Vielleicht ist es die ganz große Gretchenfrage, die über Erfolg oder Misserfolg der Mobilitätswende entscheidet: "Nun sag, wie hast du’s mit der leistbaren Elektromobilität?" Während einige Hersteller – Stichwort Renault Twingo – bereits Antworten geliefert haben, bleiben andere diese noch schuldig. So wie Europas größter Autobauer, der Volkswagen-Konzern.
Mehr als ein Stadtauto
Drei Monate vor der eigentlichen Enthüllung konnte auto touring den Cupra Raval fahren. Das ist unser erster Eindruck.
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VW ID. Polo und Cupra Raval kommen 2026
Das aver jetzt: 2026 bringt der Multi-Marken-Hersteller mit Škoda Epiq, VW ID. Polo und Cupra Raval nämlich drei Modelle auf den Markt, die die Einstiegshürde zur E-Mobilität noch einmal senken sollen. Letzterer ist nun enthüllt worden und wird voraussichtlich im Sommer 2026 auf der Straße sein – und zwar zu Listenpreisen ab ungefähr 25.900 Euro. Erfahrungsgemäß wird der VW noch etwas günstiger sein, allerdings wird dieser erst nach dem sportlicher abgestimmten Cupra Raval auf den Markt kommen.
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Front- statt Heckantrieb
Wie die meisten E-Autos des Konzerns (Skoda Enyaq, VW ID.7, Cupra Tavascan, …) nutzt der Cupra Raval (wie freilich der VW ID. Polo auch) den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) als technische Basis, allerdings in der neuesten Ausbaustufe MEB+. Anders als die größeren Geschwister auf der Plattform werden Cupra Raval und VW ID. Polo mit Front- statt Heckantrieb angetrieben.
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Mehr als 400 Kilometer Reichweite
Stichwort Antrieb: Es wird vier unterschiedliche Leistungsstufen geben. "Endurance" (ab 34.900 Euro) und "VZ" (ab 39.400 Euro) die zu Marktstart angeboten werden, nutzen jeweils eine 55,2 kWh große Batterie. Im "Endurance" liefert der E-Motor im Raval 210 PS. Darüber hinaus wird es mit dem VZ Extreme eine Spitzenversion mit 226 PS und 290 Nm Drehmoment geben. Mehr Leistung bedeutet allerdings weniger Reichweite. Wenngleich selbst das Sportmodell mit einer Normreichweite von rund 400 Kilometern mehr als nur ein Stadtauto ist.
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Top Preis-Reichweite-Verhältnis
Mit der Endurance-Motorisierung kommt der Cupra Raval laut WLTP mit einer Akkuladung sogar bis zu 450 Kilometer weit. Bei den Einstiegsversionen, die erst später auf den Markt kommen, arbeitet eine 38,5 kWh große LFP-Batterie im Fahrzeugboden. Sowohl im "Raval Base" mit 115 PS als auch im "Raval+" mit 135 PS kommt man mit diesem Akku rund 300 Kilometer weit.
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Cupra Raval: Die Ausstattung
auto touring stand mit dem "VZ" das Topmodell noch getarnt zu einer ersten Testfahrt zur Verfügung. Abseits vom Leistungsplus fährt dieses mit breiteren Reifen, einem DCC-Sportfahrwerk und einem elektronischen Sperrdifferenzial vor.
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Cupra Raval: Fahrverhalten
Wie gut das in der Praxis funktioniert? In einem Satz: Der Cupra Raval ist nicht nur in puncto Reichweite mehr als ein Stadtauto. Auch das Fahrverhalten wirkt äußerst erwachsen – und im VZ sogar richtig sportlich. Natürlich betrifft das die Längsdynamik mit den 226 PS, doch besonders überrascht die Querdynamik. Aus Kurven zieht der Raval ansatzlos raus, in Kurven gibt es kaum Anzeichen von Untersteuern. Das Fahrwerk ist straff, die Lenkung direkt, und Lastwechsel nimmt der Cupra Raval mit einer in diesem Fahrzeugsegment selten gesehenen Ruhe hin.
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Cupra Raval: Abmessungen und Zusammenfassung
Apropos: Wie groß ist er nun eigentlich, der Cupra Raval? In der Länge misst er 4,05 Meter, die Breite beträgt 1,78 Meter, und die Höhe liegt bei 1,52 Metern. Weil der Radstand 2,6 Meter beträgt, ist auch auf der Rückbank verhältnismäßig viel Platz. Das gilt auch fürs Gepäck: Das Kofferraumvolumen beträgt satte 441 Liter.
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Das Fazit
Elektromobilität zu demokratisieren, für alle zugänglich zu machen – das ist das Ziel des Cupra Raval (und besonders des VW ID. Polo). Mit einem Einstiegspreis von rund 26.000 Euro gelingt das dem spanischen Kleinwagen zwar nicht zur Gänze. Dafür ist der Cupra Raval aber weit mehr als der urbane Rebel, der er einst bei der Präsentation des ersten Konzepts hätte sein sollen. Das Fahrverhalten ist dynamisch, die Leistung mit mehr als 200 PS ordentlich und die Platzverhältnisse sind ebenfalls gut. Vor allem aber wird sich dank der Reichweite von mehr als 400 Kilometern wohl auch der größte E-Auto-Skeptiker über die Stadtgrenze hinauswagen. Allerdings: Dann ist man noch einmal ein Stück weiter weg von den 26.000 Euro…
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