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Mit dem Camper durch die Schweiz – welche Regeln man beachten sollte

Sonderfall PSVA für schwere Fahrzeuge, Achtung vor hohen Strafen – Tipps für den Roadtrip

Wer schon jetzt seinen Campingurlaub plant, sollte dabei auch die Schweiz in Erwägung ziehen – mit Bergen, Seen und Städten bietet das Nachbarland viel Abwechslung. Für Lenker von Reisemobilen und Gespannen gibt es einige Besonderheiten, die man kennen sollte, um böse Überraschungen zu vermeiden. So müssen beispielsweise Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, auch Wohnmobile und Wohnanhänger, keine Vignette, sondern eine pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA) bezahlen. "Diese ist für das gesamte Straßennetz zu entrichten, nicht nur für Autobahnen. Die Gebühr wird für jeden Tag, an dem sich das Fahrzeug in der Schweiz aufhält, fällig – unabhängig davon, ob es bewegt wird oder nicht", sagt Tomas Mehlmauer, Präsident des Österreichischen Camping Clubs (ÖCC). Die Bezahlung kann auch mittels App erfolgen.

Weitere Bestimmungen für Camper in der Schweiz:

  • Vignette: Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht benötigen eine Vignette – diese kostet umgerechnet 38 Euro für ein Jahr und ist u.a. an der Grenze und an Tankstellen erhältlich. "Kontrollen sind keine Seltenheit. Für das Fahren ohne Vignette werden rund 190 Euro Strafe fällig", warnt der Experte. Achtung: Bei einigen Tunneln und Pässen fallen zusätzliche Gebühren an.
  • Straßennutzung: "Gespanne dürfen auf  dreispurigen Autobahnen nicht die linke Spur nutzen", weiß Mehlmauer.
  • "Wildcampen": In der Schweiz ist das freie Stehen grundsätzlich verboten. Manche Kantone erlauben jedoch eine Übernachtung zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit. 
  • Parken: Viele Schweizer Städte haben zum Parken "Blaue Zonen" eingerichtet –auch mit dem Camper kann man dort eine Stunde gratis parken.
  • Promillegrenze: "Die Promillegrenze liegt für Lenker in der Schweiz bei 0,5", sagt der ÖCC-Experte. "Wer mit mehr Alkohol im Blut erwischt wird, muss mindestens 525 Euro Strafe zahlen."
  • Licht an: Ganzjährig ist für alle Fahrzeuge Licht am Tag vorgeschrieben.

Campertour von St. Gallen über St. Moritz, Luzern und Zürich

"Die beste Reisezeit ist Mitte Juni bis Anfang Juli, das ist noch außerhalb der Hochsaison und ein Vorreservieren der Campingplätze ist nicht unbedingt nötig – so ist man flexibler", sagt der ÖCC-Experte. Eine mögliche Campertour durch die Schweiz, für die man etwa sieben bis zehn Tage einplanen sollte, startet am Campingplatz Bächli in St. Gallen. Von dort führt die Stecke nach Sankt Moritz über Bad Ragaz, vorbei an der Engadiner Seenplatte. Weiter geht es über den San Bernardino Pass und Bellinzona in Tessin. Anschließend kann der Weg über den St. Gotthard Pass nach Luzern führen. Ein Besuch des Luzerner Hausbergs Pilatus ist beinahe Pflicht – bei guter Sicht bietet er ein Panorama mit 73 Alpengipfeln. Auf dem Rückweg lohnt sich ein Stopp in Zürich.

Entlang der Strecke finden sich zahlreiche Campingplätze, bei denen ÖCC-Mitglieder attraktive Rabatte erhalten – Details dazu unter: www.campingclub.at.

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