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ÖAMTC-Sicherheitstipps für die Skipiste

Skihelm und das Einhalten der Pistenregeln helfen, Unfallfolgen zu mindern

Für die ÖAMTC-Notarzthubschrauber bedeutet der Ansturm auf die Pisten während der Semesterferien wieder verstärkten Einsatz in den Skigebieten. Im Winter 2017/18 startete die Christophorus-Flotte zu 1.542 Einsätzen nach Ski- oder Snowboardunfällen. Generell ist die Zahl der Skiunfälle zwar rückläufig, deren Schwere nimmt gleichzeitig jedoch zu: Immer besseres Material verleitet zu schnellerem Fahren, was zu immer heftigeren Stürzen führt. Neben dem "klassischen Beinbruch" müssen die Christophorus-Crews daher zunehmend schwerste Verletzungen versorgen. Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen sowie bedrohliche Schnittwunden sind kein Einzelfall mehr. In diesen Fällen spricht aus medizinischer Sicht vor allem der Faktor Zeit für die Erstversorgung durch einen Notarzthubschrauber. Skihelme, Rückenprotektoren und das Einhalten der Pistenregeln senken das Unfallrisiko jedoch erheblich.

Die ÖAMTC-Sicherheitstipps für die Skipiste

  • Eine angepasste und vor allem beherrschbare Geschwindigkeit fahren: Umsichtige Skifahrer fahren immer auf Sicht und passen ihre Geschwindigkeit dem Können und auch den Schneeverhältnissen an. Glattgewalzte Pisten, extrem harter Schnee und vor allem immer besseres Material führen vielfach zu weit überhöhtem Tempo.
  • Die eigene Kondition richtig einschätzen und Alkohol vermeiden: Ein Sechs-Stunden-Skitag ohne längere Pause ist für viele Hobbysportler zu viel. Aus langjähriger Erfahrung wissen die Crews der ÖAMTC-Notarzthubschrauber, dass die meisten Skiunfälle in der Zeit zwischen 14 und 16 Uhr passieren. Neben Müdigkeit ist dabei manchmal auch allzu heftiger Alkoholkonsum mit im Spiel.
  • Der ÖAMTC empfiehlt, Rücksicht auf andere Skifahrer zu nehmen: Besonders beim Überholen (seitlicher Abstand), beim Hintereinanderfahren (Sicherheitsabstand zum Vordermann) und beim Einfahren in eine Piste (immer Blick nach oben) muss man auf andere Wintersportler achten. Anhalten sollte man nur an gut einsehbaren Stellen und immer am Pistenrand. Speziell bei fahrenden Pistenraupen muss man möglichst große Sicherheitsabstände einhalten.
  • Die Pistenmarkierungen beachten: Leichte Abfahrten sind zumeist blau beschildert, etwas anspruchsvollere Pisten sind rot markiert und auf schwere Abfahrten weisen schwarze Schilder hin. Unbedingt ernst genommen werden müssen die Lawinenwarnhinweise.
  • Abfahrten abseits der markierten Strecken sind zu vermeiden: Dort lauern nicht nur alpine Gefahren. Diese Strecken werden zumeist auch nur sporadisch von den Pisten- und Rettungsdiensten betreut und kontrolliert. Auch die Bergung aus unwegsamem Gelände gestaltet sich in der Regel schwierig. Da der ÖAMTC-Notarzthubschrauber selten direkt an der Unfallstelle landen kann, muss in den meisten Fällen eine Taubergung durchgeführt werden.
  • Der ÖAMTC rät, innerhalb der kontrollierten Zeiten zu fahren: Die oft verhängnisvolle "letzte" Abfahrt ins Tal unbedingt bei Tageslicht und vor der letzten Kontrollfahrt des Pistendienstes durchführen. Schon kleine Unfälle in der Dämmerung oder gar bei Dunkelheit können durch die Wartezeit auf den Pistendienst dramatische Folgen haben.
  • Richtige Bekleidung wählen: Gerade im Gebirge kommt es häufig zu sehr raschen Witterungsveränderungen. Jeans und Pullover allein sind für den Wintersport ungeeignet.

Basis der ÖAMTC-Skitipps sind die zehn Pistenregeln des ÖSV und der FIS, dem internationalen Skiverband. Diese Pistenregeln werden bei österreichischen Gerichten auch zur Klärung von Unfallursachen und Schadenersatz-Ansprüchen herangezogen. Übrigens: Auch auf Skipisten gilt, wie im Straßenverkehr, bei Unfällen die Verpflichtung zur Hilfeleistung sowie die Ausweispflicht.

Rückfragehinweis für Journalisten:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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ÖAMTC-Flugrettung ©  ÖAMTC
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