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ÖAMTC: Reisehoppalas – so vermeiden Urlauber:innen Ärger

Häufigste Beschwerden: annullierte Flüge und Probleme mit der Unterkunft

Die Urlaubssaison 2026 steht bevor – doch unerwartete Probleme können den Traumurlaub rasch zum Reisealptraum machen. Die aktuelle Auswertung der ÖAMTC-Rechtsberatung zu Beschwerden aus dem Jahr 2025 zeigt: Besonders häufig kommt es zu Schwierigkeiten bei Flügen, Unterkünften, Mietautos sowie Buchungen über Onlineplattformen. "Wer die eigenen Rechte kennt und sich gut vorbereitet, kann viele Probleme vermeiden oder zumindest rasch lösen", erklärt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Dabei hilft die ÖAMTC Rechtsberatung – in dringenden Fällen ist die juristische Nothilfe auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen erreichbar.

Auch bei der Auslandsreise mit Auto, Motorrad oder Wohnmobil können böse Überraschungen lauern – u. a. wegen unterschiedlicher Maut- und Vignettenregelungen. "So kommt es beim sogenannten Free-Flow-System immer wieder zu Problemen, weil Registrierungen vorab nicht gemacht oder Zahlungsfristen übersehen werden. Die Nachforderungen flattern manchmal erst Monate oder gar Jahre später ins Haus", warnt die Expertin.

Nähere Infos rund um Maut- und Vignettensysteme sowie geltenden Fristen findet man in der ÖAMTC Länder-Info und auf der Überblicksseite www.oeamtc.at/maut-in-europa.

Zwtl.: ÖAMTC-Tipps zu typischen Problemen

* Probleme mit dem Flug: Annullierte oder geänderte Flüge sowie verlorenes oder beschädigtes Gepäck zählen zu den häufigsten Beschwerden. Auch Zusatzgebühren – etwa für Check-in oder Gepäck bei Billigfluglinien – sorgen regelmäßig für Ärger. "Besonders kompliziert wird es oft bei Buchungen über Onlineplattformen, die als Vermittler auftreten", so Pronebner. Wichtig ist, sich im Problemfall direkt an die Fluglinie zu wenden und mögliche Zusatzkosten bereits bei der Buchung genau zu prüfen.

* Unzufriedenheiten mit Unterkünften: Viele Reisende berichten, dass Unterkünfte nicht der Beschreibung entsprechen – etwa aufgrund von Schimmel, Ungeziefer oder mangelhafter Verpflegung. "Mängel müssen sofort vor Ort gemeldet werden, damit der Vertragspartner, z. B. das Hotel, Gelegenheit zur Verbesserung hat. Zusätzlich empfiehlt sich eine gute Dokumentation, um allenfalls Ansprüche geltend machen zu können. Fotos und Videos helfen bei der Beweissicherung", rät Pronebner. Auch unerwartete Zusatzkosten, wie Einzelzimmerzuschläge bei Ausfall von Mitreisenden, führen immer wieder zu Streitfällen.

* Ärger mit Mietautos: Immer wieder kommt es auch zu Problemen bei Mietwagen – etwa strittige Schäden, überhöhte Nachforderungen oder nachträgliche Abbuchungen von Kreditkarten. Auch kostenpflichtige Upgrades bei der Fahrzeugübernahme sorgen regelmäßig für Beschwerden. "Reisende sollten das Auto bei Übernahme innen und außen genau prüfen, allfällige Vorschäden dokumentieren sowie die Mietbedingungen – insbesondere bei Verspätungen und zu Selbstbehalten – sorgfältig lesen", empfiehlt die Expertin. Auch die ordnungsgemäße Rückgabe oder entstandene Schäden sollten festgehalten werden.

* Individuelle Buchung über Onlineplattformen: Der Trend zur Onlinebuchung von Individualreisen hält an – gleichzeitig steigen auch die Probleme. Preisstreitigkeiten und unseriöse Anbieter häufen sich. "Im Zweifel ist eine Direktbuchung bei Airline oder Hotel die sicherere Wahl", rät Pronebner. Wer online bucht, sollte jedenfalls Bewertungen prüfen und persönliche Empfehlungen nutzen.

Zwtl.: Individuelle Reisen nehmen weiter zu – besserer Schutz bei Pauschalreisen

Die Auswertung zeigt klar: Individuell organisierte Reisen dominieren, während klassische Pauschalreisen nur noch rund 13 Prozent der Anfragen ausmachen. "Gerade bei Individualreisen ist es wichtig, alle Details im Blick zu behalten, da Konsument:innen im Problemfall oft auf sich allein gestellt sind", betont Pronebner. "Pauschalreisen bieten durch klare gesetzliche Regelungen – etwa bei Stornierungen, Insolvenz oder Problemen vor Ort – mehr Sicherheit. Zudem hat man mit dem Reiseveranstalter einen zentralen Ansprechpartner, der sich im Anlassfall um Organisation und Lösungen kümmert."

Die ÖAMTC-Rechtsberatung unterstützt Mitglieder ei Fragen und Problemen in Sachen Urlaub kostenlos – auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen unter dem Schutzbrief-Notruf [+43 (0)1 25 120 00]. Alle Infos und Kontaktmöglichkeiten unter www.oeamtc.at/rechtsberatung. Eine Rechtsschutzversicherung erleichtert im Streitfall die Rechtsdurchsetzung.

Rückfragehinweis für Journalist:innen:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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Porträtfoto einer Frau mit mittellangen braunen Haaren, die vor einer gelben-weißen Glaswand steht PRONEBNER Verena (1) © ÖAMTC/Wirl
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