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Vienna City Marathon: Mobilität mit Frischluftwirkung

Wien ist in Bewegung, wenn rund 40.000 Läufer ihre persönlichen sportlichen Ziele verfolgen. Ein umfassendes Mobilitätskonzept hält das Event am Laufen und die Besucher und Bewohner Wiens mobil. Erfreuliche Auswirkungen hat der Marathontag auch auf die Luftqualität.

Der Vienna City Marathon ist Österreichs größte Sportveranstaltung – und damit auch die mit den weitreichendsten und stärksten Wirkungen verbundene Inszenierung im öffentlichen Raum. Laut einer kürzlich vom VCM präsentierten Tourismus-Studie sind es 94.000 Wien-BesucherInnen die mit 127.000 Nächtigungen die Bundeshauptstadt am Marathonwochenende in Bewegung halten. Das Laufereignis beeinflusst ein unmittelbares und mittelbares Eventgelände von 14,7 km² in der Stadt. Läufer, Besucher, Bewohner, Individualverkehr und öffentlicher Verkehr sind deshalb genauestens aufeinander abzustimmen. Es braucht Planung, Kooperation, Flexibilität, Information und Umsetzung. Die Verkehrspolizei, die Wiener Linien, mehrere Magistratsabteilungen, der ÖAMTC und die VCM-Organisation arbeiten eng zusammen, um das Marathonwochenende in der international anerkannten Qualität als IAAF Gold Label Race zu ermöglichen.

Erreichbarkeit jeder Wiener Örtlichkeit zu jeder Zeit

„Es ist in jedem Jahr eine enorme planerische Konzeption der verkehrsrelevanten Organisationen nötig, damit die rund 40.000 gemeldeten Läufer und hunderttausende Fans auf einer Strecke von 42,195 Kilometern sicher durch die Stadt geleitet werden“, betont VCM Organisationsleiter Gerhard Wehr, der bereits seit dem Vorjahr mit den Vertretern der 95 beteiligten Organisationen und Unternehmen plant. Das große Ganze, nämlich die Erreichbarkeit jeden Punktes in der Stadt zu jeder Zeit, „ist im Rahmen Österreichs größter Laufsportveranstaltung nur möglich, wenn rechtzeitig und umfassend durch den ÖAMTC und die Verkehrspolizei informiert wird, organisatorisch und verkehrsberücksichtigende Adaptierungen durch uns als Veranstalter in Zusammenarbeit mit der Polizei getroffen werden und die öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere U-Bahnen, verstärkt unterwegs sind“, so Gerhard Wehr.

Neuer VCM-Messestandort mit zusätzlichem Service

Während die Streckenführung der Laufbewerbe am Samstag, 6. April und Sonntag, 7. April im Vergleich zum Vorjahr in diesem Jahr unverändert ist, gibt es eine Neuerung beim Standort der VCM Expo „Vienna Sports World“. Die imposante Marx Halle in Wien-Landstraße ist ab sofort der Schauplatz für die Sport- und Freizeitmesse des Vienna City Marathon. Alle gemeldeten Läufer erhalten hier am 5. und 6. April 2019 ihre Startunterlagen. Sportler, Freunde und Interessierte sind bei freiem Eintritt willkommen, mehr als 150 Marken und Aussteller kennenzulernen. Mobilität und Erreichbarkeit waren fixe Bestandteile in den konzeptionellen Planungen. Die Marx Halle ist mitöffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. „Dennoch haben wir zusätzlich einen Service organisiert. Kostenlose VCM-Shuttlebusse werden im 10-Minuten-Intervall von der U3-Station Erdberg zur Marx Halle und zurück fahren“, erzählt Gerhard Wehr.

