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Rettungsgasse gilt auch in anderen europäischen Ländern

Mit der Einführung der Rettungsgasse ist Österreich dem Beispiel anderer europäischer Länder gefolgt.

Rettungsgasse - so geht's! © Asfinag
Rettungsgasse  -  So wird der Weg frei für die Rettungskräfte! (11/2011) Weiteres Video: Häufige Fragen zur Rettungsgasse. © Asfinag

Rettungsgasse in Österreich

In Österreich gilt seit 1. Jänner 2012 auf Autobahnen und Schnellstraßen die Verpflichtung zur Bildung einer Rettungsgasse. Der ÖAMTC appelliert an die Lenker, gemeinsam solidarisch Platz zu machen. Gegenseitige Rücksichtnahme und Selbstverantwortung sind gefragt, damit im Notfall rasch geholfen werden kann. Zudem drohen bei Missachtung der Vorschriften empfindliche Strafen. Das Nichtbilden der Rettungsgasse wird mit bis zu 726 Euro geahndet. Wer Einsatzfahrzeuge behindert, muss mit einer Strafe von bis zu 2.180 Euro rechnen.

Mit der Einführung der Rettungsgasse ist Österreich dem Beispiel anderer europäischer Länder gefolgt. In Deutschland, Slowenien, Tschechien und in der Schweiz besteht ebenfalls die Verpflichtung, eine Gasse für Einsatzfahrzeuge frei zu halten. Mit Ausnahme von Tschechien sind die Regeln zu Bildung einer Rettungsgasse den Vorschriften in Österreich sehr ähnlich.

So funktioniert die Rettungsgasse in Österreich

Anlässlich der Urlaubssaison hat der Club die Rettungsgasse-Bestimmungen in unseren Nachbarländern zusammengefasst:

Deutschland

Bildet sich auf einer Richtungsfahrbahn in einem Abschnitt mit mindestens zwei Fahrstreifen ein Stau, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Die freie Gasse für die Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen ist zwischen dem äußerst linken und dem daneben liegenden Fahrstreifen zu bilden. Alle Verkehrsteilnehmer auf der linken Spur müssen sich so weit links, wie möglich einordnen. Wer auf der rechten Spur ist, muss so weit nach rechts, wie notwendig. Bei mehrspurigen Richtungsfahrbahnen gilt also wie in Österreich: Fahrzeuge auf der linken Spur nach links, alle anderen nach rechts. Bei Nichteinhaltung droht eine Verwarnungsstrafe von mindestens 20 Euro.

Schweiz

Wer das Ende eines Staus auf einer Richtungsfahrbahn erreicht, warnt nachfolgende Fahrzeuglenker mit der Warnblinkanlage. Auch in der Schweiz muss in der Mitte eine Gasse für Rettungsfahrzeuge frei bleiben. Auf drei- oder mehrspurigen Autobahnen wird die Rettungsgasse zwischen mittlerer und linker Fahrspur gebildet.

Slowenien und Ungarn

Bei einem Stau auf der Autobahn muss stets eine Fahrspur für alle vorfahrtsberechtigten Fahrzeuge frei bleiben. Generell gelten dafür dieselben Regelungen wie in Österreich. Verkehrsteilnehmer auf der linken Spur müssen also so weit wie möglich nach links, alle anderen so weit wie notwendig nach rechts ausweichen.

Tschechien

In Stausituationen auf Autobahnen und Schnellstraßen mit zwei Fahrstreifen muss in der Mitte eine freie Gasse mit mindestens drei Metern Breite gebildet werden. Vorsicht bei mehrspurigen Richtungsfahrbahnen: Die Rettungsgasse muss auf Abschnitten mit mehr als zwei Spuren zwischen dem mittleren und rechten Fahrstreifen gebildet werden. Es gilt also: Fahrzeuge auf der rechten Spur so weit wie möglich nach rechts, alle anderen so weit wie notwendig nach links.

Weitere Nachbarländer

In den weiteren Nachbarländern Italien, Slowakei sowie im beliebten Reiseland Kroatien gibt es keine Verpflichtung zur Bildung einer Rettungsgasse.

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Urlaubszeit ist Reisezeit – ab an den Strand oder in neue Abenteuer.  Für Entspannung und stressfreie Vorbereitung stellt Ihnen der ÖAMTC vom Routenplaner über umfassende Länderinfos, Tipps für die Anreise per Auto und Flugzeug bis hin zur ÖAMTC City Guide App – alle wichtigen Informationen übersichtlich zur Verfügung. 

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