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ÖAMTC appelliert: Keine Fahrt ohne passenden Kindersitz

Auch der beste Sitz nützt nichts, wenn er nicht richtig verwendet wird  

Kindersitze können Leben retten – deshalb ist es auch gesetzlich verpflichtend, Kinder bis zum Ende des 14. Lebensjahres oder, wenn sie kleiner als 1,35 Meter sind, in einem geeigneten Kindersitz zu sichern. Der ÖAMTC empfiehlt allerdings die Verwendung eines Kindersitzes aus Sicherheitsgründen bis 1,50 Meter. Doch Vorsicht: Auch der beste Kindersitz nützt nichts, wenn er nicht zu Größe und Gewicht des Kindes passt und fachgerecht montiert wird. "Der Sitz kann seine volle Schutzwirkung nur entfalten, wenn er fachgerecht eingebaut wird und die Gurte korrekt und straff angelegt werden", erklärt ÖAMTC-Kindersitz-Experte Steffan Kerbl.

An den Stützpunkten beraten speziell geschulte ÖAMTC-Mitarbeiter, worauf geachtet werden sollte. Fragen zur richtigen Bedienung oder zu technischen Problemen (z. B. zu lange Gurtschlösser) können somit gleich beantwortet werden. Die ÖAMTC-Mitarbeiter zeigen an den Stützpunkten die korrekte Handhabe und übernehmen den Einbau. "Damit die Suche nach dem richtigen Sitz erfolgreich verläuft, sollten sowohl Auto als auch Kind bei der Auswahl und beim Kauf dabei sein. Denn: Nicht jeder Kindersitz passt zu jedem Kind und jedem Auto", so Kerbl. Der ÖAMTC-Experte gibt Tipps für die richtige Kindersicherung im Fahrzeug:

  • Der Kindersitz muss sich fest auf dem Fahrzeugsitz befestigen lassen. Er soll kippsicher sein und darf nicht verrutschen.
     
  • Rückwärts gerichtete Systeme nicht bei aktiven Front-Airbags auf dem Beifahrersitz verwenden.
     
  • Auf den richtigen Gurtverlauf beim Kind achten. Der Schultergurt soll über die Schultermitte, der Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge gehen.
     
  • Das Kind soll immer straff angegurtet sein.
     
  • Gurtverlauf und Kopfabstützung dem wachsenden Kind anpassen.
     
  • Die Bedienungsanleitung genau befolgen, um Fehlbedienung zu vermeiden.
     
  • Wenn sich Kinder bereits selbstständig anschnallen, ist es sinnvoll, die Gurtführung vor der Fahrt zu überprüfen. Der Gurt darf nicht verdreht sein.

Unterlassene Kindersicherung gehört zu den häufigsten Vormerkdelikten

Wer die Sicherung seines Kindes vernachlässigt, riskiert nicht nur die Gesundheit und vielleicht sogar das Leben seines Kindes, sondern muss auch mit einer polizeilichen Anzeige rechnen. DasFührerschein-Vormerksystem sieht vor, dass bei Verstößen gegen die Kindersicherungsbestimmungen neben einer Verwaltungsstrafe (Strafrahmen bis 5.000 Euro) auch eine Vormerkung im Führerscheinregister vorgenommen wird. Bei der zweiten Vormerkung innerhalb von zwei Jahren wird der Besuch eines Kurses angeordnet, der die Wichtigkeit der richtigen Kindersicherung bewusst machen soll. Bei weiteren Verstößen kommt es sogar zur Entziehung der Lenkberechtigung.

Der "Verstoß gegen die Kindersicherungspflicht" zählt zu den häufigsten Vormerkdelikten. Im Jahr 2018 gab es österreichweit abermals einen Anstieg bei der Zahl der Beanstandungen wegen mangelnder Kindersicherung: 6.769 Anzeigen, die auch eine Vormerkung im Vormerksystem zur Folge haben – das sind um 14,4 Prozent mehr als im Vorjahr (Quelle: BMI).

Infos zu allen getesteten Produkten und weitere Tests des ÖAMTC findet man unterwww.oeamtc.at/tests. Alles Wissenswerte um Kindersitze und Kindersitzeinbau gibt es unterwww.oeamtc.at/kinder. Kostenlose Kindersitzberatung gibt es an allen Stützpunkten des Mobilitätsclubs. Dort helfen die ÖAMTC-Mitarbeiter auch kostenlos beim Einbau bzw. überprüfen gerne, ob ein Sitz korrekt montiert wurde. Wer einen neuen Kindersitz braucht, klickt aufwww.oeamtc.at/shop/kindersitz.

Den aktuellen ÖAMTC Kindersitztest findet man hier.

Rückfragehinweis für Journalisten:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

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Kindersitztest Mai 2018 © ÖAMTC
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