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Käfer, Baby, Ape von Volkswagen, Steyr und Piaggio.

© Erich Reismann

Käfer, Baby, Ape von Volkswagen, Steyr und Piaggio.

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Juli 2022

Elektrifiziert

Neben dem immer umfangreicheren Angebot an Elektro-Neufahrzeugen beginnt auch das Geschäft mit der Umrüstung auf E-Antrieb zu florieren. Sinnvoll oder automobilhistorischer Frevel? 

Eines steht fest: Klassische Fahrzeuge, gern auch Oldtimer oder Veteranen genannt, sind technisch simpler aufgebaut als moderne. Kleine Motörchen in geräumigen Motorräumen, unkomplizierte Antriebsstränge, keine Elektronik. Sie auf Elektroantrieb umzurüsten ist deutlich ein­facher als ein Auto jüngeren Baujahrs.

Aber dennoch kein Kinderspiel: Es bedarf immer noch einiger Tüftelei, Verbrennungsmaschine und Benzinversorgung durch Elektromotor und Batterie samt Ladeeinheit zu ersetzen.

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Bergauf haben die Elektro-PS leichtes Spiel mit dem Steyr-Baby, bergab wird sogar rekuperiert. Reichweite? Sehr zweistellig.

Christoph Löger, Redakteur

Dreierlei vom Elektrischen

Unsere folgenden Beispiele sind daher nur exemplarisch zu verstehen, es gibt in ganz Österreich und darüber hinaus eine Vielzahl sowohl privater Initiativen als auch professioneller Umrüster, die aus einem altehrwürdigen Gefährt ein im Betrieb emissionsfreies Fahrzeug in klassischem Kleid entstehen lassen können.

Ob man das tun soll, ja überhaupt darf, ist allerdings umstritten. Das Kuratorium für historische Mobilität Österreich verweist darauf, dass Fahrzeuge durch eine solche Umrüstung ihren Status als Kulturgut verlieren würden – für das KHMÖ steht aber gerade die Erhaltung des Kulturguts an erster Stelle.

Im Nutzfahrzeugbereich ist eine Umrüstung auf Elektroantrieb nicht zuletzt wegen der "Clean Vehicles Directive" der EU übrigens bereits recht gefragt (auto touring berichtete in Ausgabe mai/21) und selbst Trak­toren werden schon auf E-Antrieb umgebaut.

STEYR Baby 50e_er176_CMS.jpg Erich Reismann
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