Luftaufnahme von Kri Island, Raja Ampat, Indonesien mit tropischem Strand, Meer und Überwasser-Bungalows
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Januar 2026

Unterschätzte Reiseziele für 2026

Alternativen zum Massentourismus: nachhaltige Reiseziele, Geheimtipps und neue Traumorte für 2026. Von Sandra Gloning
 

Mallorca, Thailand, London – viele Reiseziele werden völlig zurecht gehypt und gern besucht. Doch wer Orte sucht, die bisher weniger im Mittelpunkt stehen, findet weltweit Regionen, die noch Raum und Ruhe bieten.

Viele klassische Urlaubsdestinationen stehen längst unter Druck: Strände sind überfüllt, Altstädte verstopft, Wohnraum wird knapp. Wo früher Entspannung möglich war, herrscht heute dichtes Gedränge – und das verändert nicht nur den Alltag der Bewohner:innen, sondern auch das Reiseerlebnis selbst. Niemand möchte sich durch Gassen schieben lassen oder am Strand um jeden Quadratmeter kämpfen.

Gleichzeitig wächst bei vielen der Wunsch nach Natur, Stille, echten Begegnungen und nachhaltigem Reisen. Es gibt Orte, die genau das noch ermöglichen – nicht leer, aber auch nicht überrannt. Hier sind Reiseziele, die ein wenig leiser sind und 2026 durchaus zu neuen Lieblingsorten werden könnten.

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1. Die Azoren, Portugal

Mitten im Atlantik liegen neun grüne Inseln, die nach Meer, Regen und Wind riechen. Die Azoren fühlen sich an wie eine Mischung aus Vulkanlandschaft und tropischer Wildheit. Heiße Quellen, Kraterseen, nebelverhangene Hügel und steile Küstenlinien machen die Inselgruppe zu einem Naturparadies, in dem man tagelang unterwegs sein kann, ohne einer Menschenmasse zu begegnen.

Viele Besucher:innen kommen zum Wandern, Whalewatching oder um stille Rückzugsorte zu finden. Statt Beachclubs und Partys bietet die Region Stille, Dörfer mit alten Steinhäusern und Aussichtspunkte, an denen man nur den Wind hört. Die Azoren gelten als eines der nachhaltigsten Reiseziele Europas und sind in wenigen Flugstunden erreichbar.

Highlights

  • Thermalquellen, Kraterseen & dramatische Vulkanlandschaften
  • Wanderwege mit spektakulären Panoramen
  • São Miguel, Pico und Flores als Natur-Hotspots
  • Kurze Flugzeiten und ruhiger Tourismus
Die traumhafte grüne Küstenlandschaft mit schwarzen Lavafelsen und Klippen. © Cornelia Buczolich-Griess

2. Providencia, Kolumbien

Providencia ist klein, ruhig und geprägt von afrokaribischer Kultur, Reggae-Rhythmen und Straßenküche. Wer hier ankommt, spürt sofort, dass die Zeit langsamer vergeht. Gespräche mit Einheimischen gehören ebenso dazu wie Sonnenuntergänge am Strand und farbenfrohe Holzhäuser. Das Meer rund um die Insel gehört zu den schönsten Schnorchel- und Tauchgebieten der Region. Während die Nachbarinsel San Andrés touristischer wird, bleibt Providencia ein Ort für Menschen, die Authentizität suchen.

