Beautiful landscapes it the Ocean Beach, New Zealand. Inspiring natural and travel background
© Shutterstock
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April 2026

Die Reise meines Lebens

Vier Menschen, vier große Träume. Alle haben sich ihren ganz persönlichen Reisewunsch erfüllt. Was sie erlebt haben – und mit welchen Tipps die Reise gelingt.
 

Ganz besondere Reisen beginnen meistens nicht mit ­einem Flugticket, sondern mit einem Traum von heiß ersehnten Zielen. Während die einen von weißen Stränden, fernen Metropolen oder einsamen Berggipfeln schwärmen, ist für andere vielleicht eine Rundreise die große Erfüllung. Manche können ihren Traum rasch verwirklichen, andere warten viele Jahre, bis der Moment passt und aus einer vagen Sehnsucht eine konkrete Route wird. Damit die Reise dann auch wirklich gelingt, braucht es natürlich eine realistische Planung – aber auch die Bereitschaft, sich auf Unerwartetes einzulassen. Genau dann entstehen oft jene Geschichten, die wir ein Leben lang nicht vergessen. Vier Personen erzählen von ihren ganz persönlichen Reisehighlights.

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Abenteuer Tansania: Endlich auf großer Safari

"Wir wollten immer schon eine Safari machen, bevor die Kinder flügge werden", erzählt Margit Schrank (52). "Letztes Jahr waren sie 15 und 18, da dachten wir: jetzt oder nie! Das ist ­unser Traum. Und heute weiß ich: Es war sicher nicht die ­letzte. "Zusammen mit zwei befreundeten Familien verbrachten die Schranks zwei Wochen in Tansania und auf Sansibar. Geplant und gebucht wurde die Reise über ein Reisebüro. "In Arusha begrüßte uns der Guide auf Wienerisch – da waren wir sprachlos. Er hatte zehn Jahre in Wien gelebt."

Während ihrer achttägigen Safari im Juli bereisten sie vier Nationalparks, und trotzdem war es ihnen "nicht zu viel Safari und Herumfahren", sagt Margit. Besonders der abwechslungsreiche Mix habe sie beeindruckt. Im Tarangire-Nationalpark dachte sie anfangs, sie müssten stundenlang fahren, bevor sie das erste Tier sehen würden. "Doch gleich zu Beginn kreuzten Elefanten, Giraffen und Zebras unseren Weg." Der Lake-Manyara-Nationalpark habe sie mit seiner üppigen Vegetation überrascht: "Fast wie ein kleiner Urwald mit dichtem Grün, Lianen und riesigen Bäumen. Überall sprangen Affen herum. "Auch der Ngorongoro-Krater blieb ihr in Erinnerung – landschaftlich wunderschön und zugleich überwältigend. "Faszinierend fand ich, wie friedlich die wilden Tiere nebeneinander leben – außer, ein hungriges stößt dazu", erzählt Margit schmunzelnd. Das große Finale war die Serengeti, die in den winterlichen Sommermonaten besonders trocken ist. Ideal, um Tiere zu beobachten. "Rund um die Wasserlöcher ist es überraschend grün, sogar mit Palmen", berichtet sie.

Familie mit zwei Teenager-Kindern steht im offenen Safari-Jeep, dahinter sieht man einen Löwen. © Privat
Safari in Tansania: Zwischen den vielen Jeeps suchen die Löwen Schatten und kommen erstaunlich nah heran. Familie Schrank ist begeistert.

Persönliche Safari-Tipps von Margit:

  • Reiseversicherung gibt Sicherheit: "Für unsere Reise hatten wir den Weltreise-Krankenschutz als Erweiterung zum Schutzbrief für die ganze Familie. Das hat uns ein sehr gutes Gefühl gegeben." Eine Malaria-Prophylaxe kann sinnvoll sein. "Wir haben sie gut vertragen, auch wenn der Ranger vor Ort sie nicht unbedingt nötig fand."
  • Reiseapotheke und Insektenschutz einpacken: Mittel für Haut und Kleidung gehören fix in den Koffer.
  • Bei häufigem Unterkunftswechsel: "Kleine Beutel für Unterwäsche und Shirts halfen mir, Ordnung im Koffer zu halten."
  • Kleidung anpassen: Naturtöne wie Grün, Braun und Beige sind ideal für Safari-Bedingungen.
  • Kopfbedeckung mit Kinnband: "Hüte, die man befestigen kann, sind wichtig. Kappen fliegen im Jeep sofort davon." Für jede Person ein eigenes Fernglas mitnehmen.
  • Trinkgeld einplanen: Viele Ein-Dollar-Scheine erleichtern den Alltag. "Das Personal ist sehr hilfsbereit und rechnet mit einer kleinen Anerkennung."

