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Mit der Drohne in den Bergen

Dünne Luft und Höhenunterschiede beachten, Rücksicht auf Menschen & Tiere nehmen, immer mit Sichtverbindung fliegen

Drohne_im_Gebirge © iStock
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Beim Urlaub in den Bergen gehört für viele die Drohne ins Gepäck. Aufnahmen von türkis-blauen Bergseen und spektakulären Gebirgszügen aus der Vogelperspektive sind verlockend. Allerdings kann ein lärmendes Fluggerät andere Menschen, aber auch Weide- und Wildtiere stören und gefährden. In jedem Fall muss man auch in den Bergen immer mit Sichtverbindung fliegen, damit man die Lage der Drohne erkennen und im Ernstfall schnell eingreifen kann. Wichtig ist auch, genügend Abstand zu unbeteiligten Personen zu halten, um diese nicht zu belästigen. Wir fassen für Sie zusammen, was es zu beachten gilt, damit man sicher unterwegs ist und nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt:

Drohne fliegen in den Bergen - Wichtige Hinweise

Höhenunterschiede bedenken: Bei stark abfallendem Gelände ist die Flughöhe schwer einzuschätzen und sie kann sich auch sehr schnell ändern. Die maximal erlaubte Flughöhe für registrierungspflichtige Drohnen beträgt 120 Meter, darüber ist eine Sonderbewilligung der Luftfahrtbehörde notwendig.

Wind und Wetter beachten: In großen Höhen wird die Luft dünner und die Leistung der Drohne dementsprechend geringer. Dazu kann noch kräftiger Wind kommen, was die Steuerung der Drohne zusätzlich erschwert. Niedrigere Temperaturen beeinflussen außerdem die Leistung der Lithium-Polymer Akkus, die in den meisten Drohnen eingesetzt werden.

Mit Luftfahrtteilnehmern rechnen: Hubschrauber können in den Bergen blitzschnell auftauchen, ebenso andere Luftfahrtteilnehmer wie Paragleiter oder Segelflieger – hier ist besondere Vorsicht geboten. Sobald sich ein anderer Luftfahrtteilnehmer nähert ist die Drohne unverzüglich zu landen.

Mit anderen Personen rechnen: Viele Naturliebhaber suchen Ruhe und Entspannung in der österreichischen Bergwelt, da ist eine Belästigung durch ein unbemanntes Fluggerät natürlich äußerst unangenehm. Generell dürfen fremde Personen niemals gegen deren Willen aufgenommen oder die Bilder veröffentlicht werden. 

Auf Tiere Rücksicht nehmen: Neben unbeteiligten Personen sollte auch immer auf die Tierwelt Rücksicht genommen werden denn Drohnen können Weidevieh oder Wildtiere aufschrecken. Greifvögel beispielsweise fühlen sich durch Drohnen irritiert und können kleinere Fluggeräte im Extremfall sogar angreifen.

Regionale Flugverbotszonen einhalten: In Naturschutzgebieten und Nationalparks gilt oft ein Flugverbot für Drohnen, sofern sie einen Eingriff in die Natur und Landschaft darstellen. Über entsprechende regionale Flugverbote informiert man sich am besten vorab mit der ÖAMTC Drohnen-Info App, manchmal sind sie auch durch Schilder gekennzeichnet.

Neue Drohnenregeln beachten: Seit 31.12.2020 gilt auch in Österreich ein neues EU-weites Drohnenregulativ, das unter anderem eine Online-Registrierung und den Drohnenführerschein für die meisten Drohnen voraussetzt. 

Alle wichtigen Informationen sowie hilfreiche Tipps und Tricks für ein sicheres Flugvergnügen bietet die kostenlose ÖAMTC Drohnen-Info App für Android und iOS. Nähere Infos findet man auch unter www.oeamtc.at/drohnen.

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Durch den anhaltenden Drohnenboom wird es schön langsam enger im Luftraum. Um Unfällen und brenzligen Situationen im Luftverkehr vorzubeugen informieren wir über Rechtslage, Versicherungen, Drohnenausbildung und Serviceangebote. Denn für das Fliegen von Drohnen, ob privat oder gewerblich, gibt es viele technische, sicherheitsrelevante und rechtliche Vorgaben zu beachten.

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