Von Klein bis Groß - sicher unterwegs
Wie Kinder selbstständig in den Schultag starten – und Eltern dabei entspannt bleiben.

Schulstart: Der erste Schultag ist für Kinder etwas ganz Besonderes – und für Eltern oft genauso aufregend. Mit dem neuen Alltag kommt aber auch eine neue Routine: der tägliche Weg zur Schule. Für viele Kids bedeutet er Selbstständigkeit und ein Stück Freiheit, für Erwachsene manchmal Unsicherheit und Vertrauen aufbauen.

Was Sorgen bereitet
Eine aktuelle Elternbefragung im Auftrag des ÖAMTC zeigt: Knapp ein Drittel der Befragten sieht Schwierigkeiten am Schulweg. Am häufigsten genannt werden starkes Verkehrsaufkommen, unübersichtliche Kreuzungen oder fehlende Zebrastreifen. Dazu kommt Ablenkung – das Handy ist bei fast der Hälfte der Volksschulkinder schon mit dabei. Gleichzeitig zeigt sich aber auch: Die meisten wissen erstaunlich gut Bescheid. Laut Einschätzung ihrer Eltern kennen 93 Prozent der Kinder die wichtigsten Verkehrsregeln schon vor dem Schuleintritt.
Eltern sollten ihre Kinder so lange begleiten, wie es nötig ist – und den Schulweg in Ruhe üben. Ganz wichtig: Auch bei Grün an der Ampel immer nach beiden Seiten schauen, denn abbiegende Fahrzeuge können schnell übersehen werden.
So wird der Schulweg entspannter
Übung macht sicher: Mehrfach gemeinsam gehen, mögliche Gefahrenstellen besprechen und klare Routinen einführen.
Gut sichtbar unterwegs: Reflektoren, helle Kleidung und auffällige Schultaschen helfen, schon von weitem gesehen zu werden – besonders in der dunkleren Jahreszeit.
Vorsicht am Zebrastreifen: Blickkontakt mit Autofahrer:innen suchen, bevor man die Straße betritt. Erst losgehen, wenn das Auto wirklich steht.
Ohne Ablenkung: Smartphones, Kopfhörer oder Spielzeug gehören in die Schultasche oder -rucksack.
Gemeinsam unterwegs: Gehgemeinschaften sorgen für Sicherheit und machen Spaß.
Rad und Scooter: Erst wenn Kinder sicher im Straßenverkehr sind – und selbstverständlich immer mit Helm.



Gemeinsam Verantwortung tragen
Die gute Nachricht: Über die Hälfte der Kinder geht – zumindest in Ballungsräumen – ohnehin zu Fuß zur Schule. Oft zusammen mit Freund:innen oder Geschwistern. Das fördert das Selbstbewusstsein und stärkt die Gemeinschaft. Und besonders erfreulich: Die große Mehrheit der Eltern ist bereit, sich selbst aktiv einzubringen – sei es durch Begleitung, Schulwegtraining oder Engagement bei Projekten rund um sichere Übergänge.
Wenn Kinder lernen aufmerksam zu sein, Eltern sie dabei verlässlich begleiten und alle Verkehrsteilnehmer:innenein aufeinander Rücksicht nehmen, wird der tägliche Schulweg nicht zur Gefahrenzone, sondern zu einem sicheren Teil des Tages und einem Stück Selbstständigkeit, auf das Kinder stolz sein können.
Weitere Tipps und Infos gibt’s auch auf Sicher in die Schule | ÖAMTC