Herbst 2018

Presse

ÖAMTC-Umfrage: 68 Prozent wollen bei Tempo 130 auf Autobahnen bleiben

Bereits 65 Prozent der Österreicher:innen fahren immer oder teilweise spritsparend, keine Unterstützung für verpflichtende Temporeduktion

Angesichts der Diskussion rund um ein Tempolimit von 100 km/h auf Österreichs Autobahnen zur Reduktion des Spritverbrauchs zeigt eine aktuelle repräsentative Erhebung von Spectra* im Auftrag des ÖAMTC ein klares Stimmungsbild: 68 Prozent der Österreicher:innen halten Tempo 130 auf Autobahnen für angemessen. 19 Prozent wollen schneller, nur 11 Prozent wollen langsamer fahren. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung: "Wir stellen seit Jahren dieselbe Frage und bekommen mit leichten Schwankungen immer dieselbe Antwort: Die Mehrheit will keine Änderung der allgemeinen Tempolimits – das gilt selbst für diejenigen, die selten oder nie fahren." Auf den konkreten Vorschlag einer Absenkung des Tempolimits auf 100 km/h aus Spritspargründen angesprochen, hält ein Drittel der Befragten das für eine gute Idee. Eine klare Mehrheit von 61 Prozent lehnt diesen Vorschlag jedoch ab. Wiesinger: "Auch dieses Ergebnis liegt im langjährigen Trend. Die Menschen wollen selbst entscheiden, wie sie ihr Fahrverhalten anpassen, staatliche Vorgaben stoßen mehrheitlich auf Ablehnung", so Bernhard Wiesinger.

Auch spritsparende Fahrer:innen gegen Zwang

Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Autobahn-Nutzer:innen geben derzeit an, spritsparend zu fahren – 41 Prozent machen das immer schon so, elf Prozent seit dem jüngsten Preisanstieg bei Benzin und Diesel. Weitere 13 Prozent erklären, je nach Situation – etwa, wenn sie ohne Zeitdruck unterwegs sind – auf den Verbrauch zu achten. Bemerkenswert hierbei: Auch jene, die bereits eigeninitiativ Maßnahmen zum Spritsparen setzen, sprechen sich zu 53 Prozent gegen eine verpflichtende Temporeduktion aus.

Sollte die Politik trotz aller Ablehnung dennoch ein Tempolimit von 100 km/h einführen, knüpft die Bevölkerung daran klare Erwartungen: 78 Prozent sprechen sich dafür aus, dass eine solche Regelung nur vorübergehend gelten solle – etwa bei akuter Spritknappheit. Wiesinger: "Eine dauerhafte Absenkung des Tempolimits findet hingegen keine Unterstützung."

Mobilitätsclub setzt auf Eigenverantwortung und smarte Alternativen

Für den ÖAMTC unterstreichen die Ergebnisse einen klaren Befund: Maßnahmen zum Spritsparen werden durchaus gesetzt – jedoch überwiegend auf freiwilliger Basis. Wiesinger: "Wer seinen Verbrauch senken möchte, kann das schon heute tun – etwa durch vorausschauendes Fahren oder eine angepasste Fahrweise. Dafür braucht es keine verpflichtenden Tempolimits."

Als Alternative schlägt der Mobilitätsclub unter anderem eine Optimierung von Ampelschaltungen im Sinne einer "Grünen Welle" sowie ein Überholverbot für Lkw auf zweispurigen Autobahnen vor. "Beides zusammen würde mehr Sprit sparen als ein Tempolimit für Pkw auf Autobahnen und Schnellstraßen", so Wiesinger abschließend.

*Details zur Umfrage: Spectra Marktforschungsgesellschaft mbH, (n=1.000), Befragungszeitraum: Ende März 2026

Rückfragehinweis für Journalist:innen:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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Bilder & Grafiken

ÖAMTC-Umfrageergebnisse: Tempolimits auf Autobahnen & Schnellstraßen © infotainment gerald fürst | www.info-gf.at
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