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ÖAMTC zu "Mission 2030": Verkehrssektor wird seinen Beitrag leisten

Oliver Schmerold als Mobilitätsexperte bei parlamentarischer Enquete geladen

Heute, Mittwoch, findet die parlamentarische Enquete zur Klima- und Energiestrategie ("Mission 2030") der Bundesregierung statt. ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold ist als Experte geladen und erklärt eingangs: "Für den Mobilitätsclub steht außer Frage, dass der Verkehrssektor seinen Beitrag zur CO2-Reduktion zu leisten hat. Ziel muss die Entwicklung eines nachhaltigen Energie- und Mobilitätssystems sein – mittelfristig führt kein Weg an einem Umstieg auf saubere Antriebstechnologien vorbei."

Einen Schritt in die richtige Richtung sieht der ÖAMTC-Direktor im Postulat der Technologieneutralität. "Das Rennen um die Antriebsart der Zukunft ist noch nicht geschlagen. Welche Technologie gewinnen wird, ob es mehrere Sieger geben wird oder es überhaupt einen 'Sieger' braucht, ist heute noch völlig offen", hält Schmerold fest. "Es ist zum Beispiel nicht gesagt, dass der Verbrennungsmotor sein Potenzial erschöpft hat – so können u.a. Hybridisierung oder E-Fuels wesentlich zur CO2-Reduktion beitragen." Bei E-Fuels handelt es sich um biogene bzw. synthetisch erzeugte Kraftstoffe, die nicht-fossiles CO2 binden und daher die Treibhausgasbilanz nicht belasten. Darüber hinaus ermöglichen sie eine konsumentenfreundliche Weiternutzung des Verbrennungsmotors und hätten den Vorteil, dass sie sofort in der Bestandsflotte wirken.

In Bezug auf E-Mobilität ist Schmerold überzeugt, dass sie eine der Antriebsformen ist, die künftig nebeneinander und gleichberechtigt existieren werden. "Der Mobilitätsclub bereitet sich schon jetzt darauf vor. Unsere Techniker werden seit Jahren auch auf E-Autos geschult und für Mitglieder bieten wir in unseren eKompetenzstandorten alle Services rund um ihr E-Fahrzeug", so der ÖAMTC-Direktor. Klar ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass – wie bei jeder anderen Technologie – Anschaffungspreis und Effizienz stimmen müssen, damit ein Umstieg erfolgen kann. Eine Mobilitätswende zu erzwingen, ohne auf Leistbarkeit und Nutzen zu achten, wird nicht funktionieren.

Mobilitätsclub schlägt weiterführende Maßnahmen vor

Um das Ziel einer CO2-Reduktion zu erreichen, schlägt der ÖAMTC zusätzlich ein Bündel von Maßnahmen abseits der öffentlich stark im Fokus stehenden Antriebsarten vor.

Darunter fallen etwa die Verbesserung des Besetzungsgrades im Pkw und die Etablierung von Mikro-ÖV-Systemen, speziell im ländlichen Raum. "Ein privater Transportunternehmer soll in Zukunft tageszeitabhängig, angepasst an die Mobilitätsbedürfnisse, die Nachfrage entweder mit dem Bus oder dem Sammeltaxi bedienen können", so Schmerold.

Unter dem Stichwort "Mobility as a Service" (MaaS) kann sich der Club auch vorstellen, einen freien Markt für Anbieter von integrierten Mobilitätsdienstleistungen zu schaffen. Das soll den Nutzungsgrad von öffentlich subventionierten Verkehrsmitteln heben.

ÖAMTC-Direktor kündigt Expertenbericht "Mobilität und Klimaschutz 2030" an

Für Ende Juni kündigt ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold einen Expertenbericht zu "Mobilität und Klimaschutz 2030" an. Darin analysieren unabhängige Experten die Konsequenzen einer überstürzten Mobilitätswende. Der Bericht wird auch Möglichkeiten aufzeigen, wie individuelle, leistbare Mobilität weiterhin sichergestellt werden kann.

Abschließend ergänzt Schmerold, dass es für wirksamen Klimaschutz eine Einbeziehung aller Sektoren braucht. Für den Emissionshandelsbereich (ETS) fehle es, so der ÖAMTC-Direktor, an einem konkreten Mindestpreis für CO2-Zertifikate. Im Non-ETS-Bereich fordert Schmerold, zusätzlich zu den konkreten Einsparungszielen für Verkehr und Raumwärme, auch eines für die Landwirtschaft sowie Sachstandsberichte für alle Bereiche. "Nur, wenn konkrete Maßnahmen für alle Sektoren durchleuchtet werden, kann eine sachlich fundierte Entscheidung getroffen werden", stellt der ÖAMTC-Direktor klar.

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