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© Erich Reismann
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September 2020

Hoch- und Tiefbau

Zu ebener Erde und erster Stock: Wir spannen den viersitzigen SUV VW T-Roc mit der Roadster-Ikone Mazda MX-5 zusammen.

Dass SUV beliebt sind, weiß man. Ein Cabrio ist lässig. Warum also nicht beides kombinieren? Ein Hersteller hat das schon einmal probiert, nämlich Land Rover mit dem teuren und ziemlich plump wirkenden Range Rover Evoque Cabrio. Ohne Erfolg, wie sich rasch zeigte. Jetzt will es also VW mit dem offenen Kompakt-SUV T-Roc wissen.

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1 Von oben nach unten. In der Höhe unterscheiden sich der zweisitzige Mazda MX-5 (vorne) und das viersitzige VW T-Roc Cabrio um satte 30 Zentimeter.  © Erich Reismann

2 Die magische Formel für perfekten Fahrspaß im Kult-Roadster MX-5: Motor vorne, Antrieb hinten und eine ausgewogene Gewichtsverteilung. © Erich Reismann

3 Das neue SUV-Cabrio von VW bedient sich am T-Roc, nimmt ihm zwei Türen weg und stülpt sich das Stoffverdeck des Golf drauf. © Erich Reismann

Hoch hinaus

Die Ausgangslage ist gut, denn der T-Roc ist beliebt und aktuell das meistverkaufte SUV in Österreich. Die Cabrio-Version ist derzeit nur als Benziner mit einem Einliter-Dreizylinder mit 115 PS oder wie in der von uns getesteten Variante mit einem 1,5-l-Vierzylinder mit 150 PS zu ­haben. Letztere ist bei den Kunden eindeutig die erste Wahl. Der Open-Air-Aufschlag zum jeweils „normalen“ T-Roc liegt übrigens bei rund 8.000 Euro.

Wie fühlt es sich also an? Man sitzt höher. Ungewohnt für Cabriofahrer, logisch für SUV-Fans. Und man hat Platz. Sowohl für die Insassen (enger wird es höchstens für die Knie in der zweiten Reihe) als auch fürs Gepäck. Der Kofferraum ist absolut brauchbar, für sperrige Gegenstände können sogar die Rücksitzlehnen vorgeklappt werden.

Rauf und runter

Beim Fahren überraschte das offene SUV mit erstaunlich sanftem Abrollkomfort. VW-typisch ist das überaus agile Handling. Schwerer tut sich das SUV-Cabrio beim Anfahren. Vor allem beim Ampelstart spürt man das im Vergleich zum T-Roc mit festem Dach höhere Eigengewicht. Und die verzögert ansprechende Gasannahme des Automatikgetriebes sorgt mitunter für heikle Situationen, wenn man sich in den fließenden Verkehr einfädeln möchte. Der Verbrauch von rund 7,5 Liter Superbenzin pro hundert Kilometer ist noch akzeptabel.

Perfekt dafür: das in gut zehn Sekunden und bis 30 km/h elektrisch öffnende und schließende Verdeck sowie die erstaunlich verwindungssteife Karosserie.

Den Asphalt spüren

Es geht aber auch eine Etage tiefer. In kaum einem anderen Auto ist der Fun-Faktor höher als im klassischen zweisitzigen Roadster Mazda MX-5. Eine Sitzposition nahe am Asphalt (trotzdem wünscht man sich den Fahrersitz noch eine Spur tiefer), ex­trem agiles Handling und ein kleines Stoffverdeck, das man in maximal drei Sekunden per Hand öffnet oder schließt.

Passend zum 100-jährigen Firmenjubiläum haben die Japaner ein Sondermodell namens "Edition 100" aufgelegt. Das ist an seinem auffällig roten Nappaleder für Sitze, Armaturenbrett und Türverkleidungen sowie ­außen an schwarz lackierten Außen­spiegeln und speziellen Alurädern erkennbar.

Als Antrieb kommt in der Softtop-Version ausschließlich der vollkommen ausreichende 132 PS starke Vierzylinder-Benziner zum Zug, die ebenso fesche RF-Variante mit klappbarem Hardtop hat dagegen nur die 184 PS starke Variante unter der Haube.

VW T-ROC_MAZDA MX-5 SkyactivG_er025_CMS neu.jpg Erich Reismann
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