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Skihelmtest

Ski- und Snowboard-Helme im Test

Unfallschutz ist ausbaufähig – dennoch ist jeder Helm besser als keiner.

© ÖAMTC

Unfallschutz ist ausbaufähig – dennoch ist jeder Helm besser als keiner.

Ski- und Snowboard-Helme im Test:
Einleitung

Zehn Modelle getestet

Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen hat der Mobilitätsclub zehn aktuelle Ski- und Snowboard-Helme für Jugendliche und Erwachsene getestet.

ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl

"Kein Modell ist durchgefallen – und selbst der schwächste Kandidat schützt den Kopf befriedigend. Das bedeutet, dass der Sicherheitsaspekt auch in der günstigsten Preisklasse nicht vernachlässigt wird."

Geprüft wurden die Helme – neben der Sicherheit – auch in Hinblick auf Handhabung, Komfort und Schadstoffbelastung.

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Ergebnisse

Die Ergebnisse im Detail

  Unfallschutz Handhabung Komfort Schadstoffe Gesamtnote Empfehlung
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Scott Scott Track Helm
2,4 2,4 2,3 1,0 2,4
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Sweet Sweet Protection Blaster II Helmet
2,7 2,5 2,2 1,0 2,5
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Alpina Alpina Albona
2,7 2,7 2,4 1,0 2,6
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Black Black Crevice Skihelm Kitzbühel
2,9 2,3 2,3 1,0 2,6
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Uvex Uvex Legend 2.0
2,8 3,0 1,8 1,0 2,6
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Anon Anon Greta 3
2,7 3,2 2,3 1,0 2,7
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Head Head Compact Skihelm
2,0 3,4 2,8 1,0 2,7
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Salomon Salomon Husk JR
3,0 2,1 2,4 1,0 2,7
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Atomic Atomic Revent
3,1 1,9 2,4 1,0 2,8
Ski- und Snowboardhelmtest 2023 - Decathlon Decathlon / Wed´ze H-FS 300
2,8 3,1 2,7 1,0 2,9
Notengrenzen

Notengrenzen für Empfehlungen

ÖAMTC-Empfehlung
Note sehr gut gut befriedigend genügend nicht genügend
Notenwert 0,5 - 1,5 1,6 - 2,5 2,6 - 3,5 3,6 - 4,5 4,6 - 5,5
Bewertung

Unfallschutz ist ausbaufähig

Zwei der zehn Modelle erreichten die Note "Gut": der Track Helm von Scott und der Blaster II Helmet von Sweet Protection. Beide sind gute Allrounder, die sich in keinem Kriterium eklatante Schwächen leisten. Das Modell von Scott überzeugt beispielsweise beim Schutz vor Kälte, Umgebungs- und Windgeräuschen und bietet den zweitbesten Unfallschutz im Feld. Der Helm von Sweet Protection hat seine Stärken in Komfort und Handhabung und punktet bei der Abstreifsicherheit. Auffällig: Beim Test brach der aus Kunststoff bestehende Einsteller des Kinnriemens, was ein noch besseres Gesamtergebnis verhindert.

Doch auch, wenn diese zwei Helme mit "Gut" bewertet wurden: Der Unfallschutz ist insgesamt ausbaufähig.

Kerbl: "Es gab hier zwar keinen 'Durchfaller', allerdings kommt nur eines der zehn getesteten Modelle – der Compact Skihelm von Head – in diesem wichtigen Kriterium über ein 'Befriedigend' hinaus. Grund ist vor allem die Stoßdämpfung, auf die die Hersteller größeres Augenmerk legen sollten."

Letztlich ist es tatsächlich die Prüfung der Stoßsicherheit, die bei sieben von zehn Testkandidaten hauptverantwortlich für die Note "Befriedigend" ist – ansonsten hätte es deutlich mehr "Gut" gegeben. Ausnahme unter den mit der Note "Befriedigend" beurteilten Helmen ist das genannte Modell von Head: Im Unfallschutz ist er der Beste, dafür schwächelt er bei Handhabung und Komfort, indem er z. B. nur eine dreistufige Anpassung des Kopfbandes zulässt, während alle anderen getesteten Helme über das übliche Drehrad zur Einstellung verfügen. Erfreuliche Randnotiz: Bei keinem der Helme wurde eine übermäßige Belastung mit Schadstoffen festgestellt.

Tipps

ÖAMTC-Tipps für den Helm-Kauf

Die Entscheidung, welchen Helm man kauft, ist überaus wichtig – zwar schützt jedes Modell vor schweren Kopfverletzungen, dennoch gibt es Unterschiede, die mitunter auch mit dem persönlichen Geschmack zu tun haben. ÖAMTC-Experte Kerbl hat die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

  • Da jede Kopfform individuell ist, empfiehlt es sich, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten prüfen und ein Fehlkauf vermeiden.
  • Zum Kauf sollte man unbedingt die Skibrille mitnehmen (falls schon eine vorhanden ist), um zu testen, ob Helm und Brille überhaupt kompatibel sind.
  • Nach heftigen Kollisionen, z. B. mit anderen Skifahrenden oder Einrichtungen an der Piste, aber auch bei sichtbaren Schäden (etwa einem gebrochenen Clip) sollte der Helm ersetzt werden.
  • Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten – wenn er (richtig) getragen wird. Daher gilt: Immer mit Helm fahren und diesen auch richtig aufsetzen und anpassen!
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