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April 2016

Max macht mobil

Das Auto ist die Geschichte, sein Name das Programm. Deswegen blieben wir im Vorbeifahren bei allen jenen 23 Städten in Österreich stehen, die mit einem „S“ beginnen – weil eben: Ford S-Max.

Bevor es womöglich zu Missverständnissen kommt: Natürlich gibt es in Österreich mehr Orte, die mit einem „S“ beginnen, als die von uns besuchten. Doch nur diese dreiundzwanzig sind Gemeinden mit Stadtrecht. Insgesamt gibt es übrigens 201 Städte in Österreich. Für unsere S-Max-Tour haben wir uns an der Liste der Statistik Austria orientiert und vor den Orts­tafeln all jener, deren Namen mit „S“ beginnt, den Ortstafelrand-blauen Ford S-Max quasi im Vorbeifahren immer wieder fotografiert.

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23 mal Ssssss

„S to the Max“ bedeutete im konkreten Fall also Zwischenstopps in sieben von neun Bundesländern – in Vorarlberg gibt’s keine „S“-Stadt und Wien ist auch keine. Falls Ihnen nach Aussprache aller Tourstopps das „S“ übrigens immer noch leicht über die Lippen geht: Gratulation an Ihre Zungenfertigkeit.

Dank des S-Max lernten wir nun nicht nur Österreich besser kennen, sondern auch den großen Blauen an sich. Und gut war das. Besonders angetan hat es uns das Fahrwerk mit elektronischer Dämpferregelung. Der S-Max kann damit sowohl den Sanften als auch den Sportlichen mimen, die unterschiedlichen Einstellungen sind nur ein paar Tastendrücke voneinander entfernt. Gedrückt werden muss übrigens sehr viel, vor allem die beiden Steuerungstasten am Lenkrad. Leider ist die Menüführung nicht unbedingt intuitiv verständlich. Es bedarf also einiger Zeit, bis das System mit all seinen Untermenüs in Fleisch und Blut übergegangen ist. Möglicherweise ist das aber auch nur ein Wink mit dem Zaunpfahl, um sich mit der Sprachsteuerung auseinanderzusetzen, die allerdings auch nicht alle von uns restlos begeisterte.

Sprachlos machte uns hingegen die Situation auf den hinteren Sitzen. Für Mitfahrende ab einer Körpergröße von 1,80 Meter sind die Lehnen fast schon zu kurz, lassen sich die Kopfstützen nicht weit genug herausziehen. Die hinteren Sitze klappen auf Knopfdruck blitzschnell zusammen, wenn es darum geht, den Laderaum zu erweitern. Apropos einladen: Den voluminöseren Ford Galaxy und den sportlichen S-Max trennen beim maximalen Gepäckraum-Volumen nur knapp 140 Liter – weniger, als viele vermutet haben. Deutlicher fällt der Unterschied beim Fahren auf. Der S-Max ist sportlicher ausgelegt, fühlt sich in vielen Belangen direkter und agiler an als der Galaxy. Die Sitze bieten deutlich mehr Seitenhalt (das mag und verträgt nicht jeder), das Handling erinnert eher an einen Kombi denn an einen Van.

Wirklich enttäuscht hat uns lediglich der Antrieb. Der S-Max war mit dem 180 PS starken 2-l-Diesel und Allrad eigentlich top vorbereitet, gewissermaßen ready to rock. Nur wollte das mit dem Rock nicht so recht klappen; die 180 PS fühlten sich nie so recht nach 180 PS an. Schlussendlich hätten wir sogar eine Stricherlliste anlegen können, um all jene zu zählen, die sich nach der Ausfahrt über das gefühlte Leistungsmanko mokierten.

Zeit für ein Resümee:

Und? Hui oder pfui? Schlussendlich hui. Weil es nichts Vergleichbares gibt. Weil Materialanmutung und Verarbeitung tadellos sind. Weil eine Fünf-Jahres-Garantie auch ein Argument ist. Und weil er einer von Wenigen ist, in dem drei Kindersitze neben­einander montiert werden können.

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