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Motorbezogene Versicherungssteuer

Die motorbezogene Versicherungssteuer ist eine Besitzsteuer, die gemeinsam mit der Haftpflichtprämie eingehoben wird. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um die motorbezogene Versicherungssteuer.

Motorbezogene Versicherungssteuer © iStock
Motorbezogene Versicherungssteuer © iStock

Aktuelle Änderungen bei der motorbezogenen Versicherungssteuer

Für neu zugelassene Fahrzeuge kommt ab dem 01.Oktober 2020 eine neue Berechnungsmethode für die motorbezogenen Versicherungssteuer zur Anwendung. Für Pkw richtet sich die Steuer dann nicht mehr nur nach der Leistung des Verbrennungsmotors in kW, sondern auch nach den CO2-Emissionen. Bei Motorrädern wird neben dem Hubraum künftig ebenfalls der CO2-Wert in die Berechnung einfließen. Um die Besteuerung gering zu halten, ist es bereits beim Kauf dementsprechend wichtig auf niedrige CO2-Emissionen (und demnach einen geringen Verbrauch) zu achten.
 

Für Fahrzeuge die vor dem 1. Oktober 2020 zugelassen wurden, ändert sich nichts an der Besteuerung. Dies gilt auch für Fahrzeuge die erstmalig im Ausland zugelassen wurden und nach Österreich importiert wurden.

Allgemeines

Neben der Mineralölsteuer (MöSt) und der Normverbrauchsabgabe (NoVA) gibt es eine weitere Abgabe, die die österreichischen Autofahrer direkt trifft — die motorbezogene Versicherungssteuer.

Höhe der Steuer

Während die NoVA beim Kauf und die MöSt je Liter Kraftstoff, und damit abhängig vom Betrieb anfällt, ist die motorbezogene Versicherungssteuer abzuführen unabhängig davon, ob man viel oder wenig fährt, denn sie besteuert den Besitz eines zugelassenen Pkw oder Motorrads.

Die Höhe der motorbezogenen Versicherungssteuer richtet sich für Pkw, die vor dem 01.Oktober 2020 erstmals zugelassen wurden, nach der Leistung (kW) des Verbrennungsmotors. Für Pkw, die danach zugelassen werden, berechnet sich die Steuer nach der Leistung (kW) des Verbrennungsmotors und den CO2-Emissionen. Beginnend mit 01. Jänner 2021 ist für neu zugelassen Pkw eine jährliche Verschärfung der motorbezogenen Versicherungssteuer geplant. Diese Verschärfung kann allerdings auch ausgesetzt werden. Mit dem nachstehenden Rechner können daher für neu zugelassene Pkw vorerst nur Berechnung bis zum 31.12.2020 vorgenommen werden.

Bei Motorrädern, die vor dem 01.Oktober 2020 erstmals zugelassen wurden, errechnet sich die motorbezogene Versicherungssteuer nach dem Hubraum. Für Motorräder, die danach zugelassen werden, berechnet sich die Steuer nach dem Hubraum und den CO2-Emissionen.

Für reine Elektrofahrzeuge ergibt sich eine komplette Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer - dies gilt aber nicht für Range-Extender und Hybrid-Pkw.

Sind mehrere Fahrzeuge, die der motorbezogenen Versicherungssteuer unterliegen, unter einem Wechselkennzeichen zugelassen, ist nur für jenes Fahrzeug die motorbezogene Versicherungssteuer zu zahlen, das die höchste Steuerlast hat. 

Für Fahrzeuge, die vorwiegend für die persönliche Fortbewegung von Menschen mit Behinderungen verwendet werden, ist ebenfalls eine Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer vorgesehen.  Nähere Infos finden Sie beim Thema Behinderung & Mobilität

Kfz-Steuer berechnen

Berechnen Sie hier die motorbezogene Versicherungssteuer für Ihr Fahrzeug mit erstmaliger Zulassung:

Mein Fahrzeug ist ein:

CO2-Emission (gem. WLTP) und Leistung des Verbrennungsmotors:

g/km und kW bzw. PS

CO2-Emission (gem. WMTC) und Hubraum des Motorrads:

g/km und cm³

Unterjährigkeitszuschläge

Die motorbezogene Versicherungssteuer wird von der jeweiligen Versicherung gemeinsam mit der Haftpflichtprämie eingehoben. Bei der Entrichtung der Haftpflichtprämie, und damit auch der motorbezogenen Versicherungssteuer, gibt es die Möglichkeit, diese anstatt einmal jährlich auch halbjährlich, vierteljährlich bzw. monatlich zu entrichten.

Hat man ein Fahrzeug, dass vor dem 01. Oktober 2020 erstmalig zugelassen wurde, dann erhöht sich die Steuer bei unterjähriger Zahlungsweise um 6 Prozent (halbjährlich), 8 Prozent (vierteljährlich) oder um 10 Prozent (monatlich). Diese teurere Variante — der unterjährigen Zahlung — sollte also wenn möglich vermieden werden.

Für Fahrzeuge, die nach dem 30. September 2020 erstmalig zugelassen werden, entfallen die unterjährigen Zuschläge.

Versicherungssteuer nicht gleich Versicherungssteuer

Nicht zu verwechseln ist die motorbezogene Versicherungssteuer mit der allgemeinen Versicherungssteuer; während erstere direkt auf Pkw & Co abzielt, stellt letztere allgemein auf Versicherungsverträge ab und trifft damit auch Kfz-Haftpflichtverträge. Die allgemeine Versicherungssteuer beträgt 11 Prozent der Versicherungsprämie und ist damit von der individuellen Bonus-Stufe abhängig.

Die wichtigsten Änderungen bei der motorbezogenen Versicherungssteuer

Motorbezogene Versicherungssteuer (Stand 18.10.2019) © K&M; ÖAMTC Motorbezogene Versicherungssteuer (Stand 18.10.2019)
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