Ich stehe auf Kap Hoorn, der legendären Südspitze Südamerikas, und mir läuft trotz des unüblich milden Wetters ein kalter Schauer über den Rücken. Vor dieser exponierten Insel sind mehr als 800 Schiffe gesunken. Über 10.000 Seeleute haben hier ihr Leben verloren – dort, wo Atlantik und Pazifik aufeinandertreffen und Stürme, Strömungen und hohe Wellen den „größten Schiffsfriedhof der Welt“ geschaffen haben. An diesem Jänner-Sommertag auf der Südhalbkugel haben wir laut unserer chilenischen Reiseleiterin Valentina fast schon unverschämtes Wetterglück: Plusgrade, erträglich starker Wind, kein Regen, sogar ein paar Sonnenstrahlen.
Wir sind mit dem Expeditions-Kreuzfahrtschiff Stella Australis unterwegs, das zwischen Ushuaia in Argentinien und Punta Arenas in Chile durch die Inselwelt Feuerlands kreuzt.
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