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Qashqai in dritter Generation. Wahlweise mit 140 oder 158 PS, motorisch immer ein Mild-Hybrid, Preise ab 26.598 Euro. 

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Qashqai in dritter Generation. Wahlweise mit 140 oder 158 PS, motorisch immer ein Mild-Hybrid, Preise ab 26.598 Euro. 

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Juli 2021

Nissan Qashqai (der Dritte)

7 Dinge, die man über das Urenkerl des Kompakt-SUV-Klasse-Mitbegründers wissen sollte. Inklusive erster Eindrücke, Preise, Modellübersicht und Video. 

Was fällt Ihnen, werter Leser, werte Leserin, bei dieser Zahlenreihe auf: 2007, 2014, 2021? Richtig, zwischen den Jahreszahlen klafft jeweils eine Lücke von sieben Jahren. Und da wir hier ja über den neuen Nissan Qashqai berichten, liegt die Vermutung nahe, dass in diesen Jahren stets ein neues Qashqai-Modell seine Premiere gefeiert hat – ergo sind wir nun bei der dritten Generation.

Die beiden vorherigen verkauften sich aus Sicht von Nissan übrigens blendend, weit über fünf Millionen verkaufte Exemplare schüren daher auch eine eine gewisse Erwartung an den Nachfolger. Bevor wir nun so richtig ins Detail gehen, sei vorab schon einmal kundgetan: Handwerklich überzeugt uns der Neue, die gründliche Überarbeitung hat sich spürbar ausgezahlt, ein insgesamt sehr stimmiger Eindruck ist die erfreuliche Folge.

Handhabung, Platzangebot, Materialanmutung, Fahrverhalten – hier sind die Verbesserungen am deutlichsten spürbar. Sichtbar sind die Veränderungen sowieso, außen noch deutlicher als im Innenraum.

Aber sehen und lesen Sie doch einfach selbst, wir haben die wichtigsten Informationen in sieben Punkten zusammengefasst.

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2021 06 01 All-New Nissan Qashqai Static Hi (4).JPG-1200x800_CMS.jpg Werk © Werk

1. Der Neue ist größer

Das Wachstum fand in jede Richtung statt. Von vorne nach hinten kamen 3,5 Zentimeter dazu, von links nach rechts ebensoviel, in der Höhe waren es lediglich ein paar Millimeter und beim Radstand rund zwei Zentimeter. Davon profitieren vor allem die hinten Sitzenden (mehr Bein- und Kopffreiheit) und das Ladeabteil mit einem Zuwachs von 74 Litern (immerhin die Füllmenge eines ausgewachsenen Reiserucksacks). Im Normalzustand fasst der Kofferraum nun 504 Liter, mit umgeklappten Rücksitzen gehen sich sogar fast 1.600 Liter aus. Tadellos.

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2. Motorisierungen und Antriebsvarianten

Basis für alle Antriebs- und Leistungs-Varianten ist der so genannte 1,3 DIG-T Mild Hybrid, ein Turbo-Benzinmotor mit 1.332 Kubik Hubraum, der die aktuelle Abgasnorm EURO 6d-ISC-FCM erfüllt. 

Beginnen wir bei der Leistung: 140 und 158 PS stehen zur Auswahl. Die schwächere der beiden Versionen ist ausschließlich in Kombination mit einer 6-Gang-Handschaltung  zu haben. Für den 158-PS-Benziner hingegen gibt es mehrere Optionen – einerseits die Wahl zwischen Handschaltung und Automatikgetriebe, andererseits bei Automatik-Modellen die Wahl zwischen Allrad- und Frontantrieb.

Eine Dieselversion ist nicht geplant.

3. Ausstattungslinien & Preise

Nissan-Kunden werden die verlautbarten Ausstattungslinien wohl vertraut vorkommen – wir beginnen beim Basismodell und enden bei der Vollausstattung: Visia, Acenta, N-Connecta, Tekna und Tekna+

Das Preisspektrum beginnt derzeit bei 26.589 Euro (140 PS, Visia) und endet bei 47.139 Euro (dafür gibt's den 158-PS-Benziner mit Automatik und Allrad). Laut Nissan Österreich entscheidet sich die große Mehrheit der Qashqai-Kunden für die goldene Mitte, soll heißen: handgeschalteter 140-PS-Benziner mit N-Connecta-Ausstattung.  

4. Wie er sich fährt

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Im Vergleich zum Vorgänger fällt uns zunächst das gediegenere Abrollverhalten auf. Kleine Unebenheiten filtert das Fahrwerk gut weg, größere Löcher poltern hingegen hart durch, insgesamt betrachtet ist es eher straff abgestimmt. In Kombination mit der angenehm direkt ausgelegten Lenkung ergibt sich so jedenfalls ein recht harmonischer Gesamteindruck.

Ob man nun besser zum 140 oder zum 158 PS starken Mild-Hybrid greift, ist wohl eher eine Frage der persönlichen Erwartungshaltung, eine prinzipielle Empfehlung wollen wir an dieser Stelle keine aussprechen. Im Rahmen einer kurzen ersten Ausfahrt hatten wir auch die Gelegenheit, das neue CVT-Getriebe (vulgo Automatik) auszuprobieren – erster Eindruck: Arbeitet meist unauffällig und ruckfrei, bei spontan geäußerten Beschleunigenwünschen vergeht allerdings eine Gedenksekunde, bevor das System reagiert. 

5. Wie der Innenraum aussieht

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1 Hochwertige Materialien, gut greif- und erreichbare Tasten bzw. Drehregler. Erfreulich: Wichtige Funktionen wie Klima- und Audiosteuerung wurden nicht in den Untiefen des Multimedia-Systems platziert, sondern sind rasch und unkompliziert per Tastendruck regelbar. © Werk

2 Der voll digitale, 12,3 Zoll große TFT-Bildschirm ist gut ablesbar, aber nicht Teil der niedrigeren Ausstattungsvarianten. Er ist erst aber der N-Connecta-Ausstattung an Bord. © Werk

3 Dürfen wir Ihr Augenmerk auf das blaue Symbol lenken? Dahinter verbirgt sich der so genannte Pro Pilot, ein Fahrassistenzsystem, das z.B. auf der Autobahn die Geschwindigkeit dem Verkehr anpasst und auch die Spur hält. Erster Eindruck der neuen Version: Funktioniert tadellos.  © Werk

6. Ahnenkunde

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2015_Nissan_Qashqai_Suedtirol_HH_9933_2015_CMS.jpg Heinz Henninger 2
Nissan Qashqai Event Wien 2021 029-1200x801_CMS.jpg Werk 3

1 Generation 1 – wurde von 2007 bis 2014 verkauft, war ein Mitbegründer der Kompakt-SUV-Klasse und ein echter Bestseller. Führte in Österreich monatelang die entsprechende Zulassungsstatistik an, zwei Jahre nach der Markteinführung wurde eine größere Version mit längerem Radstand (der Qashqai+2) nachgereicht.  © Alexander Fischer

2 Generation 2 – verkauft von 2014 bis 2021, größer und erwachsener als sein Vorgänger, war in unserem Dauertest-Fuhrpark ein gern gesehener Gast (hier geht's zum Endbericht). © Heinz Henninger

3 Generation 3 – auch diesen Qashqai werden wir demnächst einem 12-Monate-Dauertest unterziehen. Wir sind schon neugierig, ob er an den positiven Eindrücken seiner Vorgänger auch über die Langdistanz anknüpfen kann. © Werk

7. Das Video

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