Neuseeland: Ein Jugendtraum wird wahr

Thomas Pastler (44) wollte schon seit seiner Jugend nach Ozeanien. "Ich habe mich viel mit der Geschichte und der Kultur beschäftigt", erzählt er, "auch später während meines Studiums an der Universität für Bodenkultur. Die endemischen Pflanzen Neuseelands haben mich besonders fasziniert." Vor gut elf Jahren, sagt er, habe ein persönlicher Einschnitt alles verändert. "Da habe ich mir eine Auszeit zum Nachdenken gegönnt und bin sechs Wochen mit dem Camper durch Neuseeland gefahren." Diese Reise lässt ihn bis heute nicht los. Die Sehnsucht ist so groß, dass er mit seiner Freundin in drei ­Jahren wieder ans andere Ende der Welt möchte.

"Ich habe die Reise ein halbes Jahr vorher geplant“, erinnert er sich, "aber ich habe mir nur die wichtigsten Punkte notiert. Ich wollte vor Ort frei sein." Sein Gefährte auf Zeit war ein betagter Toyota Hiace – 680.000 Kilometer standen auf dem Tacho. "Der hat mich nicht nur einmal sitzen gelassen", sagt Thomas und lacht. "Zum Glück konnte ich selbst am Auto basteln und es immer wieder flott machen."

Wenn er von den Highlights seiner Reise erzählt, gerät er ins Schwärmen: "Die riesigen Kauri‑Bäume, die einsamen Strände an der Spirits Bay im Norden, das Tongariro Alpine Crossing, die Thermalquellen in Rotorua – das waren ­unglaubliche Momente." Mindestens genauso tief beeindruckt haben ihn die Menschen: "Alles geht langsamer, entspannter zu, und alle sind irrsinnig freundlich und hilfsbereit. Genau dieses Lebensgefühl zieht mich wieder zurück."

Ein Mann steht vorm Vulkan Mt. Nagauruhoe. © Privat
Thomas Pastler mitten in der kargen Vulkanlandschaft des Tongariro-Nationalparks. Hinter ihm erhebt sich der fast symmetrische Kegel des 2291 Meter hohen Mount Ngauruhoe, der als "Schicksalsberg" in den Herr-der-Ringe-Filmen weltweite Bekanntheit erlangte.

Persönliche Neuseeland-Tipps von Thomas:

  • Genug Zeit einplanen: Neuseeland braucht Muße – wer auch Australien besucht, sollte nicht versuchen, die Inselnation in nur einer Woche "mitzunehmen". Stopover einplanen: Ein bis zwei Tage in Singapur entlasten Körper und Geist, mildern den Jetlag und machen die lange Strecke deutlich angenehmer. Vor dem Abflug mit dem Arzt klären, ob wegen der Thrombose-Gefahr durch langes Sitzen eine Spritze sinnvoll ist.
  • Dokumente nicht vergessen: Für den Mietwagen braucht man einen internationalen Führerschein.
  • Finanzen vorbereiten: Kreditkarte checken, Zugangsdaten bereithalten, Limits erhöhen und Bargeldabhebungen freischalten lassen.
  • Richtig packen: Im Norden reichen Flipflops und leichte Kleidung, insgesamt sind aber gute Wanderschuhe und eine warme Schicht unverzichtbar.
  • Erlebnisse festhalten: Ein Reisetagebuch hilft, Eindrücke und Gefühle zu bewahren – sonst verschwimmen die vielen intensiven Erfahrungen schnell.
  • Wäsche unterwegs waschen: Auf Campingplätzen ist das fast überall problemlos möglich.
  • Wildcampen mit Respekt: Sobald ein Weidezaun in Sicht ist, beim nächsten Haus freundlich fragen. Zusätzlich helfen spezialisierte Plattformen bei der Stellplatzsuche.
Beautiful landscapes it the Ocean Beach, New Zealand. Inspiring natural and travel background © Shutterstock
Abschalten in der Cathedral Cove, einem Strandabschnitt der Mercury Bay auf der Coromandel Peninsula der Nordinsel Neuseelands.

