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Neugestaltung Aumannplatz: ÖAMTC begrüßt geplante Aufwertung
Nachbesserungsbedarf sieht der Mobilitätsclub noch in puncto Verkehrsführung
Die geplante Aufwertung des Aumannplatzes im 18. Wiener Gemeindebezirk bewertet der ÖAMTC grundsätzlich positiv: "Eine sinnvolle Umgestaltung des öffentlichen Raums rund um den Norbert-Liebermann-Park im Herzen Währings mit Begrünung und Aufenthaltsflächen ist auf jeden Fall begrüßenswert", sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler, hält gleichzeitig aber fest: "Bei der Verkehrsführung sind aus unserer Sicht noch Nachbesserungen notwendig. Mit dem aktuellen Konzept der Bezirksvorstehung sind bei höherem Verkehrsaufkommen Rückstaus jedenfalls vorprogrammiert." Konkret betrifft das den Kreuzungsbereich Türkenschanzstraße und Gentzgasse auf der Währinger Straße stadteinwärts.
ÖAMTC nennt Lösungsansätze, um Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten
Um den Verkehrsfluss zu sichern, spricht sich der ÖAMTC dafür aus, vor dem Kreuzungsbereich einen zweiten Fahrstreifen von der Währinger Straße kommend zu implementieren: "Dank dieser Abbiegespur könnte der Hauptverkehrsstrom stadteinwärts weiter ohne Behinderungen fließen", betont Nagler. Nach Einschätzung des Clubs ließe sich das ohne großen Aufwand umsetzen, indem die geplante Wien-Mobil-Radstation auf die andere Seite vor den Park verlegt würde.
Weiters sieht der ÖAMTC einen Widerspruch im geplanten Vorhaben, die Fußgängerzone für Radfahrer:innen zu öffnen: "Für Fußgänger:innen wird das Queren des Aumannplatzes nicht angenehmer und sicherer werden, wenn die Fläche gleichzeitig dem Radverkehr offensteht. Erfahrungsgemäß führt dies gerade in Einkaufsstraßen immer wieder zu Konflikten", gibt Nagler zu bedenken. Daher plädiert der Mobilitätsclub dafür, die Fußgängerzone ausschließlich für Ladetätigkeiten freizugeben.
Langfristige Vision: generelle Einbahnführung in Währinger Straße und Gentzgasse
Über die unmittelbaren Nachbesserungen hinaus formuliert der ÖAMTC eine langfristige Perspektive für das Gebiet: "Eine generelle Einbahnregelung auf der Währinger Straße und der Gentzgasse – kombiniert mit einem Straßenbahngleis pro Fahrtrichtung – hätte das Potenzial, die Einkaufsstraße aufzuwerten, den Verkehrsablauf für alle Verkehrsteilnehmer:innen spürbar zu verbessern sowie insgesamt mehr Platz zu schaffen", hält Nagler abschließend fest.
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