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ÖAMTC: Zahl der Getöteten im Straßenverkehr steigt wieder

Bisher vor allem deutlich mehr Motorradfahrer tödlich verunglückt

Bis 6. Mai 2018 sind laut vorläufigen Zahlen des Bundesministeriums für Inneres (BMI) 117 Menschen im Straßenverkehr tödlich verunglückt – das sind um sieben Prozent mehr, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Besonders besorgniserregend ist dabei der hohe Anteil an getöteten Motorradfahrern. Bisher sind 20 Biker unter den Unfallopfern – so viele waren es bis Anfang Mai zuletzt 2007", erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Den Grund dafür sieht er unter anderem in der langen Schönwetterperiode im Frühling gepaart mit einer mangelnden Fahrpraxis nach der Winterpause. "Viele der Unfälle könnte man vermeiden, wenn sowohl Motorrad- als auch andere Verkehrsteilnehmer aufmerksamer unterwegs wären", so der Verkehrsexperte.

Drei lange Wochenenden für Ausflugsfahrten stehen bevor

Mit Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam stehen drei lange Wochenenden mit traditionell viel Ausflugsverkehr bevor. Bei gutem Wetter werden wieder viele Biker Ausfahrten unternehmen. "Gerade bei guten Bedingungen neigen Motorradfahrer zu Selbstüberschätzung und unüberlegten Fahraktionen. Die häufigsten Unfallursachen sind nicht angepasste Geschwindigkeit, Unachtsamkeit, Ablenkung und riskante Überholmanöver", so der ÖAMTC-Verkehrstechniker.

Darüber hinaus spricht sich der Mobilitätsclub an langen Wochenenden für eine verstärkte Präsenz der Exekutive mit zusätzlichen Kontrollen aus. "Besonderes Augenmerk sollte dabei auf stark befahrenen Motorrad- und Ausflugsrouten samt möglichen Ausweichstrecken liegen, um auch Verlagerungseffekte abzufedern. Bei sichtbarer Präsenz der Polizei sind sowohl Motorradfahrer als auch Pkw-Lenker aufmerksamer unterwegs", so Nosé.

Trainings bereiten auf unerwartete Situationen vor

Um das Unfallrisiko zu reduzieren, sollten Motorradfahrer laut ÖAMTC ihre Geschwindigkeit stets an die Fahrbedingungen anpassen, vorausschauend fahren und auch mit Unerwartetem rechnen. Die Erfahrung des Mobilitätsclubs zeigt, dass Fahrtechnik-Trainings sehr wertvoll für die Vermeidung von Unfällen sind. "Dabei werden viele Abläufe und Manöver trainiert, die man vielleicht nur einmal braucht, dann können sie aber lebensrettend sein", so Nosé. "Wir bekommen auch regelmäßig Rückmeldungen, dass heikle Situationen dank des Trainings gemeistert werden konnten."

Im Rahmen der ÖAMTC Startup Challenge hat der Mobilitätsclub eine Kooperation mit BikerSOS gestartet. Die mobile App kann u.a. Unfälle von Motorradfahrern feststellen und wählt automatisch einen Notfallkontakt (privat oder institutionell), um den Unfall zu melden und Hilfe zu holen. ÖAMTC-Mitglieder erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent auf die Premium-Jahresmitgliedschaft bei BikerSOS. Alle Infos dazu gibt es unter www.oeamtc.at/vorteilspartner oder mobil in der ÖAMTC App.

Getötete seit Jahresbeginn nach Bundesland

Bundesland

Getötete Gesamt (01.01.-06.05.)

Getötete Motorradfahrende (01.01.-06.05.)

Burgenland

2

1

Kärnten

10

3

Niederösterreich

31

2

Oberösterreich

21

5

Salzburg

9

1

Steiermark

20

3

Tirol

9

0

Vorarlberg

7

3

Wien

8

2

Quelle: vorläufige Daten des BMI

Getötete Motorradfahrende seit 2007

Jahr

Getötete Gesamt (01.01-06.05.)

Getötete Motorradfahrende (01.01.-06.05.)

Anteil getöteter Motorradfahrender an allen Getöteten

Getötete Motorradfahrende am Jahresende

2018*

117

20

17,1%

-

2017*

109

13

11,9%

83

2016

120

12

10,0%

85

2015

125

8

6,4%

83

2014

157

15

9,6%

75

2013

117

13

11,1%

87

2012

147

9

6,1%

68

2011

154

9

5,8%

67

2010

155

7

4,5%

68

2009

179

9

5,0%

87

2008

195

13

6,7%

91

2007

200

20

10,0%

96

Quelle: Statistik Austria; * vorläufige Daten des BMI

Rückfragehinweis:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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