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ÖAMTC-Praxistest zeigt E-Auto-Reichweiten nahe an Herstellerangaben (+ Foto)
Mobilitätsclub begleitet internationalen Test in Norwegen
Der ÖAMTC hat Anfang Juni gemeinsam mit seinem norwegischen Partnerclub NAF den weltweit größten Praxistest für Elektroauto-Reichweiten durchgeführt. Beim sogenannten "El Prix" wurden 24 aktuelle Modelle unter realistischen Bedingungen im Sommer getestet. "Die tatsächlichen Reichweiten lagen im Schnitt nahezu exakt auf dem Niveau der offiziellen WLTP-Angaben", fasst ÖAMTC-Techniker Florian Merker das Ergebnis zusammen.
Das erklärte Ziel von "El Prix" ist, die reale Reichweite unter vergleichbaren Bedingungen zu ermitteln und Konsument:innen damit eine verlässliche Orientierung zu bieten. Bei Temperaturen zwischen 13 und 18 Grad Celsius wurden die Fahrzeuge im Minutenabstand auf die Strecke geschickt und absolvierten dieselbe Route. Von Stadtverkehr bis Autobahn war beinahe alles dabei, zur besseren Vergleichbarkeit wurde zudem die Klimaanlage in allen Autos auf 20 Grad Celsius eingestellt. Gefahren wurde so lange, bis die Fahrzeuge ihre Leistung nicht mehr aufrechterhalten konnten.
Reale Reichweiten weichen kaum ab
Die Auswertung zeigt insgesamt ein konsistentes Bild: Zwölf der 24 getesteten Fahrzeuge erreichten ihre WLTP-Angabe oder übertrafen sie sogar. Die größte positive Abweichung lag bei plus 11,4 Prozent, die größte negative bei minus 11,7 Prozent. Im Durchschnitt lag die tatsächliche Reichweite nur 0,2 Prozent unter dem WLTP-Wert. "Der Test zeigt, dass die offiziellen Reichweitenangaben mittlerweile eine hohe Aussagekraft haben", sagt Merker. "Unter realistischen Bedingungen liegen die meisten Fahrzeuge sehr nahe an den Herstellerangaben. Das erleichtert Konsument:innen die Einschätzung im Alltag."
Breites Teilnehmerfeld
Neben bereits in Österreich erhältlichen Fahrzeugen wurden auch Modelle getestet, die hierzulande noch nicht verfügbar sind. Dazu zählen etwa der Changan Deepal S05, der Dongfeng Vigo, der Lucid Gravity oder der MG IM6.
Die Analyse der einzelnen Ergebnisse zeigt, dass der Xpeng X9 mit plus 11,4 Prozent die größte positive Abweichung erzielte, wohingegen der MG IM6 mit minus 11,7 Prozent am weitesten unter dem WLTP-Wert lag. Aber auch Fahrzeuge europäischer Hersteller, darunter BMW, Mercedes-Benz oder Polestar bewegten sich überwiegend rund um ihre offiziellen Angaben.
Der "El Prix" wird seit 2020 zweimal jährlich im Sommer und im Winter vom norwegischen Automobilclub NAF durchgeführt. Ziel ist es, die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen unter vergleichbaren Bedingungen transparent zu machen. "Gerade der Vergleich zwischen Sommer- und Wintertest ist für Autofahrer:innen relevant", so der ÖAMTC-Techniker. "Er zeigt auf, wie stark äußere Einflüsse die Reichweite verändern können."
Service für Konsument:innen
Für Interessierte bietet der ÖAMTC detaillierte Informationen zu den getesteten Modellen und deren Reichweiten auf www.oeamtc.at/news/sommer-reichweitentest-bei-e-fahrzeugen-in-norwegen-87762071. Die Ergebnisse können bei der Fahrzeugwahl unterstützen und helfen, die eigene Nutzung realistischer einzuschätzen.
Aviso an die Redaktionen:
Fotos zu dieser Aussendung stehen unter www.oeamtc.at/presse zum Download zur Verfügung.
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