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Mit richtig beladenem Auto in den Sommerurlaub

Ablage freihalten, schwere Gegenstände nach unten packen und höchstzulässiges Gesamtgewicht beachten

Viele Urlauber nutzen den Sommer und den Herbst für eine Reise mit dem Auto. "Dabei sollte man immer für eine sichere Beladung des Fahrzeugs sorgen. Wenn beispielsweise ein Koffer mit 15 kg falsch gesichert ist, kann er bei einem Auffahrunfall mit 50 km/h zu einem 450 kg schweren Geschoß werden, das im schlimmsten Fall sogar die Rücksitzlehnen durchschlägt. Dabei kann es zu tödlichen Verletzungen kommen", warnt ÖAMTC-Techniker Thomas Stix. Er gibt Tipps, wie man sein Auto am besten belädt.

* Reifendruck und Scheinwerfer optimieren: Bei starker Zuladung muss der Reifendruck angepasst werden – den empfohlenen Druck findet man in der Betriebsanleitung. Auch die Scheinwerfer müssen der Ladung angepasst werden, damit sie auf die Straße und nicht in den Himmel leuchten.

* Kofferraum richtig beladen und Höhe beachten: "Die schwersten Gegenstände müssen am weitesten unten geladen werden, so beeinflussen sie die Fahreigenschaften des Autos am wenigsten. Außerdem können die Gegenstände bei einer Notbremsung nicht nach vorne fliegen", so der Club-Experte. Das Gepäck sollte am besten an der Rückenlehne anliegen, nicht verrutschen können und auch nur bis zur Rückenlehnen-Oberkante gepackt werden. Vor allem bei Fahrzeugen mit Heckklappe darf das Gepäck nicht über die Oberkante hinausragen. "Sollte es nicht anderes gehen, kann man ein Sicherheitsnetz montieren. Dieses muss an vorhandenen bzw. nachgerüsteten Befestigungsösen richtig eingehakt werden. Für alle, die öfter schwere Ladung transportieren, lohnt sich ein massives Trenngitter", rät Stix. Spezial-Tipp: in Limousinen mit geteilt umlegbaren Rücksitzen muss man bei aufgerichteten Lehnen kontrollieren, ob die Verriegelung auch tatsächlich eingerastet ist.

* Ablage und Rücksitze freihalten: Die "Hutablage" sollte man von Gegenständen frei halten, da diese bei einer Vollbremsung an die Hinterseite der Kopfstütze geschleudert werden bzw. im schlimmsten Fall sogar zu schweren Kopfverletzungen führen können. Der Fahrer muss außerdem eine gute Sicht nach hinten haben. Auch die Rücksitze sollten frei von Kühltaschen und sonstigem Gepäck bleiben. Am besten verstaut man sie im hinteren Fußraum.

* Fußraumbereich des Fahrers freihalten: Im Fußraum des Fahrers sollte man auf keinen Fall Gegenstände lagern. Diese können ablenken oder sogar die Fahrzeugbedienung unmöglich machen.

* Dachlast beachten: Transportiert man Gepäckstücke in einer Dachbox bzw. direkt auf dem Dachträger, muss man die höchstzulässige Dachlast beachten. "Der Dachträger muss fix befestigt sein. Außerdem muss man Fahrweise und Tempo an die Dachlast anpassen, da diese Auswirkungen auf die Stabilität des Autos in Kurven hat. Wer Fahrräder transportiert, sollte Radpumpen, Packtaschen und sonstige lose Teile in den Kofferraum geben und nicht am Fahrrad belassen. Wenn sich solche Gegenstände lösen, können sie Unfälle verursachen", erklärt Stix.

* Gesamtgewicht kontrollieren: "Bei voll beladenem Fahrzeug  darf das höchstzulässige Gesamtgewicht – also das Eigengewicht des Autos samt aller Insassen und Gepäck – nicht überschritten werden. Wie hoch dieses ist, findet man in der Betriebsanleitung", so der ÖAMTC-Techniker.

 Strafe bei unzureichender Ladungssicherung möglich

Wer seine Ladung nicht ausreichend sichert, riskiert eine Strafe von bis zu
5.000 Euro. Außerdem kann die Weiterfahrt verboten werden. Wenn die Verkehrssicherheit durch mangelnde Sicherung gefährdet wurde, kann das sogar mit einer Vormerkung geahndet werden. Dies ist zum Beispiel bei einer falsch beladenen und montierten Dachbox der Fall, die auf der Straße landet und eine Gefahr für den Nachfolgeverkehr darstellt.

Rückfragehinweis:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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