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Kroatien: 2023 Reiseerleichterungen durch Euro-Einführung und Schengen-Beitritt

Die Euro-Einführung in Kroatien ist fix: Am 1. Januar 2023 ersetzt das europäische Gemeinschaftsgeld die Nationalwährung Kuna. Reisende dürften profitieren. Seit 5. September erfogen Preisauszeichnungen in beiden Währungen. Der für Jänner 2023 geplante Schengen-Beitritt hängt jedoch noch von der Entscheidung Sloweniens ab.

Euromünzen (RMS) © Pixabay
Euromünzen (RMS) © Pixabay

Das bei Österreichern sehr beliebte Urlaubsland Kroatien nimmt Kurs auf den Euro. Das Urlaubsland Kroatien führt am 1. Januar 2023 den Euro ein. Nachdem das Einführungsgesetz bereits im Mai 2022 im kroatischen Parlament beschlossen wurde, haben im Juni und Juli auch alle zuständigen EU-Gremien der Währungsumstellung zugestimmt. Auch der endgültige Umstellungskurs steht bereits fest: Demnach entspricht ein Euro 7,53450 Kroatischen Kuna.

Erleichterungen im Reiseverkehr

Die Euro-Einführung in Kroatien dürfte den Reiseverkehr erheblich erleichtern. Wer in den Adriastaat fährt, muss sich dann keine Landeswährung mehr besorgen und keine Wechselkursverluste in Kauf nehmen. In den letzten Jahren gab es in diesem Zusammenhang immer wieder Beschwerden, dass einzelne Wechselstuben Urlauber durch überhöhte Gebühren abzockten.

Auch Preisvergleiche würden durch die Euro-Einführung einfacher. Das vom kroatischen Parlament beschlossene Gesetz sieht vor, dass Preisauszeichnungen im Land bereits seit 5. September in beiden Währungen erfolgen müssen.

Zusätzlich würde ein Beitritt zum Schengenraum aufgrund der fehlenden Grenzkontrollen zu kürzeren Wartezeiten bei der Ein- und Ausreise führen und die Fahrt in den Urlaub damit angenehmer gestalten.

Beitritt zum Schengenraum

Der Beitritt zum Schengen-Raum ist von Kroatien schon geplant und würde zu einem Wegfall der Personenkontrollen an der Grenze führen. Weitere Vorteile wären eine Verstärkung der Außengrenzkontrollen, eine gemeinsame Asyl- und Visapolitik sowie eine bessere polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit. Gut zu wissen: Ein Reisepass oder Personalausweis ist aber dennoch von jedem Reisenden mitzuführen!

Das Europarlament hat dem Beitrittsantrag schon zugestimmt und attestiert, dass Kroatien alle Auflagen erfüllt. Nun müssen aber noch alle Mitgliedsstaaten einstimmig zustimmen. Ein großes Fragezeichen ergibt sich hier noch durch den slowenisch-kroatischen Grenzstreit. Die slowenische Regierung wird hier noch eine Entscheidung im Parlament treffen, ob sie dem Schengen-Beitritt zustimmt. Sollte diese positiv ausgehen, könnte die Schengen-Erweiterung auf dem Land- und Seeweg mit dem 1. Jänner 2023 erfolgen, auf dem Flugweg voraussichtlich mit 26. März 2023.

Pläne zur Euro-Einführung

Neben Kroatien plant auch Bulgarien den Beitritt zur Eurozone. Zieldatum ist hier 2024. Ob dieser Termin gehalten werden kann, ist derzeit aber unklar.

Prinzipiell steht der Euro allen EU-Staaten offen. Weitere Beitritte, die über die beiden Länder hinausgehen, sind in den nächsten Jahren aber unwahrscheinlich. Tschechien, Polen und Ungarn haben die Euro-Einführung auf unbestimmte Zeit verschoben, in Dänemark und Schweden hat sich die Bevölkerung in Referenden gegen den Euro ausgesprochen. In Rumänien gibt es zwar entsprechende Pläne, ein konkreter Termin zeichnet sich bislang allerdings nicht ab.

Quelle: ADAC

Urlaubsservice

Informationen zu Einreisebestimmungen und Grenzkontrollen aufgrund der Verbreitung des Coronavirus finden Sie in unseren Corona-Reiseinfos unter www.oeamtc.at/urlaubsservice.

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