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Was mich antreibt!

Veranstaltungen organisieren liegt ihr im Blut. Und Motorradfahren.

Mariella Canaval Matthias Fenzl

Die Wienerin Mariella Canaval packt gerne mit an. Gut für das ÖAMTC-Eventteam, welches sie seit 2023 unterstützt. Warum der Grat zwischen Engagement und Erschöpfung schmal ist und sie sich auf dem Motorrad sicherer fühlt als im Auto, erklärte sie uns bei einem Glas Mate-Minze.

Das Gefühl auf der Straße, das Fahrgefühl, es ist einfach unbeschreiblich.
Mariella Canaval, ÖAMTC-Eventteam

Von der Gastro zur Mobilität

Ich bin gelernte Restaurantfachfrau. In der Branche habe ich auch zehn Jahre lang gearbeitet, bis es irgendwann nicht mehr ging, weil es immens fordernd war. Ich hatte kein privates Leben mehr, und um ehrlich zu sein, hat mir auch die Wertschätzung gefehlt. Nach einer kurzen Auszeit hat mich mein Bruder, der beim ÖAMTC Pannenfahrer ist, auf die Stelle im Karriereportal aufmerksam gemacht. Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat, weil es wirklich gut passt. Ich mag die Arbeit mit Menschen, möchte nicht nur im Büro sitzen. Insofern find ich es super, jetzt in ÖAMTC-Mission regelmäßig unterwegs zu sein, unsere Stützpunkte und die Kolleg:innen vor Ort zu besuchen, bei Veranstaltungen selber mit anzupacken.

Der Grat zwischen Engagement und Erschöpfung

Ich bin ein Arbeitsmensch, das war immer schon so. Ich finde es schön, wenn ich am Ende das Ergebnis meiner Arbeit sehe. Ich weiß heute aber, wann ich Stopp sagen muss. Früher wollte ich es allen recht machen. Heute setzte ich ganz bewusst Grenzen, und eins ist klar, man kann nicht überall dazugehören.

Mein beruflicher Alltag beim ÖAMTC ist glücklicherweise komplett anders: Die Wertschätzung ist da, wir achten aufeinander. Heute freu ich mich wieder, wenn ich in der Früh aufstehe. Ich freu mich darauf, arbeiten zu gehen. Das ist ein neues Lebensgefühl.

Mariella Canaval Matthias Fenzl
Mariella Canaval, © Matthias Fenzl
Mariella Canaval Matthias Fenzl
Mariella Canaval, © Matthias Fenzl
Mariella Canaval Matthias Fenzl
Mariella Canaval, © Matthias Fenzl

Ihr Antrieb im Leben

Für mich ist die Familie sehr wichtig. Dazu gehört auch mein Pferd, das jetzt aber schon quasi Pensionist ist.

Ich fahre außerdem leidenschaftlich gern Motorrad. Das Gefühl auf der Straße, das Fahrgefühl, es ist einfach unbeschreiblich. Die Faszination für zwei Räder hat mich schon als Jugendliche gepackt. Das Moped hat mir damals ermöglicht, mich relativ frei bewegen zu können, mobil zu sein, ohne ständig auf jemanden angewiesen zu sein. Die Motorrad-Leidenschaft teilen wir außerdem auch in der Familie. Sowohl mein Vater als auch mein Bruder sind Biker.

Übers Motorradfahren: Sicherheitsaspekte und Fahrtechnik

Gestürzt bin ich tatsächlich ein paar Mal. Angst habe ich aber keine entwickelt und dass nie etwas Schlimmes passiert ist, hat sicher auch damit zu tun, dass mir mein Papa das Wichtigste von Anfang an beigebracht hat – sowohl fahrerisch, aber auch wie ich mich zu verhalten hab, wenn ich mal falle. Das habe ich oft geübt und verinnerlicht. Vielleicht kommts auch vom Reiten.

Wichtig ist, direkt wieder aufzusteigen. Es klingt paradox, aber ich fühl mich auf dem Motorrad sicherer als im Auto. Wenn mir mit dem Bike etwas passiert, lass ich los und falle eben. Im Auto kann ich eingeklemmt werden – das ist meine größte Horrorvorstellung.

Beim Motorrad fahren muss ich 100 Prozent dabei sein. Klar im Kopf und aufmerksam. Wenn ich fahre, bin ich ganz im Moment.
Mariella Canaval, ÖAMTC-Eventteam
Mariella auf dem Motorrad Mariella Canaval
Mariella , © Mariella Canaval

Vertrauen und Prävention

Ich habe generell großes Vertrauen, wenn ich Motorrad fahre. Ganz wichtig aber ist: Ich trage wirklich immer Motorrad-Schutzausrüstung. Ohne geht gar nix. Beim Motorrad fahren muss ich 100 Prozent dabei sein. Klar im Kopf und aufmerksam. Wenn ich fahre, bin ich ganz im Moment. Ich fahre vorausschauend, denke also auch für die anderen mit, analysiere, wie sich andere verhalten. Im Augenwinkel seh’ ich direkt, was passiert.

Mariella Canaval Matthias Fenzl
Mariella Canaval, © Matthias Fenzl

Über die Portraitserie "Was mich antreibt"

Bei uns arbeiten Menschen in verschiedenen Bereichen. So vielfältig die Aufgaben, so divers sind auch die Persönlichkeiten unserer Kolleg:innen. Was treibt sie im Leben an? Woraus ziehen sie ihre Motivation? Wie sind sie zum ÖAMTC gekommen? All das und noch viel mehr erfährst du hier. Die Fotografien stammen von unserem Kollegen Matthias Fenzl. Das Gespräch führte Sandra Schmid.

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