winterwanderer gehen entlang eines Baches mit Wanderstöcken. Die Sonne scheint und der Schnee glitzert.
© Sabine Holaubek
© Sabine Holaubek
Februar 2026

8 Tipps zum Winterwandern

Winterwandern bietet Naturgenuss und Bewegung an der frischen Luft – doch Sicherheit geht vor. Unsere 8 Tipps fürs Winterwandern zeigen, worauf Sie bei Planung, Ausrüstung und Verhalten im Schnee achten sollten.

Schneebedeckte Landschaften, klare Luft und stille Wege – Winterwandern ist ein besonderes Naturerlebnis. Doch Kälte, kurze Tage und rutschiger Untergrund erfordern eine gute Vorbereitung. Wer sicher und mit Freude unterwegs sein will, sollte ein paar Dinge beachten.

Mit diesen 8 praktischen Tipps zum Winterwandern sind Sie bestens gerüstet, um Ihre Tour sicher, warm und entspannt zu genießen: von der richtigen Ausrüstung über den Zwiebellook bis zu wichtigen Verhaltensregeln im Schnee.

Werbung
Datenschutz Zur Anzeige von Werbung benötigen wir Ihre Zustimmung.

1. Vorab: Wettercheck und Zustand des Weges abklären

Unbedingt vorab über die Wettervorhersage und den Zustand des Weges for jeder Wanderung informieren. Genügend Zeit für die Tour einplanen, denn die Tage sind wesentlich kürzer. Spätestens bei Sonnenuntergang sollte man von der Tour zurück sein. Dennoch sollten auch eine Stirnlampe, ein Notfallbiwaksack, ein Erste-Hilfe-Set und ein Handy mit vollem Akku dabei sein. Hinweis: Bei kalten Temperaturen kann sich der Akku bestimmter Geräte schneller entladen.

2. Sparsamer mit Höhenmeter und Distanzen umgehen

Im Winter sind kürzere, weniger anspruchsvolle Touren ratsam, da der Körper mehr Energie für die Temperaturregulierung benötigt. Dies kann schneller zur Erschöpfung führen, besonders bei unzureichender Kleidung oder Überanstrengung. Zudem erfordert die Kälte mehr Ausrüstung, was das Gewicht und die Anstrengung erhöht. Auch rutschiger Untergrund odertiefem Schnee erschweren das Vorankommen und erhöhen den Energieverbrauch.

3. Zeitlos praktisch: Der Zwiebellook

Der bewährte Zwiebellook ermöglicht es, mehrere Kleidungsschichten zu kombinieren und flexibel an Temperatur sowie Aktivitätsniveau anzupassen. Die Luft zwischen den Schichten speichert Wärme und schützt vor Kälte, wodurch die Körpertemperatur stabil bleibt. Atmungsaktive Funktionswäsche leitet Schweiß ab, Fleece oder Daunen sorgen für Isolation, und eine wetterfeste Jacke schützt vor Wind, Nässe und Kälte. So bleibt man optimal geschützt und kann sich jederzeit an veränderte Bedingungen anpassen.

4. Orientierung im Winter nicht unterschätzen

Schnee, Eis und Kälte sollten nicht unterschätzt werden. Aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, sich an markierte Winterwanderwege zu halten. Diese werden regelmäßig präpariert, kontrolliert und durchgehend gekennzeichnet. Verirrt man sich, gilt es, ruhig zu bleiben und den letzten bekannten Punkt oder Wegweiser zu suchen. Falls dies nicht gelingt, sollte man an Ort und Stelle bleiben und auf Hilfe warten, anstatt sich weiter vom Weg zu entfernen.

Hier finden Sie die ersten Winterwanderwege, die im Winter 2025/26 offiziell das "Österreichische Wandergütesiegel" für Winterwandern tragen.

5. Gibt es Einkehrmöglichkeiten?

Vor der Wanderung sollte überprüft werden, ob Hütten entlang der Strecke geöffnet sind, da viele im Winter geschlossen bleiben. Eine gute Verpflegungsplanung ist unerlässlich.

6. Richtiges Verhalten in Naturschutz- & Wildruhegebieten

Bleiben Sie unbedingt auf den markierten Winterwegen! Viele Tiere sind im Winter auf ruhige und geschützte Rückzugsräume angewiesen, um die kalten Monate zu überstehen. Naturschutz- und Wildruhegebiete bieten diesen Tieren einen wichtigen Lebensraum, in dem sie sich ohne Störungen erholen und überwintern können. Daher ist es essentiell, sich leise zu verhalten, lautes Rufen zu vermeiden und auf Wanderungen in der Dämmerung oder Nacht zu verzichten.

7. Must-haves

Schnee- und wasserdichte Wanderschuhe sind ein absolutes Muss für das Winterwandern! Am besten eignen sich mittelfeste, hohe Lederbergschuhe mit einer griffigen und vor allem steifen Gummiprofilsohle, die in Eis und Schnee sicheren Halt bietet. Einlagen aus Schaf- oder Lammwolle isolieren und spenden zusätzlich Wärme. Die Schuhe am Abend immer ausstopfen und gut trocknen lassen, feuchte Schuhe sorgen leicht für Unterkühlung.

Wanderstöcke sind beim Winterwandern besonders praktisch, weil sie auf rutschigem Untergrund zusätzlichen Halt geben, die Gelenke entlasten und beim bergauf- und bergabgehen für mehr Stabilität sorgen. Ideal sind verstellbare Stöcke mit Wintertellern und griffigen Spitzen, damit sie im Schnee nicht zu tief einsinken und auch auf vereisten Stellen gut greifen.

8. Schuhspikes

Schuhspikes bieten besseren Halt auf vereisten Oberflächen und verringern den Energieaufwand. "Sie verhindern kleine Rutschbewegungen bei jedem Schritt. Auf viele tausend Schritte gerechnet, spart das spürbar Kraft. Zudem erfordert das Gehen mit zusätzlichem Grip weniger Konzentration", erklärt Günther Polanz, Wanderexperte von Österreichs Wanderdörfer. Die praktischen Hilfsmittel lassen sich mühelos an der Sohle von Winterschuhen anbringen und wieder abnehmen.

Kommentare (nur für registrierte Leser)