFL. Was ist dir damals durch den Kopf gegangen?
Da ist man natürlich schon Monate davor tief in diesem Prozess drinnen. Man sucht sich einen Sport-Agenten, nimmt an sogenannten All-Star-Games teil, führt laufend Gespräche mit Teams und trifft wichtige Entscheidungsträger. Deshalb war die berühmte "Draft"-Nacht, in der ich 2022 für die NFL ausgewählt wurde, für mich gar kein so plötzlicher Schock, sondern eher der Abschluss eines langen Weges.
Kommentare