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März 2018

Sechzehn Gewinner

Überraschung beim Marcus, dem Autopreis des ÖAMTC, der heuer zum 6. Mal vergeben wurde: Gleich in drei Kategorien teilten sich zwei Autos den ersten Platz.

Zum sechsten Mal verlieh der ÖAMTC Mitte März seinen Autopreis Marcus an Neuerscheinungen des vergangenen Jahres auf dem österreichischen Pkw-Markt. Rund 200 geladene Gäste aus der Automobil- und Versicherungsbranche, aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik fanden sich im ÖAMTC Mobilitätszentrum in Wien-Erdberg ein und erlebten eine spannende und unterhaltsame Preisverleihungs-Gala. Durch die Veranstaltung führte ORF-Sportmoderatorin Kristina Inhof.

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Chris Boos über Künstliche Intelligenz

Der Gründer und CEO der Firma arago, Chris Boos, nahm die Gäste mit auf eine Gedankenreise in die Zukunft. Durch selbstfahrende Autos könnten in Zukunft weniger Fahrzeuge notwendig sein, sagte er in seiner Keynote, gleichzeitig dürfte aber die Anzahl gefahrener Kilometer stark nach oben gehen – weil die Kosten für die Konsumenten "massiv sinken" würden.

Um bis zu 90 Prozent könnten die Ausgaben fürs Autofahren pro gefahrenem Kilometer zurückgehen, sagte Boos. Außerdem werden künftig mit einem einzelnen Pkw mehr Kilometer gefahren, glaubt der Experte, was das Fahrzeug wirtschaftlicher macht. Die gute Nachricht für die Gäste des Marcus: Die Automobilindustrie habe die besten Voraussetzungen, die bevorstehenden Veränderungen der Mobilität zu bewältigen. Sie traue sich nur zu wenig.

Die Akzeptanz der Konsumenten sei jedenfalls da, ergänzte ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold. In einer Umfrage unter 3.000 Verbrauchern in den USA, Deutschland und China gaben im Vorjahr 75 Prozent an, KI-Anwendungen, die den Komfort erhöhen, positiv gegenüber zu stehen.

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1 Keynote Speaker Chris Boos erklärte, was Künstliche Intelligenz für die Mobilität bedeutet. © ÖAMTC/APA-Fotoservice/Hörmandinger

2 ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold hieß Chris Boos in Wien willkommen… © ÖAMTC/APA-Fotoservice/Hörmandinger

3 … und hielt mit ihm vor der Marcus-Verleihung ein Pressegespräch ab. © ÖAMTC/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Der Marcus ist kein Autopreis wie jeder andere. Es geht hier nicht um einen Beliebtheits- oder Begehrlichkeitswettbewerb, sondern um knallharte Fakten. Laut Umfragen des ÖAMTC sind es vor allem zwei Fragen, die sich Autokäufer vor der Kaufentscheidung stellen: Wie stark das ins Auge gefasste Fahrzeug die Haushaltskasse belasten wird und wie gut es im Falle eines Unfalls seine Insassen schützt.

Genau diese beiden Kriterien bewerten ÖAMTC-Experten für alle im Vorjahr neu auf den Markt gekommenen Pkw, die in folgende sechs Fahrzeug-Kategorien eingeteilt wurden:

  • Kleinwagen
  • Kompaktwagen
  • Mittelklasse
  • Kompakte SUV & Geländewagen (bis 4,5 Meter Länge)
  • Große SUV & Geländewagen (über 4,5 Meter Länge)
  • Luxusklasse (Listenpreis über € 60.000,–)

Wertung 3: Der Wegweiser

Eine Jury von sechs unabhängigen Automobilexperten einigte sich auf eine innovative Technologie, die sie mit dem "Wegweiser" auszeichnete. Ihre Wahl fiel auf den riemenlosen 48-Volt-Mildhybrid-Benzinmotor M256 von Mercedes-Benz. ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold erklärt: "Dieses Konzept ist ein wichtiger Schritt in Richtung Hybridisierung des Verbrennungsmotors und hilft, den Ausstoß von CO2 und Schadstoffen zu reduzieren."

Unter anderem ausschlaggebend für die Entscheidung ist, dass sich das Konzept auf einem breiten Markt durchsetzen kann. Die Expertenjury sieht das beim M256 als gegeben. "Diese Technik wird vom Hersteller nach und nach für die gesamte neue Motorenbaureihe eingeführt. Dadurch, so die Meinung unserer Jury, ergibt sich eine enorme Hebelwirkung", sagt der ÖAMTC-Direktor.

Die Jury unter Vorsitz des ÖAMTC-Cheftechnikers Max Lang besteht aus

  • Herbert Demel, ehemaliger Audi- und Fiat-Chef,
  • Bernhard Geringer, Vorstand des Instituts für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik an der TU Wien,
  • Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik des ADAC,
  • Hans Peter Lenz, Doyen der österreichischen Automobiltechniker und Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK),
  • Cornelia Lex, stv. Leiterin des Forschungsbereichs Fahrerassistenz, Fahrdynamik und Fahrwerk am Institut für Fahrzeugtechnik der TU Graz, sowie
  • Peter Schöggl, Leiter des Geschäftszweigs Racing, Fahrzeugentwicklung und -technologie, Antriebssysteme, AVL List GmbH. 
16C968_05.jpg Werk © Werk
Der riemenlose 48-Volt-Mildhybrid-Benzinmotor M256 von Mercedes-Benz.

… und das sagen die Gewinner:

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16. März 2018, ÖAMTC Mobilitätszentrum, Wien

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