Drohnen-Sicherheitspaket
Presse
ÖAMTC: Rücksichtsvoller Drohnenflug in Schutzgebieten
Drohnen-Info-App des Mobilitätsclubs zeigt, was wo erlaubt ist
Drohnen ermöglichen beeindruckende Film- und Fotoaufnahmen. Aus diesem Grund üben unberührte Landschaften auf viele Pilot:innen eine spezielle Faszination aus. "Gerade solche Gebiete sind jedoch häufig als Schutzgebiete ausgewiesen, in denen – wenn überhaupt – besonders umsichtig geflogen werden sollte", betont Thomas Fleer, Drohnenexperte des ÖAMTC. Der Grund: Drohnen können Wildtiere und Vögel während Brut- oder Aufzuchtzeiten erheblich stören, da sie als Bedrohung wahrgenommen werden. "Greifvögel reagieren teilweise sehr sensibel und greifen kleinere Drohnen im Extremfall sogar an", warnt Fleer. Auch für Erholungssuchende können die Fluggeräte rasch zur Belastung werden.
Da es luftfahrtrechtlich nur wenige Einschränkungen für Flüge über Schutzgebieten gibt, sind es in erster Linie die jeweiligen Naturschutzgesetze der Bundesländer, die hier regulierend wirken. "Naturschutz ist in Österreich Ländersache und entsprechend unterschiedlich geregelt", erklärt der ÖAMTC-Experte. "Grundsätzlich gilt: Jeder Eingriff in Pflanzenwelt und Tierleben ist verboten und kann geahndet werden." Zusätzlich weisen häufig Hinweisschilder vor Ort auf bestehende Drohnenflugverbote hin.
Legale Flüge über Schutzgebieten sind dennoch möglich. Voraussetzung dafür sind Information und Rücksichtnahme. "Ein zentrales Hilfsmittel ist die Drohnen-Info-App des ÖAMTC", empfiehlt Fleer. "Sie zeigt an, ob es sich beim geplanten Fluggebiet um ein Schutzgebiet handelt und welche speziellen Regelungen dort gelten." Darüber hinaus bietet die App Kontaktmöglichkeiten, um erforderliche Genehmigungen einzuholen. Es empfiehlt sich jedenfalls, die zuständigen Stellen vorab zu informieren. "Ein rücksichtsvoller Drohnenflug sollte aber nicht nur in Schutzgebieten selbstverständlich sein", betont der Experte des ÖAMTC. "Wild- und Weidetiere dürfen weder gezielt angeflogen noch verfolgt werden. Ein Mindestabstand von 50 bis 70 Metern ist unbedingt einzuhalten."
Unterstützung durch App und Training
Für die Vorbereitung und den sicheren Betrieb stellt der ÖAMTC mit der Drohnen-Info-App aktuelle Karten mit Flugzonen und Wetterinformationen sowie rechtlichen Grundlagen zur Verfügung. Zudem können wichtige Dokumente digital gespeichert werden. Praxisnahe Trainings in den ÖAMTC Fahrtechnik Zentren bieten darüber hinaus die Möglichkeit, den Umgang mit Drohnen unter professioneller Anleitung zu verbessern. Anmeldung und Infos: www.oeamtc.at/fahrtechnik/drohnen. Nähere Infos zum ÖAMTC-Drohnen-Sicherheitspaket findet man unter www.oeamtc.at/thema/drohnen.
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