Zielgruppenspezifische Verkehrsinformationen

Die Verkehrsinformationen, die die Landesverkehrsabteilung Wien mit dem VCM Organisationsleiter erstellt, sind die Grundlage für die Information an alle Verkehrsteilnehmer. Ein eigenes Team des VCM-Mobilitätspartners ÖAMTC ist dafür zuständig, die Listen und Pläne grafisch und benutzerfreundlich aufzubereiten. Wenige Wochen vor der Veranstaltung stehen diese Informationen nach betroffenen Bezirken per App und online zur Verfügung. „Als Mobilitätspartner des VCM bereiten wir sämtliche verkehrsrelevanten Informationen zielgruppenspezifisch auf“, erklärt Helmut Beigl, Leiter der ÖAMTC-Mobilitätsinformationen. „Läufer und Zuschauer brauchen andere Informationen als Anrainer und Touristen. Rund um das Marathonwochenende bietet daher der Mobilitätsclub maßgeschneiderte Informationen über Sperren und Querungsmöglichkeiten in Echtzeit.“, so Helmut Beigl. „Durch die enge Zusammenarbeit mit Behörden und Öffentlichen Verkehrsmittelbetreibern verfügen wir über einen intermodalen bzw. verkehrsmittelübergreifenden Routenplaner, kinderleicht zu bedienen in der ÖAMTC-App.“

Wiener Landesverkehrsabteilung: Jährliche Mobilitätsevaluierung als Basis

Bei der verkehrstechnischen Planung zu diesem Großevent werden in der Landesverkehrsabteilung Wien genaue Analysen der einzelnen Ablaufberichte über Besucherströme, des Verkehrsflusses und der möglichen Ausweichrouten zur punktuellen Nachjustierung für heuer gemacht. Das sechsköpfige Team, das mit dieser Aufgabe betraut ist, überarbeitet dabei insgesamt jedes Jahr weit über 300 einzelne Verkehrsmaßnahmen, die bescheidmäßig verordnet werden, um sowohl Marathonläufer, Besucherströme und Verkehrsteilnehmer die beste Mobilität zu ermöglichen.

Weiters erstellt die Landesverkehrsabteilung für das Marathonwochenende in Abstimmung mit dem Veranstalter die Sperrzeitenliste, die jedem der 400 Verkehrspolizisten in fünf verschiedenen Sektoren der Stadt am Marathonwochenende als Anleitung dient. „Das betrifft u.a. Straßenzüge, die zeitgerecht freigemacht und umgeleitet werden, oder auch welche Einbahnen umgedreht werden können oder den Abstrom im Zielbereich. Aber nicht alles kann geplant werden, und so wird auch situationsbezogen manchmal eine Straße früher freigegeben oder ein Streckenabschnitt länger für die Läufer freigehalten“, so der stellvertretende Leiter der Landesverkehrsabteilung Wien, Oberst Josef Binder. Die Abschnittskommandanten werden in einem Workshop speziell für den Einsatz beim Vienna City Marathon mit ihren Teams im Detail gebrieft und mit Streckenverlauf, Ausweichstrecken für den Individualverkehr und Sperrzeitenlisten- und -plänen ausgestattet. Zusätzlich ist die seit 2018 erweiterte Verkehrsleitzentrale in der Rossauer Kaserne eine Unterstützung in der Übersicht des Geschehens am Marathonwochenende. So können die Zentrale gemeinsam mit den Polizisten in den einzelnen Abschnitten am Marathonwochenende noch flexibler agieren und gegebenenfalls spontane Maßnahmen für mehr Mobilität einleiten.

Läufer und die gute Luft

Weniger motorisierter Individualverkehr, mehr Öffi-Nutzung und ganz viel Bewegung zu Fuß: Der Marathontag verändert die Art der Mobilität in Wien. Damit hat er Auswirkungen auf die Luftqualität. Läufer brauchen gute Luft für gute Leistungen. Der Vienna City Marathon als Event trägt dazu bei, dass die Luftgüte in Wien an diesem Tag beste Qualität erreicht.

Schon vor den Olympischen Spielen 2008 in Bejing wurde die Frage, ob Luftschadstoffe die Leistung der Marathonläufer beeinträchtigen, in Fachkreisen viel diskutiert. In einer US-amerikanischen Studie (Marr und Ely, 2010) wurde der statistische Zusammenhang zwischen den Laufergebnissen der jeweils drei besten männlichen und weiblichen Teilnehmenden mit Luftschadstoffdaten für Marathons in sieben Städten über 8 bis 28 Jahre untersucht. Als ein Ergebnis konnte gezeigt werden, dass die Leistung der schnellsten Läuferinnen bei hoher Feinstaub-Belastung geringer war.

