Helmtest

Helme für Jugendliche im Test

Mobilitätsclub untersucht zehn aktuelle Modelle – keines fällt durch.

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Mobilitätsclub untersucht zehn aktuelle Modelle – keines fällt durch.

Helme für Jugendliche im Test:
Zehn aktuelle Modelle

Helme für Jugendliche schützen zufriedenstellend

Der Mobilitätsclub und seine Partner haben zehn aktuelle Hard-Shell-Helme, die sich nicht nur fürs Radeln, sondern auch zum Skateboarden, BMX-en und Inlineskaten eignen, unter die Lupe genommen. Getestet wurde in den Kriterien Sicherheit, Komfort und Handhabung, außerdem wurden die Hitzebeständigkeit und der Schadstoffgehalt überprüft.

ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl

"Die gute Nachricht vorweg: Keiner der Testkandidaten ist durchgefallen. Selbst bei einem harten Stoß gegen den Helm erzielt das schwächste Produkt im Test noch eine befriedigende Schutzwirkung – man ist letztlich also mit jedem der getesteten Produkte gut bedient."

Ergebnisse

Ergebnisse

  Handhabung und Komfort Unfallschutz Hitzebeständigkeit Schadstoffe Gesamtnote Empfehlung
Fahrradhelmtest 2020 - Uvex Uvex hlmt 4 cc
1,8 2,8 1,5 1,0 2,3
Fahrradhelmtest 2020 - Prophete Prophete Artikel Nr. 0424
2,6 2,5 1,5 1,0 2,4
Fahrradhelmtest 2020 - Giro Giro Quarter FS
2,5 2,7 1,5 1,0 2,5
Fahrradhelmtest 2020 - Nutcase Nutcase Street Gen3
2,4 3,0 1,5 1,0 2,6
Fahrradhelmtest 2020 - Alpina Alpina Airtime
2,2 3,2 2,0 1,0 2,7
Fahrradhelmtest 2020 - Abus Abus Scraper 3.0
2,8 2,9 2,1 1,0 2,8
Fahrradhelmtest 2020 - BTwin BTwin Teen 520
2,6 3,1 2,5 1,0 2,8
Fahrradhelmtest 2020 - KED KED 5forty
ab dem Produktionsdatum 11.2019 ist ein „Dreizack-Steck-Verschluss“ verbaut
2,6 3,1 2,5 1,0 2,8
Fahrradhelmtest 2020 - Bell Bell Local
2,6 3,2 2,2 1,0 2,9
Fahrradhelmtest 2020 - Fischer Fischer Modell-Nr. FZ-025
2,7 3,2 2,8 1,0 3,0
Notengrenzen

Notengrenzen für Empfehlung

ÖAMTC-Empfehlung
Note sehr gut gut befriedigend genügend nicht genügend
Notenwert 0,5 - 1,5 1,6 - 2,5 2,6 - 3,5 3,6 - 4,5 4,6 - 5,5
Video 1

ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl

Gut bis befriedigend

Drei Helme wurden mit "gut" bewertet, bestes Modell im Test war der Uvex hlmt 4 cc, der in keinem Kriterium große Schwächen zeigte.

"Leicht, gut einstellbar, bequem – all das trifft auf den Testsieger zu", fasst der ÖAMTC-Experte zusammen. "Größter Minuspunkt ist – wie bei fast allen Helmen im Test – die Erkennbarkeit im Dunkeln. Hier besteht tatsächlich noch Nachbesserungsbedarf."

Ebenfalls mit der Note "gut" beurteilt wurden der Giro Quarter FS und, durchaus überraschend, der Prophete Artikel Nr. 0424, eines der günstigsten Produkte im Test. Kerbl: "Dieser Helm bietet die beste Stoßdämpfung aller Kandidaten. Grund ist vermutlich die ABS-Außenschale, die bei fast allen diesbezüglichen Tests geborsten ist, wodurch jedes Mal sehr viel Energie abgebaut wurde."

Die übrigen sieben Helme erreichten die Note "befriedigend", darunter mit dem Nutcase Street Gen3 auch das teuerste Produkt im Test (der aber immerhin als einziger eine geringe Reflexion bei Dunkelheit bietet). Die Schwächen der einzelnen Modelle verteilen sich auf verschiedene Kriterien, sind aber nirgendwo so eklatant, dass eine schlechtere Note gerechtfertigt gewesen wäre. Die größte Kritik von den Testern gab es für den Alpina Airtime, bei dem die Befestigung des Kinnbandes riss bzw. bei Belastungen beschädigt wurde sowie für den Fischer Modell-Nr. FZ-025, dessen Beklebung höheren Temperaturen nicht standhielt. Positiv ist zu erwähnen, dass bei keinem Helm erhöhte Schadstoffwerte festgestellt wurden.

Nur mit Helm

Schutzwirkung setzt richtiges Tragen voraus

Grundsätzlich sollte ein Helm schon gefallen, gerade bei Kindern und Jugendlichen kann das die Tragemoral erhöhen. Noch wichtiger ist aber, dass der Helm richtig passt.

"Vor dem Kauf ist also anprobieren angesagt: Der Helm muss gleichmäßig straff sitzen, sollte aber dennoch angenehm sein, also nicht drücken oder einschneiden", weiß der ÖAMTC-Techniker. "Was auch nicht vergessen werden darf: Nach einem schweren Sturz sollten auch diese Helme unbedingt ausgetauscht werden – auch wenn ihre harte Außenschale geeignet ist, mehrere Schrammen zu überstehen. Denn es kommt vor allem auf das Innenleben an, wenn es dort Schäden gibt, kann sich die Schutzwirkung deutlich verringern."

Die ÖAMTC- Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten – daher gilt: Nur mit Helm radeln und diesen auch richtig aufsetzen.

Video 2

Sitzt der Helm richtig?

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