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Hitze setzt Bahn und Straße zu

Nicht notwendige Bahnreisen vermeiden.

Temperaturen an die 40 Grad und glühender Asphalt: Die Hitzewelle setzt nicht nur Mensch und Tier zu, sondern auch der Infrastruktur.
Die ÖBB appellierten bereits am Freitag, nicht unbedingt notwendige Bahnreisen in den kommenden Tagen zu verschieben oder zu vermeiden.

Auch die Straßen leiden unter der Hitze. Eine Schadensmeldung kam am Samstagnachmittag von der West Autobahn (A1) im Baustellenbereich zwischen Haag und St. Valentin Richtung Linz, so dass hier nur ein Fahrstreifen befahrbar war. Die Behebung der Schäden dauerten bis in den späten Sonntagnachmittag . Trotz des geringen Verkehrsaufkommens kam es in diesem Bereich zu Zeitverlust und Staus.

In den kommenden Tagen könnten sich solche Vorfälle mehren. Der ÖAMTC rät daher, vorausschauend zu fahren und bemerkte Schäden zu melden.

Behinderungen im Bahnverkehr

Die hohen Temperaturen können zu Gleisverformungen und -verwerfungen führen, so dass die Züge langsamer fahren müssen. Am Samstag kam es vor allem in Vorarlberg zu Problemen. Am Sonntag mussten weitere Strecken - etwa im Bezirk Landeck oder bei Hadersdorf am Kamp - gesperrt werden. Bahnreisende sollten sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindung informieren und mehr Zeit für einplanen. Ist ein Umstieg geplant, könnte es auch ratsam sein, einen früheren Zug zu nehmen, um den Anschlusszug zu erreichen.

Welche Straßen sind besonders gefährdet?

Für die Art der Schäden ist der Fahrbahnbelag entscheidend.

  • Betonplatten reagieren bei Erwärmung mit einer Längenausdehnung, wodurch sich die Fahrbahnplatten wölben können. Bei älteren Fahrbahndecken aus Beton kann das sogar zum Aufplatzen führen (Blow up). Betonstraßen wurden und werden überwiegend nur bei Straßen mit hoher Belastung verwendet, also z.B. bei Autobahnen und Kreisverkehren. Betroffen sind auch besonders alte, mehrfach reparierte Abschnitte – meist auf Autobahnen – und dort vor allem Fugen und Nahtstellen.
  • Asphalt wiederum ist ein thermoplastischer Baustoff, der bei steigenden Temperaturen weicher wird. Dadurch können bei Belastungen, etwa durch Lkw-Verkehr, Spurrinnen entstehen. Eine andere Schädigung, die insbesondere bei Gussasphalten auftreten kann, ist Blasenbildung, also kleine Aufwölbungen auf der Fahrbahn. Auch hier sind ältere Straßen eher gefährdet, denn durch härtere Bindemittel oder splittreiche Gesteinskörnungen werden mittlerweile verformungsbeständiger Asphaltmischungen produziert.

Straßenschäden melden

Egal, ob auf Landstraße oder Autobahn und auf welchem Fahrbahnbelag: Wird generell vor Schäden in der Fahrbahn gewarnt, muss man das unbedingt ernst nehmen und sich an Tempolimits halten. Schon kleine Unebenheiten, Löcher und Risse können für Verkehrsteilnehmende zum Risiko werden. Das gilt besonders für Motorradfahrer, die aufgrund von Blow-ups oder anderer Schäden stürzen könnten.

Auch wenn nicht oder noch nicht gewarnt wird, sollte man, wenn man auf älteren Strecken unterwegs ist oder bei sichtbaren Unebenheiten und Nahtstellen, besonders vorsichtig fahren, das Tempo drosseln und den Sicherheitsabstand erhöhen.

Auffällige Fahrbahnschäden, sollte man bei nächster sicherer Gelegenheit melden – etwa der Polizei oder der Meisterei.

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Bilder & Grafiken

Auf dem bild ist ein Thermometer angezeigt, das in die Sonne gehalten wird und eine hohe Temperatur von rund 35 Grad anzeigt. Hitzewelle - so bleibt man auch unterwegs cool © Canva_ÖAMTC
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