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Wie Bergwandern zum sicheren Erlebnis wird

Gefahren werden oft unterschätzt – richtige Planung und Ausrüstung entscheidend

Ob Wanderanfänger oder erfahrener Alpinist – vor einem Unglück in den Bergen ist niemand gefeit. Besonders im Frühling und Sommer sind Wanderer oftmals schlecht ausgerüstet und unterschätzen die Herausforderungen eines Wanderausflugs. So flogen die ÖAMTC-Notarzthubschrauber im vergangenen Jahr fast 700 Einsätze, bei denen Personen mittels Taubergung aus unwegsamem Gelände gerettet wurden – mehrheitlich in der warmen Jahreshälfte. Viele dieser Einsätze könnten verhindert werden, würden Bergsportler einige wesentliche Punkte bereits in der Vorbereitung berücksichtigen:

  • Route planen: "Höhenmeter und Wegstrecke sollten in jedem Fall auf den konditionellen Zustand der Wanderer abgestimmt werden", rät ÖAMTC-Touristikerin Magdalena Draxler. Ein früher Aufbruch trägt dazu bei, Stress und daraus resultierende Unachtsamkeiten zu vermeiden.
  • Ausrüstung. "Festes Schuhwerk mit gutem Profil und wetterfeste Kleidung, am besten nach dem Zwiebelprinzip, sind ein Muss", hält die Expertin fest.
  • Was in den Rucksack gehört: Zur Mindestausstattung sollten ausreichend Proviant, Trinkvorräte und Ersatzwäsche gehören – genauso wie ein voll aufgeladenes Handy. Auch eine kleine Apotheke mit Pflastern, Sonnenschutzcreme, Wundauflagen und Rettungsdecke sollte keinesfalls fehlen.
  • Wetter prüfen: Gerade in den Bergen können sich Wetterumschwünge dramatisch auswirken. "Daher sollte vor Aufbruch schnell noch einmal eine aktuelle Wettervorhersage eingeholt werden", rät ÖAMTC-Expertin Draxler.

Die Reise-Checkliste des Mobilitätsclubs unterstützt die Vorbereitung: Mit der neuen Packvorlage "Wanderausflug" vergisst man nichts Wichtiges mehr – ab sofort unter www.oeamtc.at/reisecheckliste. Die Checkliste lässt sich auch von mehreren Personen zusammen bearbeiten.

Während Wanderung Orientierung behalten und im Notfall richtig handeln

Ein häufiges Problem von Wanderern ist der Verlust der Orientierung. "Setzen GPS oder Handy aus, sollte daher immer eine Wanderkarte griffbereit sein", empfiehlt die ÖAMTC-Expertin. "Wichtig ist auch, sich streng an die Wegemarkierungen zu halten und seine Gruppe stets in Sichtweite zu haben." Bei einem überraschenden Gewitter sollte man umgehend Schutz in einer Hütte suchen – oder eine hockende Position einnehmen und exponierte Stellen wie Gipfel oder einzelne Bäume meiden.

Bei einem Notfall ist die Alpin-Notruf-Nummer 140 oder die Rettung unter 144 zu wählen. Muss der Hubschrauber kommen und die Landung am Notfallort erweist sich als schwierig oder gar unmöglich, wird der Notarzt gemeinsam mit dem Flugretter mittels Tau zur Unglücksstelle geflogen. Auch sollte man wissen, wie man den Hubschrauber zur sicheren Landung einweisen kann – z. B. durch die richtige Anwendung des internationalen Hilfezeichens "Y".

Ein Video der "Goldenen Regeln" zeigt, wie man sich bei einem Notfall in den Bergen richtig verhält und wie man die Flugrettung am besten unterstützt.

Übrigens: Die österreichweite Hubschrauber-Rettung nach Freizeit-Alpinunfällen ist eine von vielen inkludierten Leistungen des ÖAMTC-Schutzbriefs - nähere Infos unter www.oeamtc.at/schutzbrief.

Hier gehts zum Themenschwerpunkt "Bergwandern".

Rückfragehinweis für Journalisten:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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ÖAMTC Reise-Checkliste © ÖAMTC/Lukas Lorenz ÖAMTC Reise-Checkliste © ÖAMTC/Lukas Lorenz
Flugrettung richtig einweisen © ÖAMTC/Postl Flugrettung richtig einweisen © ÖAMTC/Postl

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