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ÖAMTC: Kinder müssen beim Aussteigen besonders vorsichtig sein

Richtige Vorbereitung hilft, Unfälle zu vermeiden  

Angenehme Stimmung, ein lustiges Gespräch mit Freund:innen oder Familienmitgliedern, verärgert, müde oder verträumt – gerade noch im Auto mit den Eltern oder Öffis unterwegs, müssen Kinder beim Aussteigen besonders vorsichtig sein. Allein in den letzten vier Jahren (2018 – 2021) verunglückten rund 2.100 Kinder als Fußgänger:innen im Straßenverkehr (Quelle: Statistik Austria / ÖAMTC). Sie tendieren nämlich aufgrund ihres jungen Alters dazu, sich leichter ablenken zu lassen, wie ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger erklärt: "Den Nachwuchs kann das Ende einer Fahrt besonders herausfordern, insbesondere wenn Zeitdruck beim Verlassen des Fahrzeuges herrscht. Kinder können nicht so rasch umschalten, weil ihre Aufmerksamkeitsspanne geringer ist." Gerade noch im Fahrzeug passiv, sind sie im nächsten Moment beim Aussteigen in einer aktiven Rolle: "Wenn ein Kind aus dem Wagen, dem Bus oder der Bahn aussteigt und sich als aktive:r Verkehrsteilnehmer:in bewegt, sollte das vorbereitet, sicher und achtsam geschehen, damit nichts passiert", erklärt die Psychologin.

Tipps für einen sicheren Aussteigevorgang mit Kindern
 

  • Verkehrssituationen üben. Eltern sollten ihre Kinder von Beginn an auf einen sicheren Umgang im Straßenverkehr vorbereiten. "Das bedeutet auch, zu besprechen, worauf es zu achten gilt, wenn das Kind aus dem Auto oder Bus aussteigt", so Seidenberger. Wohin blickt man, wohin geht man. Erwachsene sind Vorbilder und müssen das richtige Verhalten somit auch vorleben. Zudem sollte man Kinder aus dem Auto immer gehsteigseitig aussteigen lassen. An Öffi-Haltestellen sollten die Kinder die Fahrbahn weder vor noch hinter dem Verkehrsmittel queren, sondern zur Haltstelle gehen, dort die nächste Ampelkreuzung aufsuchen und somit einen sicheren Weg über die Straße wählen.
     
  • Vorbereitung. Es ist ratsam, Kinder schon im Fahrzeug zeitgerecht auf die Aussteigesituation vorzubereiten: "Der rechtzeitige Hinweis, dass bald angehalten und ausgestiegen wird, ist wichtig. Begleiter:innen sollten dem Kind die Zeit geben, ruhig seine Sachen zu nehmen und vor dem Öffnen der Türe zu schauen, dass außerhalb keine anderen Verkehrsteilnehmer:innen gefährdet werden. Keinesfalls sollte man Kinder hetzen."
  • Ablenkungen verhindern. Beim Aussteigen weder ablenkende Gegenstände in der Hand halten (wie z. B. das Handy) noch auf bekannte Personen, Tiere etc. im Umfeld  fokussieren. "Kinder können dann leicht vergessen, sich auf den unmittelbaren Straßenverkehr zu konzentrieren, laufen los und sind nur auf die bekannte Person fixiert", so Seidenberger.

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ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
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