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Südtirol: Grödner Joch doch befahrbar
Das für 1.9. geplante Fahrverbot gilt vorerst noch nicht.
Was war geplant
Gegenstand der Diskussion ist die Passverbindung, welche die Gemeinden des Grödner- und Gadertals miteinander verbindet. Über die Strada Statale 243 wird das Grödner Joch (Passo Gardena) erreicht, das ein Teilstück der bekannten Sella-Runde bildet – einer Umrundung des Sella-Massivs über insgesamt vier Pässe.
Ursprünglich war vorgesehen, diesen Streckenabschnitt ab dem 1. September 2026 für den gesamten motorisierten Individualverkehr zu sperren. Sonderregelungen sollten dabei lediglich für den Lieferverkehr, Anwohner sowie Übernachtungsgäste gelten.
Dieses Vorhaben wurde vorerst zugunsten einer umfassenden Datenerhebung ausgesetzt. Ziel ist es, die exakten Konsequenzen einer potenziellen Sperrung auf die umliegenden Ortschaften und Täler zu analysieren. Nach dem Ende dieses Testzeitraums werden die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam mit den Kommunen und den Bürgern ausgewertet.
Maßnahmen in Südtirol
Um das hohe Aufkommen an Besuchern besser zu steuern, setzen verschiedene Destinationen in Südtirol zunehmend auf Zugangsbeschränkungen.
Besucherobergrenze an der Seceda:
Für die Bergbahn zum Gipfel der Seceda (2.519 Meter) bei Sankt Ulrich ist eine maximale Kapazität von täglich 3.000 bis 4.000 Personen im Gespräch. Die Steuerung soll über ein digitales Buchungssystem mit festen Zeitfenstern erfolgen. Bei Erreichen des Limits ist eine Buchung für den jeweiligen Tag nicht mehr möglich.
Erweiterte Zufahrtsbeschränkungen am Pragser Wildsee:
Die bestehenden Regelungen für den Pragser Wildsee wurden für die Sommermonate verschärft. Im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 15. September ist die Zufahrt zwischen 9:00 Uhr und 16:00 Uhr beschränkt. Die Anreise ist dann nur noch per ÖPNV, dem Fahrrad, zu Fuß oder mit einem vorab online gebuchten Ticket bzw. einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung gestattet.
Ein vergleichbares System zur Verkehrsberuhigung und Besucherlenkung greift bereits im Gebiet um die Drei Zinnen.
Quelle: ADAC
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