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Großbritannien: Was bedeutet der Brexit für Reisende?

London (RMS) © Pixabay
London (RMS) © Pixabay

Die geplante Austritt Großbritanniens aus der EU nimmt langsam Gestalt an. Ein Jahr nach dem Referendum, bei dem sich die Bevölkerung mit knapper Mehrheit für den Brexit entschieden hatte, haben im Juni die offiziellen Austrittsverhandlungen begonnen. Die gute Nachricht: Für Reisende ändert sich bis mindestens März 2019 nichts.

Die wichtigsten Fakten

Die bereits bisher geltenden Einreise- und Zollbestimmungen sowie alle übrigen bestehenden Regelungen, insbesondere die Freikontingente beim Warenverkehr innerhalb der EU, bleiben bis auf Weiteres in Kraft. Der Grund: Die Bedingungen des EU-Austritts müssen erst zwischen London und Brüssel verhandelt werden. Dieser Prozess dürfte bis Frühjahr 2019 dauern. Erst danach wird feststehen, auf welche Neuerungen sich Reisende einstellen müssen.

Nicht auszuschließen ist, dass Deutsche, die länger als drei Monate in Großbritannien bleiben wollen, dann ein Visum benötigen. Eine Visumspflicht für normale Urlaubsreisen halten Experten aber für extrem unwahrscheinlich.

Übrigens: Grenzkontrollen gibt es auch bislang schon, denn Großbritannien gehört nicht zum Schengen-Raum.

Auswirkungen auf den Tourismus

Positive Auswirkungen für Urlauber hat derzeit der Wechselkurs: Der Brexit-Beschluss hat zu einer deutlichen Abwertung des Britischen Pfunds geführt. Reisende aus Euro-Ländern können also vorerst günstiger Urlaub im Vereinigten Königreich machen.

Langfristig befürchtet die Tourismusindustrie allerdings negative Folgen. Manche Fluggesellschaften könnten ihre Ticketpreise erhöhen. Auch bei den Fähr- und Fluggastrechten drohen Urlaubern Verschlechterungen. Überdies könnte der Mitte Juni in Kraft getretene Wegfall der Roaming-Gebühren innerhalb der EU dann nicht mehr für Besucher auf der Insel gelten. Die Folge: Die Handy-Gebühren wären im Vergleich zu den übrigen EU-Staaten deutlich höher.

Derzeit ist auch völlig unklar, was der Brexit für Reisen zwischen der Republik Irland und Nordirland bedeuten wird. Die derzeit offene Grenze innerhalb der Grünen Insel würde dann zu einer EU-Außengrenze.

Neues Unabhängikeitsreferendum in Schottland?

Ebenfalls langfristige Folgen für Reisende könnte die Entwicklung in Schottland haben. Die schottische Regionalregierung plant ein neues Unabhängigkeitsreferendum, sobald feststeht, was der Brexit konkret bedeutet (eine erste Abstimmung war 2014 gescheitert). Die Abhaltung des Urnengangs benötigt allerdings die Zustimmung der Regierung in London. Im Gegensatz zum übrigen Großbritannien hat sich die schottische Bevölkerung beim Brexit-Referendum mit deutlicher Mehrheit (62 Prozent) für eine EU-Mitgliedschaft ausgesprochen. Ein unabhängiges Schottland würde daher einen Verbleib in der EU beziehungsweise eine neue EU-Mitgliedschaft anstreben.

Quelle: ADAC

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