Pilgerreise: Unser Weg nach Rom in 9 Etappen

"Eigentlich wollte ich mit meinen drei Freunden nur von ­Lockenhaus nach Mariazell pilgern", erzählt Philipp Krumpel (58). "Aber als wir dort ankamen, war für uns klar: Wir gehen weiter." Das neue Ziel: Rom. Für die gesamte Strecke nahmen sie sich neun Jahre Zeit. Jedes Jahr trafen sich die Freunde erneut im Mai für eine Woche, um ihre Pilgerreise fortzusetzen.

"Es war eine unglaubliche Erfahrung – die Reise meines ­Lebens, aber auch eine Reise zu mir selbst. Wenn ich heute daran zurückdenke, bekomme ich noch immer Gänsehaut." Neben landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten waren es vor allem die Begegnungen mit freundlichen und hilfsbereiten Menschen entlang des Weges, die ihn geprägt haben. "Ich habe gelernt: Wenn ich etwas wirklich erreichen will, dann schaffe ich das auch. Diese Motivation kann ich heute auch in den Alltag mitnehmen."

Die Planung war nicht immer einfach, denn durchgehend markierte Wanderrouten gab es nicht überall. An- und Abreise erfolgten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dazwischen wurde gewandert – rund 200 km pro ­Etappe. "Wir haben uns auch verlaufen, hatten Schnee und ­Hagel, sind durch Gatsch gestapft und an anderen Tagen bei 35 Grad unterwegs gewesen." Eine Etappe blieb besonders in Erinnerung: "Einmal sind wir von 7 bis 21.30 Uhr ­marschiert, mit rund 2.500 Höhenmetern."

Ankunft in Rom: Vier Männer sind nach Rom gepilgert. © Privat
Im Ziel angekommen: Philipp Krumpel mit seinen Freunden Jacques, Martin und Niko (v.l.n.r.) in Rom im Jahr 2023.

Pilger-Tipps von Philipp:

  • Vorbereitung ist alles: Route, Etappenlängen und Nächtigungen planen, aber auch Packliste und eine gute ­Reiseapotheke sind Pflicht.
  • Eigene Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen: "Wie weit kann ich überhaupt gehen?"
  • Vorab testen: Unbedingt 25 bis 30 Kilometer am Stück gehen, um ein Gefühl für die Belastung zu bekommen.
  • Gepäck reduzieren: "Bei meiner ersten Reise hatte ich 15,5 Kilo dabei, zuletzt nur noch 7,5 Kilo."
  • Ohne große Erwartungen starten: Wer offen losgeht, kann die Erfahrung intensiver erleben.
  • Sich einlassen: Pilgern bedeutet auch, bewusst aus dem Alltag ausbrechen und sich ganz frei fühlen.

Kreuzfahrt: Unser Glück auf dem Meer

"Meine Frau und ich haben schon zwölf Kreuzfahrten gemacht und dabei für uns die perfekte Art des Reisens entdeckt", erzählt Zvonko Sunjic (72). "In so kurzer Zeit so viel zu sehen und zu erleben, das schafft man anders kaum – und den Koffer packen wir vor Ort nur einmal aus. Ein schwimmendes Hotel, dazu der 360‑Grad‑Blick aufs Meer: Freiheit pur. Für uns ist dieser Reise-Stil, eine Kreuzfahrt, die Reise unseres ­Lebens – morgens Fitness an Deck mit atemberaubendem Blick, jeden Tag ein neuer Hafen, abends eine Show, dazu ­gutes Essen und großartiger Service."

"Wir können dabei wunderbar abschalten und uns erholen. Uns zieht es oft ans Mittelmeer, an die Adria oder im Winter auf die Kanarischen Inseln. Auch in den Norden reisten wir schon ein paar Mal. Unsere bisher weiteste Reise war eine ­Karibik-Kreuzfahrt ab/bis Miami mit Stationen in Jamaika, Kuba und Mexiko. Irgendwann gönnen wir uns eine Kreuzfahrt in Südamerika."

Drei Reisenede stehen vor einem großen Kreuzfahrtschiff. © Privat
Ilonka und Zvonko Sunjic mit ihrer Freundin Mila (v.l.n.r.) vor der Costa Diadema im Hafen von Marseille.

Persönliche Kreuzfahrt-Tipps von Zvonko:

  • Medikamente gegen Seekrankheit gehören ins Gepäck.
  • Die Kabine bewusst wählen: Wer viel an Deck und unterwegs ist, kommt oft mit einer Innenkabine aus.
  • Balkonkabine für Frischluft-Fans: "Meine Frau hat gerne nachts Frischluft", erzählt Zvonko. "Deshalb buchen wir eine Balkonkabine und lassen die Tür offen."
  • Auf die Bordsprache achten: "Für uns ist es wichtig, dass an Bord Deutsch gesprochen wird." Hier lohnt sich die Wahl einer passenden Reederei mit deutschsprachigem Service.
  • Getränkepakete genau durchrechnen: Sie lohnen sich nur bei entsprechendem Konsum. "Für uns ist es günstiger, ­jeden Kaffee und jedes Bier einzeln zu zahlen – Cocktails trinken wir ohnehin nicht", sagt Zvonko. 

