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ÖAMTC begrüßt EU-Überprüfung der Luftschadstoff-Grenzwerte

Rationale Debatte über Stickoxid- und Feinstaub-Grenzwerte notwendig

Wien (OTS) - Die EU-Kommission hat heute angekündigt, die Vorschriften zu Grenzwerten für Stickoxid und andere Luftschadstoffe zu überprüfen. "Wir begrüßen diesen Schritt, denn eine rationale Debatte um die Grenzwerte ist längst überfällig. Bereits in den vergangenen Jahren haben Experten in der Diskussion um Grenzwerte immer wieder Widersprüche aufgezeigt", sagt ÖAMTC-Interessenvertreter Bernhard Wiesinger. So wurde beispielsweise der NO2-Grenzwert am Arbeitsplatz von Medizinern festgelegt. Dieser ist um etwa das 30-fache höher als die 40 μg/m³, die im Freien gelten und von Statistikern errechnet wurden. In den USA, die eine sehr strenge Stickoxid-Regulierung haben und wo auch der VW-Abgasskandal aufgedeckt wurde, liegt wiederum der im Freien zulässige Grenzwert mit 100 μg/m³ um mehr als das 1,5-fache höher als in der EU.

Diskussion für Österreich besonders wichtig

Für Österreich ist die Grenzwert-Diskussion besonders wichtig: 2016 wurde auf EU-Ebene eine NEC-Richtlinie beschlossen, die Österreich bis 2030 nochmals zu einer NOx-Reduktion um 69 Prozent – im Vergleich zum Referenzjahr 2005 – verpflichtet. Sogar der damalige Umweltminister Rupprechter hat gegen dieses hohe Reduktionsziel, auf das sich der Rat der Umweltminister ohne Zustimmung Österreichs geeinigt hatte, protestiert und äußerte gegenüber der WKÖ: "Die Zahlen stimmen nicht mit der Realität überein, sie sind nicht umsetzbar." Im Lichte der gerade stattfindenden Grenzwert-Debatte wird über das österreichische NOx-Reduktionsziel für 2030 laut ÖAMTC noch einmal zu diskutieren sein.

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