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ÖAMTC-Kindersitztest: Kein "sehr gut", zwei fallen durch (+Fotos, +Grafik)

Schadstoffbelastung zu hoch: Keine Kaufempfehlung für aufblasbaren Kindersitz

Zweimal jährlich testen der ÖAMTC und seine Partner aktuelle Kindersitze. Im Mai 2018 brachte der Test von 22 Modellen gute Ergebnisse, im Oktober – wenn die Sitze getestet werden, die vorher noch nicht erhältlich waren – sieht es ähnlich aus: Zwar gibt es unter den 15 Testkandidaten kein "sehr gut", allerdings erreichten gleich elf Sitze das Urteil "gut". Dazu kommen zwei "befriedigend" und leider auch zwei "nicht genügend".

ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl führt aus: "Alle mit 'gut' bewerteten Sitze können ohne Bedenken gekauft werden. Ihre Schwächen liegen meist im Bereich der Ergonomie bzw. der Bedienung, oft ist der Platzbedarf im Fahrzeug der größte Schwachpunkt." Bei zwei mit gut bewerteten Sitzen (Maxi Cosi Cabriofix + Familyfix Basis sowie Cybex Pallas S-Fix) wurden leichte Schwächen in der Sicherheit (Seiten- bzw. Frontalaufprall) festgestellt. Mit "befriedigend" wurden Chicco Around U i-Size und Nania I-Max SP Isofix beurteilt – ersterer wegen Schwächen in der Ergonomie und beim Frontalaufprall, letzterer ebenfalls wegen des Verletzungsrisikos beim Frontcrash sowie Schwächen in der Bedienung (zusätzliche Seitenaufprallelemente müssen an der Sitzschale befestigt werden).

Nachfolger Hy5TT und Osann Fox scheitern an Schadstoffprüfung

Ein Kindersitz muss nicht nur vor Verletzungen schützen und unkompliziert in der Handhabung sein. "Das Material von Schale und Polsterung muss einerseits strapazierfähig, andererseits möglichst frei von Schadstoffen sein", erklärt der ÖAMTC-Experte. "Das ist bei allen Sitzen im aktuellen Test der Fall, nur zwei Modelle fallen in diesem Kriterium durch."

Neben dem Osann Fox betrifft das mit dem österreichischen Nachfolger Hy5TT das innovativste Modell im ÖAMTC-Test. Dessen Besonderheit: Er ist aufblasbar, daher sehr leicht und benötigt ohne Luft vergleichsweise wenig Stauraum. "Gerade wenn man auf Reisen ist und Mietwagen oder Car-Sharing nutzen möchte, ist das eine sinnvolle Lösung", so Kerbl. "Und auch die Sicherheitswertung spricht nicht gegen diesen Sitz – bis auf Schwächen beim Frontalaufprall ist der Nachfolger ein sehr sicheres Modell." Etwas problematischer sind Bedienung und Ergonomie, letztlich würde es aber dennoch für ein "befriedigend" reichen. Allerdings wurde bei der Schadstoffprüfung im Sitzbezug Naphtalin, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein, gefunden. "Die Belastung liegt über dem für Spielzeug geltenden Grenzwert, sodass eine Abwertung des Sitzes die Folge war. Dieses Manko kann auch durch gute Ergebnisse in den anderen Testkategorien nicht wettgemacht werden", sagt der ÖAMTC-Experte.

15 ultimative Tipps zum Kauf und Gebrauch von Kindersitzen

Bei der Fülle an Kindersitzen, die der Markt bietet, sind Eltern bei der Auswahl oft überfordert. "Nicht jeder Sitz passt für jedes Kind und jedes Auto", sagt Kerbl. "Entscheidend ist immer das Zusammenspiel zwischen Kind, Sitz und Auto." Den optimalen Sitz zu kaufen, ist nur der erste Schritt, man muss ihn dann auch richtig verwenden. Auf www.oeamtc.at/thema/kindersicherheit haben die Experten des Mobilitätsclubs die 15 am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Kindersitz beantwortet.

Rückfragehinweis:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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Dokumente

ÖAMTC-Kindersitztest Oktober 2018 (application/pdf , 1956kB)

Bilder & Grafiken

Kindersitztest Oktober 2018 © ÖAMTC
Kindersitztest Oktober 2018 © ÖAMTC
Kindersitztest Oktober 2018 © ÖAMTC
Kindersitztest Oktober 2018 © ÖAMTC
Kindersitztest Oktober 2018 © ÖAMTC
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