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Zur Erreichung der Klimaziele im Verkehr braucht es ein Bündel an Maßnahmen

Vorschläge des Mobilitätsclubs zur CO2-Reduktion

Österreich muss bis 2030 seine CO2-Emissionen um mehr als ein Drittel senken. "Für den Mobilitätsclub steht außer Frage, dass der Verkehrssektor dazu seinen Beitrag zu leisten hat und auch wird", stellt Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung klar. Aus diesem Grund hat heute, 4. Oktober 2019, die Österreichische Energieagentur einen im Auftrag des ÖAMTC ausgearbeiteten Zielpfad zur vermehrten Nutzung alternativer Kraftstoffe präsentiert. "Alternative Kraftstoffe sind demnach ein wesentlicher Baustein, um Schadstoffemissionen rasch zu reduzieren. Um jedoch die hochgesteckten Ziele für 2030 zu erreichen, braucht es ein Bündel an weiteren Maßnahmen", führt Wiesinger aus. Daher hat der ÖAMTC detaillierte Vorschläge an die aktuelle und künftige Bundesregierung in Bezug auf den Nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) formuliert.

  • Erhöhung des Pkw-Besetzungsgrades und Attraktiverung von Fahrgemeinschaften. Dafür braucht es Anreize wie die Anhebung der Gewerblichkeitsgrenze, Steuererleichterungen für Unternehmen, die Mitfahrgemeinschaften fördern, eigene Aussteige- und Sammelplätze oder die Erlaubnis zum Befahren von Busspuren.
  • Lenkungseffekt von Normverbrauchsabgabe (NoVA) und neuer motorbezogener Versicherungssteuer stärken, indem die zu erwartende Steuerlast schon in den Verkaufsunterlagen in Euro-Beträgen klar und deutlich sichtbar gemacht wird.
  • Da die Erneuerung des Fahrzeugbestandes das höchste Potenzial hat, den CO2-Ausstoß des Pkw-Verkehrs zu reduzieren, unterstützt der ÖAMTC Überlegungen einer Ökoprämie NEU – unter gewissen Bedingungen wie einer Preisobergrenze für förderwürdige Fahrzeuge oder einer Deckelung der CO2-Emissionen bei geförderten Neufahrzeugen.
  • Schaffung eines Wettbewerbsmarktes für Mobility-as-a-Service-Angebote (MaaS).
  • Öffentlichen Verkehr vor allem am Land neu denken. Es braucht flächendeckend sogenannte Mikro-ÖV-Angebote wie Gemeindebusse oder Ruftaxis, die bedarfsorientiert zur Verfügung stehen.
  • Um die Akzeptanz der Elektromobilität zu erhöhen, braucht es unter anderem einen Ausbau der Ladeinfrastruktur, transparente Ladetarife, Vergleichsportale für Ladetarife sowie Erleichterungen für die Errichtung von privaten Ladestationen.
  • Maßnahmen, die den vermehrten Einsatz von Erdgas-Pkw bzw. der Nutzung von Bio-Methan im Verkehrsbereich forcieren.
  • Maßnahmen, die den vermehrten Einsatz von Wasserstoff im Verkehrsbereich forcieren.

Klar spricht sich der Mobilitätsclub in diesem Zusammenhang dagegen aus, die klimapolitischen Vorgaben nur über den Weg von Verboten oder Verteuerungen zu erreichen. "Restriktive Maßnahmen wie flächendeckendes Road Pricing oder City-Mauten schließen einkommensschwache Bevölkerungsteile von einer leistbaren Mobilität aus", kritisiert Wiesinger.

Sämtliche Forderungen des ÖAMTC an die künftige Bundesregierung finden Sie im PDF zum Download.

Rückfragehinweis:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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