Paul P. ist 19 Jahre alt und liebt Autos. Nach der Führerscheinprüfung war für ihn sofort klar: Ein eigener Wagen muss her. Seit zwei Jahren fährt er nun schon einen weißen Ford Fiesta, den er mit dem Verkauf eines Autos finanziert hat, das ihm seine Großeltern geschenkt haben. Die laufenden Kosten zahlt er selbst: "Der Fiesta hat nur 60 PS – daher kann ich mir die Versicherung leisten."
Der zwei Jahre ältere Marko J. konnte zunächst nur den Ford Galaxy seiner Eltern nutzen. Um wirklich unabhängig unterwegs zu sein, wünschte auch er sich ein eigenes Auto. Nach vielem Sparen und mit Unterstützung der Großeltern erfüllte er sich mit einem Subaru BRZ seinen Traum.
Stephanie S. wollte "unbedingt einen Fiat 500, am liebsten als Cabrio". Zufällig haben sie und ihre Familie dann tatsächlich einen gefunden: acht Jahre alt und 69 PS stark. "Das Auto ist so süß, genau mein Ding", schwärmt die 21‑Jährige.
Mit dem ersten Auto kommen junge Menschen nicht nur von A nach B – sie legen damit auch wichtige Kilometer in Richtung Unabhängigkeit zurück. Doch diese Fahrt ins Erwachsenenleben ist heute aus Kostengründen schwieriger zu bewältigen als noch vor ein paar Jahrzehnten. Trotzdem gibt es viele junge Autofans: Waren 2006 noch 20,4 Prozent aller neu ausgestellten Autoführerscheine L17‑Lenkberechtigungen, lag der Anteil 2023 laut Statistik Austria bereits bei 38,6 Prozent. Generell können laut einer AutoScout24-Umfrage 67 Prozent der 18- bis 20-Jährigen im Alltag nur schwer auf ein Auto verzichten. Und laut der Ö3-Jugendstudie aus 2025 wollen fast 50 Prozent der 16- bis 25-Jährigen ein eigenes Auto besitzen.
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