Ihre ÖAMTC-Reisevorteile auf einen Blick

Der Club unterstützt Sie bestmöglich vor der Urlaubsreise, währenddessen und auch danach.

Der ÖAMTC Reise-Service unterstützt bei allen Reisen von der Vorbereit ung bis hin zur Orientierung vor Ort. Die App "Meine Reise" bietet maßgeschneiderte Länder-Infos, Packlisten sowie Reisekassa- und Routenplaner. Ergänzend dazu inspiriert das Reise-Infoset mit hochwertigen Faltkarten und Marco Polo Insider-Tipps – kostenlos und exklusiv für Mitglieder. Alle ­Services: www.oeamtc.at/reiseservice

Der Schutzbrief bietet umfassende Nothilfe und Kostenschutz im In- und Ausland. Darin inkludiert (kurzer Auszug): Hubschrauberrettung und -bergung nach Unfall oder Krankheit im Ausland, Kranken- und Kinderrückholung, Fahrzeugrückholung, Heim- oder Weiterreise nach Unfall oder Erkrankung und vieles mehr. Der Schutzbrief gilt für Sie, Ihre Familie und alle Ihre Fahr­zeuge. Der Gültigkeitsbereich umfasst Österreich, alle Länder Europas, alle Mittelmeerinseln und die außereuropäischen Mittelmeer-Anrainerstaaten, die Kanarischen Inseln, die Azoren, Madeira sowie die Russische Föderation. Details zum Schutzbrief finden Sie unter www.oeamtc.at/schutzbrief

Der Weltreise-Krankenschutz ergänzt den Schutzbrief bei Fernreisen ins Ausland. Er übernimmt Arzt- und Spitalkosten, organisiert die notwendige Krankenrückholung nach Österreich und steht auch in Übersee mit der Schutzbrief-Nothilfe rund um die
Uhr zur Verfügung. Mehr Infos: www.oeamtc.at/weltreisekrankenschutz

Dieses Versicherungsprodukt wird wie folgt vermittelt:
Versicherungsagent: ÖAMTC Betriebe GmbH, GISA-Zahl: 23409217;
Versicherer:  UNIQA Österreich Versicherungen AG

Der Gepäck- und Stornoschutz ist für Mitglieder erhältlich, gilt für alle Reisen im Jahr mit mindestens einer Nächtigung und ist online abschließbar. Infos unter www.oeamtc.at/stornoschutz

Dieses Versicherungsprodukt wird wie folgt vermittelt:
Versicherungsagent: ÖAMTC Betriebe GmbH, GISA-Zahl: 23409217;
Versicherer:  Europäische Reiseversicherung AG

Die Juristische Nothilfe ist in dringenden Fragen rund um z.B. Verkehrsunfall, Probleme mit der Polizei oder auch bei Flugverspätungen für Mitglieder auch außerhalb der Rechtsberatungszeiten nachts und am Wochenende kostenlos erreichbar.
Tel. in Österreich: (01) 25 120 00
Aus dem Ausland: +43 1 25 120 00

Die Telemedizin ermöglicht es Schutzbrief-Mitgliedern, im Krankheitsfall auf Reisen im EU-Ausland, ein online Arztgespräch per Videotelefonie mit österreichischen Ärzt:innen bei unserem Partner TeleDoc in Anspruch zu nehmen und so schnell medizinisch beraten und versorgt zu werden.
Details unter www.oeamtc.at/telemedizin

Information & Buchung

Noch keinen Urlaub gebucht?

Die Experten von ÖAMTC REISEN be­raten Sie gerne. Infos und Buchungen unter Tel. 01 711 99 34000, in den
18 ­Reise­büro-Filialen und online unter www.oeamtc.at/reisen

Ferien-Mietwagen: Die Premium-Anbieter Alamo, Avis, Enterprise, Europcar, Hertz, National und Sixt können weltweit mit Clubvorteil gebucht werden. So vermeidet man unnötige Zusatzkosten am Urlaubsort. Kostenlose Stornierung vor Mietbeginn. Alle Infos und Online-­Buchungen unter www.oeamtc-mietwagen.at

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