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e-card und Europäische Krankenversicherungskarte

Die ÖAMTC Toursitik beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema e-card und Europäische Krankenversicherungskarte.

e-card © ÖAMTC
e-card  -  Die e-card gehört auch bei Auslandsreisen ins Reisegepäck. © ÖAMTC

Was ist die Europäische Krankenversicherungskarte?

Die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) befindet sich auf der Rückseite der e-card. Die EKVK ersetzt den Auslandskrankenschein auf Urlaubsreisen in EU-Staaten, EWR-Staaten, der Schweiz, Mazedonien, Montenegro und Serbien und Bosnien-Herzegowina.

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte können medizinische Leistungen bei Vertragsärzten und öffentlichen Spitälern im jeweiligen Land in Anspruch genommen werden. Die e-card gehört somit bei Reisen ins Ausland ins Reisegepäck. 

In welchen Ländern gilt die EKVK?

Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt in folgenden Ländern:

- Belgien - Bosnien & Herzegowina
- Bulgarien - Dänemark
- Deutschland - Estland
- Finnland - Frankreich
- Griechenland - Großbritannien
- Irland - Island
- Italien - Kroatien
- Lettland - Liechtenstein
- Litauen - Luxemburg
- Malta - Mazedonien
- Montenegro - Niederlande
- Norwegen - Polen
- Portugal - Rumänien
- Schweden - Schweiz
- Serbien - Slowakei
- Slowenien - Spanien
- Tschechien - Ungarn
- Zypern

Gibt es Besonderheiten bei der Gültigkeit?

Wichtig für Reisen nach Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina: Es ist zu beachten, dass Sie die EKVK dem für Ihren Aufenthaltsort in Betracht kommenden Sozialversicherungsträger vorlegen und in eine gültige Anspruchsbescheinigung umtauschen müssen.

Wichtig für Reisen in die Türkei: Hier ist die EKVK nicht gültig. Es muss daher rechtzeitig vor der Reise ein Auslandskrankenschein beantragt werden. Erwerbstätige erhalten diesen beim Dienstgeber; Pensionisten, Arbeitslose, Beamte, Gewerbetreibende und Bauern beim Versicherungsträger.

Wie verwendet man die EKVK?

Die EKVK sollte so früh wie möglich vorgewiesen werden, wenn im Ausland die Leistung eines Arztes oder Krankenhauses in Anspruch genommen werden muss. Vertragsärzte und Vertragskrankenhäuser sind in den entsprechenden Ländern verpflichtet, die EKVK zu akzeptieren. 

Bei Ärzten oder Krankenhäusern, die keinen Vertrag mit der Sozialversicherung haben, muss die Rechnung, wie bei einem Wahlarzt in Österreich, vorerst selbst bezahlt werden. Nach der Rückkehr ist die Rechnung bei der Krankenversicherung einzureichen. 

Was ist zu tun, wenn ein Arzt oder Krankenhaus die EKVK nicht akzeptiert?

Verweigert ein Arzt oder Krankenhaus im Ausland die EKVK und besteht auf Barzahlung, sollte man sich unbedingt eine detaillierte Rechnung ausstellen und die Zahlung bestätigen lassen. Zusätzlich sollte ein genauer Befundbericht mit Details zur Krankengeschichte, Diagnose und entsprechenden Behandlung ausgestellt werden.

Nach der Rückkehr ist die Rechnung im Original bei der Krankenversicherung einzureichen. Die eventuell verbleibenden Differenzkosten können durch den vorherigen Abschluss einer privaten Urlaubskrankenversicherung abgedeckt werden.

Was gilt bei Reisen außerhalb der EU bzw. dem EWR-Raum?

In Ländern, die kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich abgeschlossen haben - zum Beispiel: USA, Kanada, Thailand, Ägypten uvm. - müssen die Kosten für die Behandlung bei einem Arzt oder in einem Krankenhaus vorerst selbst bezahlt werden.

Nach der Rückkehr kann die Rechnung bei der Krankenversicherung eingereicht werden. Die Vergütung erfolgt jedoch nach den österreichischen Tarifen. Die eventuell verbleibenden Differenzkosten können durch den vorherigen Abschluss einer Reiseversicherung abgedeckt werden. 

Um im Krankheitsfall vor den unvorhergesehenen Kosten für die Behandlung im Ausland, Rücktransport uvm. optimal geschützt zu sein ist der Abschluss eines passenden Reise-Schutzes empfehlenswert z.B. ÖAMTC Schutzbrief

Wo erhalte ich weitere Informationen zur EKVK?

Informationen zur Europäischen Krankenversicherungskarte finden Sie auf der Website der e-card.

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