Kamiq 026.jpg Erich Reismann
© Erich Reismann
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Mai 2024

Neuer Look, erprobte Basis

Škoda frischt sein kleinstes SUV auf: Was hat die aktuelle Generation des Kamiq zu bieten.

Škoda verpasst dem Kamiq, dem kleinsten, gut 4,2 Meter langen SUV und Schwestermodell von Seat Arona und VW T-Cross, ein Facelift. Zu den wichtigsten Updates zählen unter anderem neue Designelemente an Front und Heck, optional sind ab sofort auch LED-Matrix-Scheinwerfer bestellbar.

Zur Einordnung: Der größere Bruder des Kamiq ist der rund 20 Zentimeter längere Karoq, noch größer und optional auch als Siebensitzer bestellbar ist der 4,76 Meter lange Kodiaq. Weitere Mitbewerber des Kamiq: Kia Stonic, Renault Captur oder Toyota Yaris Cross.

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Škoda Kamiq

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1 Der im Vergleich zu seinen Technikbrüdern Seat Arona und VW T-Cross längere Radstand macht sich nicht nur beim Platzangebot, sondern auch beim Fahrkomfort bemerkbar. © Erich Reismann

2 Der senkrechter stehende Kühlergrill lässt das kleine SUV bulliger als bisher dastehen. Das klassische Gesicht mit den beiden waagrechten Leuchten über den Scheinwerfern blieb erhalten. © Erich Reismann

3 Der große schwarze Diffusor am Heck lässt den Kamiq breiter wirken, als er tatsächlich ist. Die Einzelbuchstaben des Škoda-Schriftzugs am Heck entsprechen der neuen Markenidentität des Herstellers. © Erich Reismann

Innere Werte

Obwohl der Kamiq einen Hauch kürzer als ein VW Golf ist, bietet er dessen luftigen Innenraum und einen etwas geräumigeren Kofferraum. Vor allem im Fond sind sogar Großgewachsene bestens aufgehoben. Bei den Konzernbrüdern Seat Arona und VW T-Cross wird es in der zweiten Reihe schon etwas enger. Auffallend bequem im Kamiq: die gut konturierten und erfreulich langstreckentauglichen ­Sitze.

Ganz und gar nicht kleinlich präsentiert sich der Kofferraum. Der nimmt’s auch mit dem Gepäck einer dreiköpfigen Familie locker auf, dank höhenverstellbarem Ladeboden und geteilt vorklappbaren Rücksitzlehnen ist das Volumen für einen Kleinwagen mehr als passabel.

Die verbauten Materialien sind dank des Facelifts jetzt hochwertiger, das Cockpit ist übersichtlich und aufgeräumt, die Bedienung über den optionalen 9,2-Zoll-Touchscreen ist denkbar einfach. Gewöhnungsbedürftig ist lediglich die Menüführung via Lenkradtasten, dessen Dreh-Drück-Rad einiges an Gewöhnung erfordert.

Wieselflink, aber nicht günstig

Mit dem gut gedämmten, 150 PS starken Benziner geht’s jederzeit flott voran, der Verbrauch bleibt im Rahmen. Im Test auf der auto touring-Normrunde waren es passable sechs Liter pro hundert Kilometer. Das straff abgestimmte Fahrwerk filtert auch grobe Schläge überraschend gut.Tipp: Die am Testwagen verbauten 18-Zoll-Räder erhöhen den Abrollkomfort nicht wirklich. Top: Die direkte Lenkung sorgt für ein extrem agiles Handling.

Ein absolut empfehlenswertes Extra ist neu: Gegen Aufpreis gibt es für den Kamiq ab sofort Scheinwerfer mit Matrix-Licht. So ist dauerhaftes Fahren mit Fernlicht möglich, ohne andere unnötig zu blenden

In der Topausstattung "Monte Carlo" inklusive Automatik (Siebengang-Doppelkupplung) und reichhaltiger Serienausstattung nicht wirklich günstig. Sinnvolle Alternative: Der ebenfalls ausreichend stark motorisierte Ein-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 115 PS ab 26.790 Euro. Wer auf das sanft schaltende Doppelkupplungsgetriebe nicht verzichten möchte, muss gut 2.000 Euro drauflegen. Tadellos: die serienmäßige Fünfjahres-Garantie.

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