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Kurzparkzonen im Datencheck

Mehr als 1,2 Millionen Menschen parken in Österreich bereits per App. Wie Städte die dahinterliegenden Daten nutzen und warum steigende Preise das Verhalten nicht unbegrenzt verändern, erklärt EasyPark Geschäftsführer Markus Heingärtner im Interview.  

Mit der EasyPark-App können Parkvorgänge im Auftrag von Gemeinden in 21 Ländern per Handy gestartet und bezahlt werden. Welche Kennzahlen und Statistiken interessieren die Städte rund um die Parkraumbewirtschaftung ganz besonders?

Das ist je nach Stadt unterschiedlich. Zentral ist aber oft schon die Grundfrage: Wie viele Stellplätze gibt es überhaupt, wo liegen sie und wie werden sie genutzt? Viele Städte haben darüber kein vollständiges Bild. Dazu kommen Kennzahlen wie Parkdauer, Auslastung und vor allem der Parkdruck – also die Frage, wie viele Menschen einen Parkplatz suchen und wie schwierig das Finden tatsächlich ist.

Und diese Daten können Sie liefern?

Ja. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Datenquellen und visualisieren das Gesamtbild in einem Dashboard, auf das jede Stadt online zugreifen kann. So wird sichtbar, welche Zonen es gibt, wie Flächen genutzt werden und wo der Parkdruck besonders hoch ist.

Vermutlich ergeben sich dabei durchaus spannende Muster je nach Wochentag und Uhrzeit.

Genau. Der Samstag sieht anders aus als der Montag, die Mittagszeit anders als der Abend. Wir können diese Unterschiede auf Stunden- und Tagesbasis modellieren. Ziel ist letztlich, besser zu verstehen, wo sich Suchverkehr bildet – und wie man ihn reduzieren kann.

Oft wird Parkraumbewirtschaftung als verkehrslenkende Maßnahme verkauft. Durch die Einführung von Gebühren soll die Individualmobilität im städtischen Raum reduziert werden. Geht diese Rechnung tatsächlich auf?

Tendenziell ja, aber nicht immer in weitreichender Form. Was man häufig sieht: Wenn Parken teurer wird, verkürzt sich die durchschnittliche Parkdauer. Der Umschlag steigt also. Das ist vor allem für den städtischen Handel relevant, weil dann nicht dieselben Fahrzeuge den ganzen Tag dieselben Plätze blockieren und Menschen, die zum Einkaufen in die Stadt fahren, leichter Parkplätze finden.

Rückfragehinweis für Journalist:innen:

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EasyPark Dashboard EasyPark_dashboard_credit_Arrive.jpg © Arrive
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