Honda_CBR500R_Mai16_HH_9928_CMS.jpg  © Heinz Henninger

Honda CBR 500R, Jahrgang 2016: Ein feines Motorrad, ideal für Führerschein-Neulinge mit einem Faible fürs Sportliche. Preis: 6.990 Euro.

© Heinz Henninger

Honda CBR 500R, Jahrgang 2016: Ein feines Motorrad, ideal für Führerschein-Neulinge mit einem Faible fürs Sportliche. Preis: 6.990 Euro.

© Heinz Henninger
Juni 2016

Auf die Knie: Honda CBR 500R

Hier kommt die neue Honda CBR 500R. Bereit, um mit dem Nachwuchs die sportliche Gangart zu üben. Bereit, um das städtische Gewurl schmerzfrei zu überstehen. Führerscheinklasse A2-tauglich. Ehrlich, die ist erstaunlich vielseitig. Und sieht seit heuer auch noch gut aus.

Apropos Aussehen: Dass ich schön langsam in das Lager der Älteren wechsle, merke ich glücklicherweise noch nicht am einsetzenden Wachstum der Geheimratsecken oder einer höher werdenden Stirn. Aber wenn ich daran denke, welche Eisen ich seit der Führerschein-Aneignung fahren durfte, die damals noch relativ neu waren, dann erklärt das doch die eine oder andere Falte im Gesicht. (Und das eine oder andere "Sie" jüngerer Gesprächspartner).

Werbung
Honda_CBR500R_Mai16_HH_0192_CMS.jpg Heinz Henninger © Heinz Henninger

Im krassen Gegensatz zu meinem Gesicht steht also die funkelnagelneue Honda CBR 500R: Glatt und makellos straff ist ihr Design, seit heuer sogar überraschend emotional und spannend – und in Details wirklich hübsch gemacht (das war nicht immer so). Offenbar hat es sich also bis zu den obersten Entscheidungsträgern des Honda-Imperiums herumgesprochen, dass Qualität und Gutmütigkeit alleine noch keine Führerschein-Neulinge auf eine kleine CBR bringen, sondern eher zur mutiger gezeichneten Konkurrenz. Dahin gehend: Gut gemacht, Honda.

Honda_CBR500R_Mai16_HH_0200_CMS.jpg Heinz Henninger 1
Honda_CBR500R_Mai16_HH_0164_CMS.jpg Heinz Henninger 2
Honda_CBR500R_Mai16_HH_0174_CMS.jpg Heinz Henninger 3

1 Es gab Zeiten, da entstand der Eindruck, dass Design im Honda-Lager eher als Fleißaufgabe verstanden wurde. Bei der neuen CBR 500R hingegen stand es offenbar im Pflichtenheft. Gut so, an diesem Heck gibt es jedenfalls nichts auszusetzen. © Heinz Henninger

2 Sogar das Cockpit sieht nun einigermaßen fesch aus, gibt Auskunft über Geschwindigkeit, Drehzahl, Verbrauch, Tages- und Gesamt-Kilometerstand. © Heinz Henninger

3 Einzelne Bremsscheibe im Wellen-Look. Die Bremse selbst lässt sich fein dosieren, ist ausreichend kräftig. © Heinz Henninger

Die Optik ist nebensächlich?

Gut, dann widmen wir uns nun dem Fahren. Die Hauptnachricht lautet: Sie bereitet auf der Straße und auf kleinen Rennstrecken viel Vergnügen. Tatsächlich ist sie in der Summe ihrer Eigenschaften vor allem ein wahrhaft gutmütiges Ding mit kommoder Sitzposition, weder ultrahandlich noch träge. Ihr Zweizylindermotor stellt 48 PS zur Verfügung, exakt einjustiert für die Führerscheinklasse A2. 

Diesem Motor attestieren wir ordentliche Drehfreudigkeit, eine sehr gleichmäßige Kraftentfaltung, aber auch einige störende Vibrationen bei höheren Drehzahlen (spürbar in den Fußrasten und hörbar durch die zeitweise dröhnende Verkleidung). Während die Vibrationen eher der kaum eingefahrenen Testmaschine zuzuschreiben sind, sorgen die beiden anderen Merkmale auf passive Weise für mehr Sicherheit. Denn weil der Motor dich nicht überfordert (aber auch nicht lähmt), bleibt mehr Zeit und Konzentration für die richtige Linie und das Geschehen rund um dich. Gut so.

Was das Fahrwerk betrifft: Sofern der Fahrer in etwa dem europäischen Durchschnitt entspricht (also plus/minus 1,80 Meter groß und plus/minus 75 Kilogramm schwer ist), passt alles. Wie das restliche Motorrad auch – und das ist zu diesem Zeitpunkt vermutlich keine Überraschung mehr –, wirkt es sehr ausgewogen, ist also nicht zu straff und nicht zu weich abgestimmt. 

Honda_CBR500R_Mai16_HH_0031_CMS.jpg  Heinz Henninger © Heinz Henninger
So soll es sein: Fahrwerk, Motor und Bremsen bilden ein launiges Paket. Natürlich ist die Sitzposition eher sportlich gebückt, dennoch einigermaßen alltagstauglich.
Honda_CBR500R_Mai16_HH_0143_CMS.jpg  Heinz Henninger © Heinz Henninger
Seht her: Das ist die erste 500er-CBR, die in ausnahmslos jedem Punkt stimmig wirkt – auch und vor allem in punkto Design.
Honda_CBR500R_Mai16_HH_0169_CMS.jpg  Heinz Henninger © Heinz Henninger
Perfekt ​für den Nachwuchs: Diese CBR erfüllt die Führerscheinklasse A2 exakt (Leistungsgrenze in den ersten Jahren: 48 PS). 

Unser Fazit lautet daher so:

Und die technischen Daten lesen sich so:

Honda_CBR500R_Mai16_Kasten_CMS.jpg auto touring © auto touring

Kommentare (nur für registrierte Leser)