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ÖAMTC-Flugrettung: Tiroler Notarzthubschrauber 2025 zu 3.624 Einsätzen alarmiert
Verlässliche Hilfe bei medizinischen Notfällen und Unfällen
Die in Tirol stationierten Notarzthubschrauber Christophorus 1, Christophorus 4, Christophorus 5 und Christophorus 7 hoben im Jahr 2025 zu insgesamt 3.624 Einsätzen ab. Damit bestätigte sich erneut die wesentliche Rolle der ÖAMTC-Flugrettung für die medizinische Akutversorgung in Tirol. "Hinter jeder Alarmierung steht ein Mensch in einer Ausnahmesituation. Unsere Aufgabe ist es, in diesen Momenten schnellstmöglich hochqualifizierte medizinische Hilfe an den Notfallort zu bringen", betont Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.
Im Durchschnitt wurde die Christophorus-Flotte in Tirol damit etwa zehnmal pro Tag angefordert. Der überwiegende Teil der Einsätze entfiel dabei auf Tirol, einige (15 Prozent) führten die Crews auch in benachbarte Bundesländer. "Gerade in einem Bundesland mit alpinem Gelände und teils langen Distanzen zu spezialisierten Krankenhäusern spielt der Notarzthubschrauber seine Stärken aus", so Trefanitz.
| Stützpunkt | Standort | 2025 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Christophorus 1 | Innsbruck | 942 | 775 |
| Christophorus 4 | Reith | 999 | 1.022 |
| Christophorus 5 | Zams | 930 | 894 |
| Christophorus 7 | Lienz | 753 | 784 |
Medizinische Notfälle prägen das Einsatzgeschehen
Den größten Anteil am Einsatzaufkommen machten auch dieses Jahr wieder internistische und neurologische Notfälle aus. In 1.236 Fällen – etwa bei akuten Herzerkrankungen oder Schlaganfällen – wurden die Christophorus Crews alarmiert. Unfälle im Arbeits-, Schul-, Freizeit- oder häuslichen Umfeld waren mit 395 Einsätzen ein weiterer Schwerpunkt. Zu Verkehrsunfällen hob der Notarzthubschrauber 147-mal ab, zu Sport- und Freizeitunfällen im alpinen Gelände 1.382-mal. In 329 Fällen war eine Taubergung notwendig, da eine Landung direkt am Einsatzort nicht möglich war. Insgesamt handelte es sich bei 3.093 Einsätzen um sogenannte Primäreinsätze, bei denen Notärzt:innen und Flugretter:innen direkt zum Notfallort geflogen wurden, um Patient:innen vor Ort zu versorgen und anschließend in das medizinisch am besten geeignete Krankenhaus zu transportieren.
Zusätzliche Unterstützung in der Wintersaison
In der einsatzstarken Wintersaison sind zudem Alpin 2 in Sölden sowie Alpin 5 in Hintertux stationiert. Deren Crews absolvierten 2025 insgesamt 963 Einsätze, vor allem in den Tiroler Skigebieten rund um die jeweiligen Stützpunkte, aber auch darüber hinaus.
"Dass wir auch 2025 wieder so vielen Menschen helfen konnten, ist das Ergebnis perfekt eingespielter Teams – in der Luft wie am Boden", unterstreicht Trefanitz. "Unsere Pilot:innen, Flugretter:innen und Notärzt:innen arbeiten Hand in Hand mit Partnerorganisationen wie dem Roten Kreuz und der Bergrettung. Lebensrettung funktioniert nur gemeinsam."
Österreichweite Einsätze auf konstant hohem Niveau
Österreichweit wurden die Christophorus-Crews 2025 zu insgesamt 21.650 Rettungsflügen alarmiert. Das entspricht durchschnittlich 59 Einsätzen pro Tag und unterstreicht die zentrale Rolle der ÖAMTC-Flugrettung innerhalb der notfallmedizinischen Versorgung in Österreich. "Diese Zahlen zeigen einmal mehr, wie wichtig ein dichtes Netz an Stützpunkten und bestens ausgebildeten Teams für die medizinische Versorgung in Österreich ist. Unsere Crews stehen täglich dort im Einsatz, wo jede Minute zählt – unabhängig von Wetter, Tageszeit oder Gelände", unterstreicht Trefanitz.
Derzeit stehen österreichweit 18 ÖAMTC-Notarzthubschrauber ganzjährig für die notfallmedizinische Versorgung zur Verfügung. Ergänzt wird die Flotte durch den bei Bedarf ebenfalls für Primäreinsätze eingesetzten Intensivtransporthubschrauber (ITH) sowie durch Christophorus 99, der zu besonders einsatzstarken Zeiten von Niederöblarn aus abhebt. Zusätzlich betreibt die ÖAMTC-Flugrettung vier saisonale Stützpunkte in Wintersportregionen.
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