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ÖAMTC: Fahrzeug mit Feststellbremse absichern beugt Unfällen vor

Unachtsamkeit sorgt immer wieder für Personen- und Sachschäden

Motor abstellen, Gang einlegen, Handbremse anziehen – jeder Führerscheinbesitzer kennt den gelernten Ablauf beim Abstellen eines Fahrzeuges. Doch aus Zeitdruck oder Unachtsamkeit wird die Feststellbremse manchmal vergessen. "Dass das nicht immer gut geht, beweisen leider laufend Unfallberichte von Fahrzeugen, die sich selbstständig gemacht haben. Das reicht von rein materiellen Sachschäden bis hin zu tragischen Unfällen mit Menschen, die überrollt werden", berichtet ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Auffallend oft sind Berufs- und Traktorfahrer betroffen – aber nicht nur. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein, viele kleinere Sachschäden werden erst gar nicht gemeldet.

Die Verkehrspsychologin warnt eindringlich: "Gerät das Fahrzeug ins Rollen, sollte man auf keinen Fall probieren, das Fahrzeug aus eigener Kraft aufzuhalten. Selbst Mittelklasse-Fahrzeuge wiegen locker eineinhalb Tonnen, von Lieferfahrzeugen oder Traktoren ganz zu schweigen. Das kann tödlich ausgehen. In diesem Moment kann man nur noch sein Umfeld mit allen Mitteln warnen und Menschen in Sicherheit bringen."

Damit es erst gar nicht so weit kommt, hat der Mobilitätsclub ein paar Tipps zusammengetragen:

  • Die Feststellbremse ist ein sicherheitsrelevantes Fahrzeugteil und wird im Rahmen der §57a-"Pickerl"-Überprüfung gecheckt. Stellt man zwischendurch Auffälligkeiten fest, beispielsweise, dass sich der Widerstand beim Anziehen des Handbremshebels geändert hat oder beim Wegfahren ein Knacken von der Hinterachse hörbar ist, sollte sich das ein Fachmann ansehen.
  • Selbst bei Zeitdruck und nur einem kurzen Halt: Vor dem Aussteigen immer die Feststellbremse (je nach Fahrzeug) per Hebel oder Knopfdruck betätigen und ein Auge auf die entsprechend aufleuchtende Kontrolllampe haben. "Idealerweise baut man das in seine Routine ein: Motor aus, Gang einlegen, Feststellbremse betätigen. Verinnerlicht man das durch immerwährendes Wiederholen, wird es zum Automatismus, wie das Kupplungsspiel oder das Anschnallen", empfiehlt Marion Seidenberger.
  • Moderne Fahrzeuge besitzen oft keinen markanten Handbremshebel mehr, sondern nur noch einen kleinen Knopf oder erledigen den Vorgang automatisch beim Abstellen des Motors. Umso wichtiger auch hier: Auf die entsprechende Kontrolllampe achten, sowie einen Gang einlegen oder bei Automatik-Fahrzeugen "P" wählen.
  • Auf abschüssigem Gelände empfiehlt es sich zusätzlich, die Räder vor dem Abstellen in Richtung eines Hindernisses, z. B. einer Gehsteigkante, einzuschlagen. Damit rollt das Fahrzeug bei Versagen der Bremse zumindest nicht weit.

Rückfragehinweis für Journalisten:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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Bilder & Grafiken

Fahrzeug mit Feststellbremse absichern beugt Unfällen vor © ÖAMTC Fahrzeug mit Feststellbremse absichern beugt Unfällen vor © ÖAMTC
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Fahrzeug mit Feststellbremse absichern beugt Unfällen vor © ÖAMTC Fahrzeug mit Feststellbremse absichern beugt Unfällen vor © ÖAMTC
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