„Die Luftqualität in Wien ist im Vergleich mit anderen mitteleuropäischen Städten ähnlicher Größe aufgrund der meist guten Durchlüftung recht gut“, so Dr. Kathrin Baumann-Stanzer von der Fachabteilung Umwelt in der ZAMG. Die aktuelle Luftgüte entlang der Laufstrecke wird durch mehrere Faktoren wesentlich bestimmt: die wirksamen Emissionsquellen im Nahbereich, Eintrag durch regionalen oder großräumigeren Transport von Luftschadstoffen und durch die vorherrschenden Witterungsbedingungen, z.B. ob Wind zu einer raschen Verdünnung der Luftschadstoffe beiträgt oder es durch Regen zu einem Auswaschen von Staub aus der Luft kommt.

An Marathontagen mit sehr wenig Wind lässt sich an manchen Luftgütemessstellen in Wien zu Beginn des Laufs ein Rückgang der Feinstaub- und Stickoxidkonzentrationen erkennen, der auf die geringeren Verkehrsemissionen auf den betreffenden Strecken zurückzuführen ist.

Welches Wetter erwartet die Teilnehmenden in diesem Jahr? Die Trendvorhersage der Wettermodelle lässt aus aktueller Sicht eher durchschnittliche Temperaturen und mäßigen Wind erwarten. Diese Vorausschau ist mehr als eine Woche vorher aber noch sehr unsicher. Eine verlässliche Wettervorhersage ist erst in den letzten Tagen vor dem Marathon möglich.

Mit den Wiener Linien pünktlich und immer mobil

Wenn von Luftgüte und Mobilität gesprochen wird, dann ist klar, dass die Wiener Linien hierzu ebenfalls einen großen Beitrag leisten. „Wir halten den öffentlichen Verkehr und damit die ganze Stadt am Tag bzw. Wochenende des Marathons in Bewegung. Frühmorgens bringen wir die zehntausenden Sportler pünktlich zum Startbereich und im Lauf des Tages tausende Fans an die Strecke bzw. die Staffelteilnehmer zu ihren Sammelpunkten. Vor dem Hintergrund, dass zahlreiche Straßenbahn- und Autobuslinien entlang der Strecke umgeleitet und kurzgeführt werden, ist das eine große Herausforderung. Wir empfehlen unseren Fahrgästen deshalb besonders auf die U-Bahn-Linien auszuweichen“, sagt Harald Kastner, Leiter des Störungs- und Einsatzmanagements der Wiener Linien. Es sind über zehn Abteilungen, die mit den Vorarbeiten beschäftigt sind, damit am Marathontag selbst alles glatt läuft. 30 zusätzliche U-Bahn-Fahrer sind am Marathonsonntag im Einsatz. Durch dichtere Intervalle sorgen sie für Pünktlichkeit der Läufer und Fahrgäste. Informiert wird bereits im Vorfeld und am Marathontag breitflächig auf der Homepage, mit Aviso-Tafeln an 600 Haltestellen und mit Mitarbeitern vor Ort, die dafür sorgen, dass die Fahrgäste über Änderungen der Streckenführung und Ersatzrouten Bescheid wissen.

Aviso an die Redaktionen

Grafiken zu den Straßensperren, den Ausweichrouten sowie zu den Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten zum/vom 6. und 15. Bezirk findet man unter www.oeamtc.at/wien

Grafiken und Visualisierungen des Vienna City Marathon 2019 finden Sie unter www.vienna-marathon.com unter der Rubrik „Verkehrsinfos“

Hotline der Wiener Verkehrsleitzentrale unter 01/90600/32431

Alle Infos rund um Umleitungen und Kurzführungen von Straßenbahnen und Bussen finden Sie unter www.wienerlinien.at.

Rückfragehinweis:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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