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Juni 2017

The best Mischmasch ever?

Vom Roller das Easy Going, von der Enduro die Schotter-Tauglichkeit, vom Motorrad die Onroad-Performance – der Honda X-ADV ist ein erstaunliches Zwitterwesen. 

Bei der Beschreibung eines Etwas, das möglichst viele unterschiedliche Eigenschaften in sich vereint, wird gerne der Begriff der "eierlegenden Wollmilchsau" bemüht. Im automobilen Bereich erlebten wir die Strapazierung dieses Begriffs zuletzt in Bezug auf die gewaltige Modelloffensive entlang der so genannten SUVs, bei den Zweirädern hie und da dann, wenn von den großen Reiseenduros die Rede war. Aber wirklich passend war diese Zuschreibung nie. 

Nun aber hat Honda den X-ADV auf den Markt gebracht – und nichts ist so, wie es früher einmal war. Große Worte für ein 12.000-Euro-Gerät, dessen sind wir uns durchaus bewusst. Deswegen werfen wir hier einfach einen alten Werbespruch ein: Nur der Vergleich macht Sie sicher. 

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Wir attestieren dem Honda X-ADV nicht nur ein sehr…
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… uniques Aussehen, sondern auch eine ebensolche Wesensart. 
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Beide genannten Eigenschaften übrigens mit positiv besetzter Konnotation.  

Was ist der X-ADV?

Optisch eher ein Roller, technisch fast schon ein Motorrad. In dieser Kombination, also Roller-Optik plus leichte Offroad-Tauglichkeit plus Doppelkupplungs-Getriebe, jedenfalls absolut einzigartig. 

Wie sich der X-ADV fährt.

Da müssen wir zu allererst das Doppelkupplungs-Getriebe loben, denn es funktioniert (für unser Empfinden) beinahe perfekt. Zwar werden die Gangwechsel meist von einem lauten „Klack“ begleitet, aber Schalt-Zeitpunkt und -Geschwindigkeit sind absolut tadellos. Insgesamt stehen ­übrigens vier Automatik-Modi zur Verfügung (einer zum entspannten Cruisen, drei sportliche). Manuell kann auch geschaltet werden (machten wir praktisch nie).

Vom Getriebe abgesehen: erstaunlich komfortabel abgestimmtes Fahrwerk, das dennoch eine sportliche Fahrweise zulässt. Passable Schotterstraßen-Tauglichkeit. Gut dosierbare Bremsanlage, toller Windschutz. Ebenfalls positiv: der Durchschnittsverbrauch von exakt 4 l/100 km.

Lediglich mit der Sitzposition haderten wir bis zum Testende, drei Dinge waren es, die uns konkret störten:

  1. die sehr breitbeinige Sitzposition (bedingt durch das technische Konzept),
  2. der eher enge Kniewinkel.
  3. Für Schuhgröße 45 ist das Trittbett fast schon zu schmal bzw. zu kurz. Die breite Bauform in Kombination mit der eher hohen Sitzposition (Sitzhöhe 820 Millimeter) erschwert kleineren Fahrern darüber hinaus die Handhabung.

Ist der X-ADV die 12 Tausender wert?

12.290 Euro sind auf den ersten Blick ganz schön happig. Und das ist auch nur der Basispreis, mit ein paar Extras wird das noch mehr. Angesichts der tollen Technik, der sehr guten Verarbeitung und der ebenso guten Ausstattung finden wir den Preis allerdings durchaus fair.

Und um auch die eingangs aufgeworfene Frage endgültig zu beantworten: Ja, der Honda X-ADV ist "the best Mischmasch ever".

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