Highlights

  • Afrokaribische Kultur, Reggae und Streetfood
  • Schnorcheln und Tauchen in bunten Korallenriffen
  • Ruhige Strände und kleinteiliger Tourismus
  • Kaum Autos, viel Natur
Skyline von San Andres in San Andres Providencia y Santa Catalina Kolumbien. Atemberaubende Luftaufnahme einer üppigen tropischen Küstenlandschaft. © shutterstock

3. Raja Ampat, Indonesien

1.500 Inseln, unendliche Buchten, Tausende Fischarten und Korallenriffe ohne Motorboote: Raja Ampat gilt als einer der artenreichsten marinen Lebensräume der Welt. Die Anreise ist lang, die Abgeschiedenheit groß, aber genau das macht den Ort zu einem seltenen Erlebnis. Keine Partys, keine Jetskis, keine künstliche Kulisse. Viele Besucher:innen sagen, sie hätten nie etwas Vergleichbares gesehen. Für Taucher:innen ist Raja Ampat der Heilige Gral, für alle anderen ein Ort, an dem die Welt für eine Weile still wird.

Highlights

  • Eines der artenreichsten marinen Ökosysteme weltweit
  • Abgelegene Buchten und unberührte Korallenriffe
  • Ideal für Taucher:innen und Naturfotograf:innen
  • Authentische Unterkünfte, viel Ruhe
Luftaufnahme von Kri Island, Raja Ampat, Indonesien mit tropischem Strand, Meer und Überwasser-Bungalows © shutterstock

4. Palawan, Philippinen

Palawan wird oft als eine der schönsten Inselgruppen Asiens bezeichnet. Zwischen steilen Kalksteinfelsen, versteckten Lagunen und glasklarem Wasser liegen kleine Ortschaften und Familienbetriebe. Inselhopping bedeutet hier, mit Fischerbooten über türkisblaues Wasser fahren, an einsamen Stränden anlegen, mitten in der Natur schlafen.

Die Region steht unter dem Schutz der UNESCO als Biosphärenreservat, und viele Initiativen arbeiten an ökologischen Tourismuskonzepten. Das Reisen ist etwas aufwendiger, aber genau das schafft Ruhe und Raum.

Highlights

  • Lagunen, Kalksteinfelsen und glasklares Wasser
  • UNESCO-Biosphärenreservat mit Schutzprojekten
  • Kleine Gästehäuser statt abgeschotteter Resorts
  • El Nido und Coron als Ausgangspunkt für Inselhopping und Tauchen
Große Lagune und kleine Lagune auf Miniloc Island bei El Nido, Palawan, Philippinen © shutterstock

5. Tansania

Im Jahr 2023 kamen rund 1,8 Millionen Tourist:innen nach Tansania – deutlich weniger als in beliebten Safari-Ländern. Das Land ist weitläufig, dünner besiedelt und touristisch ruhiger. Safaris sind zwar etwas teurer, aber vielerorts ohne dichtes Gedränge möglich. Unterkünfte reichen von Eco-Lodges bis Luxusresorts, oft mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden. Dazu kommt Sansibar, eine Insel voller Gewürzduft, Fischerboote und langer Strände, die es erlaubt, dass man Abenteuer und Entspannung perfekt verbindet.

Highlights

  • Serengeti und Ngorongoro-Krater
  • Eco-Lodges und kleine Camps
  • Sansibar mit Gewürzgärten und Swahili-Kultur
  • Safari ohne Menschenmassen
Tansania-Sansibar. Man sieht viele Tiere im Vulkankrater, etwa Büffel oder Gazellen. © Helmut Eckler

6. Neufundland und Quebec, Kanada

Wer spektakuläre Landschaften sucht und weniger Reisebusse möchte, wird an Kanadas Ostküste fündig. Fjorde, Eisberge, Wale und farbenfrohe Fischerdörfer prägen die Region. Das Wetter ist rau, die Menschen sind herzlich, die Natur beeindruckend. Im Sommer ist sie großartig für Naturerlebnisse und auch im goldenen Herbst ein absoluter Hingucker. Perfekt für Roadtrips und Wanderungen ohne Eile.

Highlights

  • Eisberge, Wale und Fjorde
  • Gros Morne National Park
  • Farbenfrohe Fischerdörfer und Küstenstraßen
  • Ruhe und Natur pur
nsichten rund um Quebec City, Quebec © shutterstock

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