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DruckenGriechenland: Landwirt:innen blockieren Autobahnen und Grenzen
Wer derzeit mit dem Auto in Griechenland unterwegs ist, sollte über ein großes Zeitpolster verfügen. Denn auch im neuen Jahr ist mit weiteren Straßenblockaden zu rechnen.
Verzögerungen an Verkehrsknotenpunkten
In Griechenland kommt es seit Anfang Dezember 2025 zu erheblichen Verzögerungen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Grund dafür sind wütende Landwirt:innen, die mit ihren Traktoren immer wieder wichtige Verkehrsrouten des Landes blockieren. Dadurch kommt es für Auto- und LKW-Fahrende häufig zu stundenlangen Verspätungen.
Die Blockaden erstrecken sich unter anderem über Teilabschnitte der wichtigen Nord-Südautobahn A1 zwischen Thessaloniki und Athen sowie über mehrere Grenzübergänge am Balkan (Bulgarien, Nordmazedonien, Türkei und Albanien), aber auch Mautstellen, Flughäfen und Hafengebiete sind des Öfteren von den Sperren betroffen. Die Proteste weiten sich auf immer größere Teile des Landes aus, was eine Vorhersage der konkreten Blockadeziele zusätzlich erschwert.
Forderung nach Subventionen
Hintergrund der Proteste ist die Forderung der Landwirt:innen nach staatlichen Agrarsubventionen. Mit den Straßenblockaden möchten die Landwirt:innen auch ein Zeichen gegen gestiegene Produktionskosten und niedrige Löhne setzen. Die griechische Regierung hat sich mittlerweile zu ersten Gesprächen bereiterklärt, stellt allerdings auch gleichzeitig ein Ultimatum, strenger gegen die Landwirt:innen vorzugehen, sollten diese ihre Proteste nicht bald beenden. Ein Ende der Protestaktionen ist vorerst aber nicht in Sicht.
Quelle: ADAC